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wunderschönes Montenegro

Montenegro: Wir überfahren die Grenze nach Montenegro. Es ist wie ein Tor zurück ins wahre Leben. Die Straßen sind super - und alles ist sauber. Wir fühlen uns gleich pudelwohl. Die Landschaft erinnert sehr an Kroatien. 

Wir fahren in die Hauptstadt Podgorca. Wie immer brauchen wir erst mal Bargeld (Euro!) und eine Handykarte. Podgorica ist topmodern. Futuristische Gebäude, moderne Bars und Cafes. Die Menschen sind topmodern gekleidet. Wir sehen Bogner, Gucci und andere unbezahlbare Modegeschäfte. Was für ein Kontrast zu den letzten Wochen in den albanischen Bergen !! Zudem haben wir tatsächlich 26 Grad (grins). In den albanischen Bergen waren es gerade mal 4°. So lässt es sich aushalten. Auch gibts hier wieder große Supermärkte wo es alles (samt leckerem Schwarzbrot) zu kaufen gibt. Aber die Stadt ist riesig und voll und wir waren die letzten Wochen nur in der Einsamkeit Albaniens unterwegs.... ein leichter Streßpegel baut sich auf.. nichts wie raus hier. 

Wir übernachten an einem nahegelegenen See und fahren dann weiter an den Fluß Rijeka Crnojecicta. Dort finden wir eine traumhafte Campingwiese (jjaaa wirklich Wiese) und freuen uns. Wir sind alleine hier und unsere Wauzis können frei laufen. Sie flippen total aus vor Freude. Die letzte Zeit waren wir nur auf steinigen Wegen unterwegs - die Hunde geniessen die weiche Wiese. Wir parken direkt am Wasser und zahlen dem Besitzer 10 Euro für die Nacht. Na gerne doch... für diesen schönen Platz. Die Hunde verschwinden im Wasser und gehen erst mal Frösche und Fische jagen - die sind versorgt den Rest vom Tag. Schnell das Boot aufgebaut und eine Stunde später paddeln wir schon über den glasklaren Fluß. Es geht unter uralten Steinbrücken durch und wir landen in einem touristischen Dorf. Hier gibts viele Restaurants am Wasser und wir gehen ein Bierchen trinken.

Nachmittags wackle ich mit den Hunden und dem Laptop bewaffnet hoch in Richtung Internet Router (der ist hier in einem leerstehenden Wohnwagen unter Bäumen grins). Ich will den Blog für Albanien fertig machen. Ich sehe im Augenwinkel Lucy entsetzt zurückspringen und denke oh Gott!! Was ist das denn. Eine große Schlange richtet sich auf... und nebenan noch eine... und aaahhhh kreisch zwischen meinen Füßen noch eine. Entsetzt ziehe ich die Hunde zurück und springe in einem riesen Satz weg. Uuuääähhhh echt?? Schlangen??. Kilian kommt und wir versuchen sie zu vertreiben. Das finden die aber gar nicht so toll. Schluck schluck - echt? Und hier soll ich mich an den Laptop setzten. Kilian nimmt die Hunde mit ins Auto und ich sitze auf der Bank (schön die Füße oben) und schreibe Blog. So richtig entspannen kann ich mich nicht... immer schön die Schlangen im Auge behalten. Aber sie bleiben mir fern. Einheimische kommen und ich frage ob sie giftig sind. Nein nein nur ein bisschen krieg ich zu Antwort - na da bin ich doch wahnsinnig beruhigt.

Wir finden dann immer wieder Schlangen. Am Ufer, im Wasser, im Gras.... wir nennen den Ort "Snakeparadies". Am nächsten Tag machen wir nochmals eine große Paddeltour den Fluß hoch. Wir fühlen uns in dem Marschland mit den Millionen Wasserpflanzen etwas wie im Donaudelta in Rumänien - oder im Amazonas? Die Tour macht Spaß. Große Teile des Ufers stehen unter Wasser. Bäume und Büsche haben "nasse Füße". Auch im Wasser sehen wir immer wieder Schlangen schwimmen. Touristenboote fahren winkend an uns vorbei.

Nach drei Tagen fahren wir hoch in die Berge in den Lovcen Nationalpark. Unser Plan: Wandern!! (wie schon öfter!!). Oben angekommen - Bus geparkt - 4 Euro Eintritt bezahlt - wackeln wir mit den Hunden los. Es ist eiskalt und wir sind an der Schneegrenze. Dichter Nebel zieht auf. Eine wunderschöne Berglandschaft liegt um uns herum - glauben wir jedenfalls - wir sehen nämlich die Hand nicht vor Augen vor lauter Nebel. Es ist echt verhext!! Ständig werden unsere Wanderambitionen vom Wetter oder ähnlichem durchkreuzt. Jedenfalls haben wir nach einer Stunde herumirren im Nebel genug. Wir wollen wieder runter vom Berg - los gehts in Richtung Kotor.

