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Unsere geplante Grillsession mit Karl und Elina beinhaltete leckeres Gemüse und geröstete Marshmallows. Wir ließen den Abend mit einem erneuten Versuch „The Game“ zu besiegen ausklingen.

Glockenturm Split

Tag 45: Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von unseren schwedischen Freunden und zogen weiter nach Split. Hier haben wir uns die Promenade und die historische Altstadt angesehen. Die beste Aussicht hat man vom Glockenturm aus, welcher auch Filmkulisse für Game of Thrones war (Königsmund). Als wir die steilen Treppen erklommen hatten, schweifte unser Blick über die ganze Stadt - auf der einen Seite das Meer und auf den anderen der Berg und die Neustadt mit ihren Hochhäusern. Ein Teil der Altstadt besteht aus dem ehemaligen Dioklecijan Palast wo die Außenmauern noch immer erhalten sind.

Da Tobi ziemlich platt war kauften wir auf dem grünen Markt Gemüse für eine Suppe. Hier wird immer noch mit Gegengewichten auf der Waage gearbeitet.

Campingplatz Stobrec

Anschließend fuhren wir weiter zum Campingplatz in Stobrec den wir ebenfalls über park4night gefunden hatten, denn es war Zeit für eine Dusche und Wäsche waschen. An der Rezeption hat uns die Dame einen Platz am Strand vorgeschlagen zu dem wir dann fuhren und siehe da unsere Platznachbarn kannten wir bereits - Elina und Karl hat es auch wieder zurück auf das Festland gezogen. Den restlichen Tag nutzten wir um all unsere Bedürfnisse (waschen, kochen, duschen, chillen) zu erfüllen.

Tag 46: Nach einem gemütlichem Frühstück am Strand galt es zu entscheiden ob wir noch 2 weitere Nächte bleiben oder weiter reisen, denn auf dem Campingplatz gibt es ein Wintercamping-Angebot: Bleibt man 3 oder mehr Nächte zahlt man unter 15 Euro pro Nacht, die ersten beiden Nächte kosten noch 25 Euro pro Nacht. Wir entschieden uns für den Luxus von Toiletten und warmen Duschen.

St. Jure Stobrec

Uns war es mal wieder nach wandern, also informierten wir uns an der Rezeption des Campingplatzes. Mit einer kleinen Karte und dem üblichen Wanderproviant ausgestattet marschierten wir in Richtung des Berges los, welchen wir vom Campingplatz aus sehen konnten. Leider war der Weg durch die Stadt bis zum Berg ziemlich hässlich. Es ging entlang an viel befahrenen Straßen und vorbei an nur halbfertigen Häusern, deshalb waren wir anfangs nicht so glücklich auch noch bergauf gehen zu müssen. Nach dem wir aber das letzte Haus am Berg passiert hatten, wurden wir bereits mit einem tollen Ausblick belohnt. Immer weiter bergauf und schon gut erschöpft entschieden wir uns dann doch bis ganz hoch zur St. Jure zu laufen.

St. Jure Stobrec

Ganz oben angekommen konnten wir über unseren Campingplatz, über Split bis auf die Insel Okrug schauen - da hatte sich der Weg wirklich gelohnt. Nach einer ausgiebigen Pause stiegen wir ab zurück zum Campingplatz. Es war so sonnig, dass wir überlegten vielleicht noch ins Meer zu hüpfen, aber bis wir zurück waren, war es doch zu kalt. Abends haben wir dann noch gekocht, geduscht (denn wenn es die Möglichkeit gibt wird jeden Tag geduscht!), gelesen und geskypt.

Salona Amphitheater

Tag 47: Auf Empfehlung von Karl und der Rezeption sind wir an diesem Vormittag nach Salona gefahren – Ruinen der Hauptstadt der ehemaligen romanischen Provinz Dalmatiens. Hier finden sich Überreste von verschiedenen Gebäuden, manche Teile sind über 2000 Jahre alt. Unter anderem sind die Grundmauern eines Amphitheaters zu besichtigen. Es ist beeindruckend sich vorzustellen dass dort Kämpfe zwischen Gladiatoren und Tieren stattgefunden haben.

Festung Klis

Von dort war es nicht mehr weit zur Festung von Klis, die eine zentrale Rolle in der Verteidigung des Festlandes spielte. Wir haben uns entschieden, den Eintritt von 40 Kuna pro Person zu bezahlen was sich gelohnt hat, denn die Festung ist wirklich riesig und spannend, zwar sehr schmal aber dafür sehr langgezogen und verwinkelt. Dort bemerkten wir auch, dass es sich wiedermal um einen Drehort von Game of Thrones handelte – die Stadt Meereen. Mit ein bisschen Fantasie konnte man sich vorstellen wie die Mutter der Drachen die Treppen hinaufschreitet.

