La Serena
Von Valparaíso aus ging es weiter an der Pazifikküste nach La Serena, eine von Spaniern gegründete Kolonialstadt, die sich in der Vergangenheit häufiger gegen Ureinwohner,...


Veröffentlicht: 30.03.2025



























Arica, ganz im Norden Chiles kurz vor der Grenze zu Peru, sollte unsere letzte Station in Chile sein. Ursprünglich wollten wir von hier aus in den Nationalpark Lauca, der landschaftlich aber teilweise ähnlich zu der Gegend um San Pedro de Atacama sein soll. Da wir merkten, dass unsere Köpfe aber voll von den Eindrücken der letzten Tage und Wochen waren und wir noch über so viel Erlebtes nachdenken und nachlesen mussten, verzichteten wir darauf. Stattdessen buchten wir uns in einem 4-Sternehotel mit Pool und Klimaanlage und Riesenfrühstücksbuffet ein, nach all den durchgelegenen Matratzen und verschwitzen Nächten in den doch sehr rudimentären Hostels eine willkommene Abwechslung für unsere geschundenen Körper.
Arica gehörte mal zu Peru, fiel aber während der Salpeterkriege an Chile.
Bolivien erhebt anscheinend immer noch den Anspruch auf die Stadt? Eigentlich lebten zuerst das Volk der Chincurros hier, irgendwann fielen
die Inkas und dann die Spanier ein.
Die Stadt ist erstaunlich reizlos, mit viel Beton(ruinen) und einem ungepflegten, vermüllten Strand, staubig-dreckiges Wüstenklima, die Einwohner scheinen im Schnitt nicht viel Geld zu haben, es herrscht die raue Geschäftigkeit einer Grenzstadt.
In der Altstadt finden sich einige von Gustave Eiffel entworfene Gebäude wie das Zollgebäude und die Katedrale, die aus gusseisernen Fromteilen erbaut wurde., und ein zufällig unter einem Wohnhau gefundener Chincurro-Friedhof.
Gute Restaurants ließen sich kaum finden, aber wir haben mehrfach am Mercado in netter Atmospähre unter Einheimischen fantastisches Ceviche und frischen Fisch gegessen.
Ansonsten waren wir sehr faul, haben geplanscht, unsere bisherige Reiseroute mit über 10000 Buskilometern reflektiert und einfach mal nix gemacht.
Von hier aus ging es dann mit einem völlig unkomplizierten Grenzübergang nach Peru (viel besser organisiert als die Grenzübergänge nach/von Argentinien) nach Tacna, und von dort aus nach Arequipa, wo wir dann ein paar Tage später Marikes Tochter Mercedes treffen sollten.