Hoch oben - über der traumhaften Bucht von Kotor - übernachten wir an einem riesigen alten stillgelegtem Bunker. Bus geparkt - Taschenlampen geschnappt - und schon sind wir drin - in den verwinkelten Gängen des riesigen Bunkers. Tief runter in den dunklen schwarzen Keller führen Treppen in abgelegene Räume und Keller. Alles ist seit Jahren leer und es wurden wohl schon einige Partys hier drin gefeiert. Wir sehen Graffiti an den Wänden und leere Flaschen. Wir streunern etwas herum. Irgendwann sehe ich eine riesige Spinne !! igitt!! .... hinter Kilian herspringen!! Jaaaa wirklich . In riesigen Sätzen springt sie in Richtung Kilian. Pfui deifel. Schlangen kein Problem.... große Spinnen: Großes Problem!!! Ich will nur noch raus. Genug "rumgebunkert". Wieder zurück am Tageslicht setzen wir uns noch in die Sonne und geniessen den spektakulären Blick auf die Bucht von Kotor. Abends kriegen wir noch einen Nachbarn. Ein junger Hamburger ist alleine unterwegs - nach Sibirien!! Wow!! Das nenn ich mal ein Reiseziel. Wir plaudern etwas in den Abend und am nächsten Morgen gehts zeitig los. Die Altstadt von Kotor will besichtigt werden.

Heute ist orthodoxes Ostern. Das Paschafest. Die Orthodoxen feiern Ostern eine Woche später als die Christen. Wir kommen in die Altstadt von Kotor. Am Hafen geht es durch ein Tor hinein in die Altstadt - und zack - wir sind im Mittelalter. Durch enge verwinkelte Steingassen führen die Wege durch die Altstadt. Überall sind Cafes, Restaurants und Souvenirshops. Es gibt große Plätze mit regem Treiben. Viele Chinesen sind da. Ich bin völlig begeistert von diesem tollen Städtchen. Steinhaus an Steinhaus führen die Wege treppauf und treppab durchs Städtchen. Ich könnte ewig so weitergehen. Nach zwei Stunden haben wir genug und fahren auf der traumhaften Küstenstraße weiter Richtung Kroatien. Wir kommen an wunderschönen Städtchen direkt am Meer vorbei. Die Häuser - ein Traum aus Stein. Alles ist gehegt und gepflegt. Nach jeder Kurve bieten sich neue spektakuläre Ausblicke aufs wunderschöne Montenegro. 

Nach einer Zwischenübernachtung direkt am Meer, beschließen wir, doch früher als erwartet über die Grenze nach Kroatien zu fahren. Viele der Sehenswürdigkeiten hier in Montenegro sind oben in den Bergen. Das ist ein langer Weg dorthin und uns läuft langsam etwas die Zeit davon. Zudem lesen wir im Internet, dass wir eigentlich eine Tollwutantikörperbestimmung im Blut der Fellnasen von einem Amtsarzt brauchen, um wieder in die EU einreisen zu dürfen. (schluck schluck)... diese geht aber über zwei Wochen!! Tollwutgeimpft sind sie natürlich... aber das reicht wohl nicht. Solange wollen und können wir aber nicht mehr hier bleiben, drum beschließen wir, die Berge - Berge sein zu lassen und den Schritt über die Grenze (ohne Antikörperbestimmung) zu wagen. Ich schwitze nicht schlecht, als die Grenze in Sicht kommt. Wir lassen unsere Hunde Platz machen und hoffen, dass die Zöllner nicht in den Bus schauen wollen. Hundeschmuggel vom feinsten grins. Aber unsere Hunde verhalten sich ruhig... als würden sie es ahnen... und nach der Passkontrolle dürfen wir einreisen... in die EU. Kroatien da sind wir. Puuhhhh :):)

Fazit Montenegro: Wir haben uns schon bei Grenzübertritt von Albanien nach Montenegro extremst wohl gefühlt hier. Das Land ist wunderschön. Leider ist die Küste nur sehr schmal und kurz. Das meiste vom Land zieht sich hoch in die Berge. Wir sind uns sicher, dass wir Montenegro irgendwann nochmals besuchen werden und dann das ganze Land anschauen werden.... denn es ist viel zu schön hier, um nur 10 Tage zu bleiben. Die Leute sind freundlich und die Gegend einfach umwerfend. 

Kommentare

Roswitha
Habe ganz am Anfang euch geschrieben.

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