Dalmatisches Dorf

In den 40 Kuna Eintritt war auch noch eine zweite Sehenswürdigkeit enthalten – der Etno Agro Park, wo wir ebenfalls hinfuhren. Kaum hatten wir Freudolin abgestellt, kam direkt eine Frau aus dem Nebengebäude und teilte uns mit, dass das Areal eigentlich bereits geschlossen sei, wir uns dennoch gerne umsehen könnten. Sie holte ihr Jacke und wir bekamen eine Privatführung – auf deutsch – in der uns der botanische Garten und das restaurierte dalmatische Dorf gezeigt wurden. Außerdem durften wir im Shop alle selbst und biologisch hergestellten Produkte des Anbieters stella croatica ausprobieren und deckten uns natürlich auch mit zwei Olivenölen in den Geschmacksrichtungen Knoblauch und Trüffel ein.

Eigentlich wollten wir an diesem Abend nochmal nach Split um die Altstadt und das Treiben bei Dämmerung zu erleben. Karl und Elina hatten leider keine Zeit, da sie zum Training Brazilian Jiu Jitsu gingen und so konnten wir uns irgendwie nicht aufraffen. Was aber auch nicht ganz so schlimm war, da es später noch zu schauern begann. Karl schlug vor, dass wir am nächsten Tag gemeinsam den Nachmittag/ Abend in Split verbringen könnten.

Wollen wir wirklich noch eine zusätzliche Nacht auf dem Campingplatz bleiben?

Tag 48: Am nächsten Morgen hatten wir noch immer keine Antwort auf diese Frage und sahen uns deshalb die Europakarte nochmal genau an. Dabei stellten wir fest, dass schon eine ganz schöne Strecke hinter uns liegt und die verbleibende Zeit bis Weihnachten gut ausreichen müsste um Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien und Griechenland zu erkunden. Auf einen Tag mehr am selben Platz kommt es also tatsächlich nicht an. Deshalb entschieden wir uns auch noch eine vierte Nacht auf dem Campingplatz zu bleiben.

Wir saßen gemütlich mit Karl und Elina am Strand, chillten und spielten gemeinsam The Game und besiegten es zum ersten Mal auch zu viert. Auch eine Runde Bohnanza war wieder dabei. Anschließend richteten wir uns und machten uns gegen 15 Uhr auf den Weg nach Split.

Zunächst wollten wir den Bus nehmen, kurz bevor dieser kam fand Karl jedoch ein günstigeres Uber (eine Art Taxiunternehmen) um uns ins City Center zu bringen und wir stiegen nicht in den Bus. Als wir dann im Uber saßen merkten wir schnell, dass irgendetwas nicht stimmt. Denn statt nach Split, fuhren wir zu einem Einkaufszentrum mit dem Namen City Center :D Glücklicherweise konnte uns die Dame anschließend doch noch zu unserem Ziel bringen.

Dort angekommen tranken wir ein Bier in einem Promenadencafé und suchten anschließend nach einem Lokal zum Essen. Das ausgewählte Fischrestaurant war leider geschlossen, so dass wir uns für eine Pizzeria entschieden, die uns voll auf zufrieden stellte. Das Pub mit der 90er-Musik hatte noch geschlossen, deshalb streiften wir durch die Gassen und setzten uns zunächst in eine Cocktailbar. Auch nach 20 Uhr war der Pub noch nicht geöffnet, so dass wir uns entschieden zurück auf den Campingplatz zu fahren (diesmal ohne Umwege). Dort angekommen ließen wir den Abend mit einer kleinen eigenen 90er-Party ausklingen.

Tag 49: Nun war der Tag der Abreise dann doch gekommen. Neben einigen Vorbereitungen wie einer letzten Dusche mussten wir uns nun auch auf ein Land ohne freie mobile Daten einstellen, da Bosnien leider nicht Teil der EU ist. Darum luden wir uns einige Offlinekarten auf google Maps herunter und entschieden uns für die kostenpflichtige park4night Version, so dass wir auch in Bosnien weiterhin kostenfreie Plätze ausfindig machen können.

Blauer See Imotski

Doch bevor wir nach Bosnien einreisten, besichtigten wir zunächst den blauen und roten See bei Imotski relativ nah an der Grenze. Diese Seen waren außergewöhnlich, denn sie liegen in einem tiefen Felsschlund ohne Zu- und Abfluss. Beim blauen See konnte man sogar bis zur Wasseroberfläche hinabsteigen.

Und dann kam der Grenzübergang nach Bosnien, denn wir uns nicht so einfach vorstellten. Doch mit den Reisepässen und der grünen Versicherungskarte ausgerüstet hat das schnell und ohne weitere Probleme geklappt. Zunächst waren wir aufgeregt wieder in ein neues Land einzureisen und die Unterschiede zu erleben, doch diese waren zunächst nicht ausmachbar.

Kroatien

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