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Kärrasands Camping => Greve Marina Hejren

Veröffentlicht: 06.08.2025

Unterkunft
Kärrasands Campingplatz
Zelt
Essen
JAJAH & AOD RESTAURANG
$ · Mittagessen
Fähre
Helsingborg ferry terminal → Helsingør ferry terminal
Sweden → Denmark
Unterkunft
Greve Marina Hejren
Wohnmobil · Greve
Essen
Imbiss am Hafen
$ · Snack
Essen
Burger- und French-Fries-Imbiss bei der Marina
$ · Abendessen
Sehenswert
Greve Marina
Greve, Denmark

Guten Morgen vom Kärrasands-Campingplatz!


Die Nacht gestaltete sich äußerst erholsam, hatten alle Anwesenden doch noch etwas Nachholbedarf. Doch umgehend nach dem Erwachen ging der Stress im Kopf schon los. Da wir während unserer gestrigen Inspektion lediglich im Bereich der Rezeption weitere WC-Anlagen wahrgenommen hatten, war spätestens jetzt klar, dass wir uns gegen die anderen Bundesbürger würden durchsetzen müssen. Ich begab mich als erster in die Schlacht. Aufgrund der Uhrzeit war ich der Meinung, dass eines der beiden WCs bestimmt zur Verfügung stehen würde. Aber: weit gefehlt. Es lungerten bereits diverse Konkurrenten in der Nähe des Eingangs herum und warteten auf ihre Chance. Ich entschied mich in dieser ernsten Situation auf alle Konventionen zu pfeifen. Denn als die Tür des barrierefreien WC aufging und eine Frau samt Kind diesen Raum verließ, krallten sich meine Flip-Flops wie Spikes in den aufgeweichten Boden und ich schoss zur Überraschung von Helmut, Dietmar und Horst an eben diesen vorbei in die Nasszelle.


Für die anschließende Pflege meines Haupthaares wechselte ich in den ursprünglich angepeilten Bereich, da sich dort auch die zwei Duschen befanden. Ein Wikinger mit derselben Frisur und ich rasierten im Takt, während ich immer mit einem Auge auf die Eingangstür und mit dem anderen auf den Zugang zu den zwei Duschen schielte. Noch war die Situation entspannt. Die letzten Haarstoppeln rasierend machte ich die ersten Schritte in den Duschbereich. Nun war ich endlich safe. Und auch hier wieder: die Duschen sehen auf den Plätzen alle unterschiedlich aus, funktionieren jedoch inklusive Warmwasser ganz hervorragend.

Wieder am Bullet-Proof-Brocken angekommen, lächelte mir schon der gut gelaunte Betreiber der Kaffeemaschine mit einem seiner Produkte in der Hand entgegen. Ich dankte begeistert und gab ihm noch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg zu seinem Fight um die vordersten Plätze.


Während ich mit dem erneut vorzüglichen Kaffee in der Sonne stand, machte Ronny oder Maik aus Bernau (ich nahm bereits am Vortag dieses Kennzeichen aus der Nähe meines Wohnortes wahr) einem jüngeren Familienvater eine Ansage hinsichtlich der Entsorgung von Grauwasser. „Dit steht doch da uff‘m Schild, Junge“. Spätestens bei dem letzten Wort, wäre ich dann nicht so entspannt geblieben wie vor etwa 24 Stunden. „Dit jiebs doch jar nich‘. Camping machen und denn ditte“ laberte dieses brandenburgische Prachtexemplar vor sich hin und seine holde Gattin (davon ging ich einfach mal aus) fragte „watt regste dir denn schon wieda uff?“. Der Herr in der Camp David Jogginghose und dem während der Spartakiade 1976 erhaltenen Nicki (für alle Westler: zu DDR-Zeiten wurden T-Shirts so genannt): „Ja, nee. Ick hab keene Lust ssu diskutieren“. Ah ja. Ich war innerlich locker schon fünf Mal auf dem Sprung, um dem sehr nett wirkenden Vati zur Seite zu springen. Der allerdings löste die Situation in etwa so entspannt, wie ich die Frage nach den Musik-Machern am gestrigen Morgen.


Da auf diesem Platz bereits spätestens um 11 Uhr der Check-Out zu erfolgen hatte, waren wir heute gezwungen, die Schlagzahl beim Rückbau etwas zu erhöhen. Pünktlich, mit vier Minuten Verspätung lenkte der Boss den Boliden vom Platz auf die Straße. Wir wollten heute in die Nähe oder direkt nach Køge, den Wohnort unseres Bekannten Martin fahren. Ihm wollten wir mithilfe unserer Bord-PA die musikalischen Produkte unserer bisherigen Reise präsentieren. In der Hoffnung, dass sie ihm genauso gut gefallen wie uns. Martin ist ein begnadeter Sänger, den ich in einem Track eines dänischen Produzenten „gefunden“ und vor einigen Monaten kontaktiert hatte. Ob unsere Werke jedoch tatsächlich Anklang gefunden haben und ob brasilianische Däninnen richtig gute Burger sowie die obligatorische dänische Remoulade zaubern, werden wir erst morgen ausführen…


Kurz vor Perstorp funkten unsere Gehirne „Hunger“. So the key word was food. Als Food-Coordinator hatte ich ein Zeitfenster von genau 4,3km zur Verfügung, um dem Captain ein zufriedenstellendes Angebot zu präsentieren. Kadir hatte Lust auf asiatisches also typisch schwedisches Essen. Ich kam dem Befehl natürlich nach und so steuerte er den Koloss kurze Zeit später gekonnt direkt vor das JAJAH & AOD RESTAURANG. Im Inneren wurden wir sehr freundlich empfangen und registrierten umgehend, dass wir präzise zum Lunch-Buffet angereist waren. Zack, die Kreditkarte aufgelegt und ab ging es an das kleine, aber sehr feine Buffet. Wir waren begeistert von diesen schwedischen Delikatessen und aßen uns glücklich. Noch größer war unsere Begeisterung als kurz vor 14 Uhr und somit dem Ende der Buffet-Zeit. Es traten drei Männer ein, die sehr sicher auf den vorderen Rängen in der schwedischen BMI-Liga rangieren. Zum Abschluss noch ein kleines Eis, dann setzten wir die Fahrt nach Helsingborg fort.

Der Check-in zur Fähre verlief erneut wie am Schnürchen. Insbesondere auch, weil Kadir dieses Mal vorsorglich aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, um das Ticket zu ergattern. Bei der Einfahrt in die Fähre erkannte man endlich auch die Größe unserer Fuhre, denn endlich durften wir inmitten der Trucks parken.

In Helsingør angekommen, cruisten wir knapp 20km entlang der Küstenstraße und kamen ob der Schönheit dieser Region aus dem Staunen nicht heraus. Gepflegte Grundstücke, wunderschöne Häuser, keine Grafittis und überall Fahrradfahrende - mit Helmen wohlgemerkt. Der Lenker steuerte den Benz gekonnt durch die Außenbezirke Kopenhagens und so kamen wir unserer heutigen Destination immer näher.

Am Yachthafen von Greve stoppte Kadir unser rollendes Zuhause und ich begab mich unverzüglich zum Hafenmeister, um die Formalitäten zu klären. Mein Gespräch mit dem Herrn verlief irgendwo zwischen dänisch und deutsch samt englischen Vokabeln. So kam es, dass ich am Ende nicht wirklich sicher war, was wie genau nun geschehen sollte. Diese Information war natürlich nur so halb nach des Captains Geschmack. Da ich ihn jedoch in den vergangenen Tagen nicht so häufig enttäuscht hatte, bugsierte er unser mattgrünes Vehikel an den von mir genannten Ort. Ich machte mich wieder auf den Weg zum Hafenmeister, so hatte ich es verstanden, um ihm unseren finalen Ort neben diversen Booten zu benennen. Er sagte mir zu, in wenigen Minuten vor Ort zu sein.

Auf dem 67 Sekunden dauernden Rückweg kehrte ich kurzerhand in einem Imbiss ein und fragte nach Bier. Die überaus freundliche Besitzerin entgegnete mir, „you will get, what ever you want“. Okay, die gute Frau machte offenbar so gar keine Gefangenen. Ich wies sie darauf hin, dass ich in erster Linie mit zwei bis vier Bierdosen einverstanden sei. Nebenbei erwähnte sie aber doch nochmal, dass es bei ihr neben Bier auch Whisky sowie Burger und French Fries gäbe. Der Hafenmeister erschien wie versprochen, um uns Strom freizuschalten. Interessant übrigens, dass er meinen 67 Sekunden Fußweg seinerseits mit dem Auto zurücklegte.


Um 18:37 Uhr tauchte Martin vor unserer Hütte auf. Es gab ein großes Hallo, hatten wir uns doch bei unserem Treffen in Hamburg bereits ganz vorzüglich verstanden. Wir entschieden kurzerhand der brasilianischen Dänin und ihren Burgern eine reale Chance zu geben. Nach unserem Abendessen zogen wir uns in unser Musik-Mobil zurück und spielten Martin die Ergebnisse der letzten Tage vor. Wie erwähnt, morgen dazu etwas mehr…


Gegen 23:34 Uhr öffnete der Kapitän noch ein Bierchen, welches wir uns beinahe brüderlich teilten. Ich kümmerte mich anschließend selbstverständlich um meine Mundhygiene. Der Bordkoch übernahm den abendlichen Abwasch mal wieder höchstselbst. Dann warfen wir uns noch ein Küsschen durch die Haupthalle zu und begaben uns in die individuellen Gemächer.


Good night, Greve Marina Hejren

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
2 Tage
Begleitung
Mit Freunden (4)
EntspannendKulinarisch
  • Kärrasands Campingplatz
  • Lunch-Buffet im JAJAH & AOD RESTAURANG
  • Fähre nach Helsingør
  • Ankunft an der Greve Marina
  • Treffen mit Martin
TransitEssenRoadtripStadt
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Antworten (1)

Sigivor etwa 1 Jahr
Ich sage nur, wenn einer eine Reise tut... Gespannt bin ich auf Martins Urteil!

Dänemark
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