Go East - Mit dem Fahrrad zu Ev. Gemeinden in Osteuropa
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11. Tag- 19. Juli: "Streckentag" mit Besuch des Kindercamps in Lanskroun

Relativ zeitig stand ich an diesen Tag auf, denn heute wollte ich endlich mal wieder „Strecke“ machen und mindestens 80km weit in Richtung Olomouc fahren. Unterwegs wollte ich bei der Ev. Gemeinde in Lanskroun auf dem Oberland vorbeischauen. Insgesamt waren auf der Strecke fast 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Bis nach Landskroun ging es fast stetig bergauf, aber nie extrem. Einige Male musste ich wieder das schwere Rad schieben in dieser typischen Mittelbebirgslandschaft (Foto), weil ich mit meiner Beinkraft über den Tag „haushalten“ musste. Mittags kam ich in der Kleinstadt Landskroun an und fand recht bald die Ev. Kirche. Der Pfarrer war da, weil er gerade mit einer Ehrenamtlichen ein Kinder Sommercamp im Pfarrhaus durchführt. Er zeigte seine relativ moderne Kirche. An den Wänden gibt es links und rechts jeweils ein grafisch interessantes Wortspiel mit den Wörtern Gott und Jesus (Fotos). Ich durfte kurz bei dem Kindercamp dabei sein (Foto) und nach weniger als einer Stunde ging es weiter. Es war sehr warm. Aber die meisten Höhenmeter des Tages hatte ich bereits bewältigt und genoss eine fast 25km leichte bergabfahrt nach Zabreh (Hohenstadt) an der Morava (Marsch) - einen längeren Fluss in Tschechien mit einem internationalen Radweg. Kurz vor der Stadt fiel mir ein besonderes großes Wegkreuz auf, bei dem Christus links und rechts von zwei Engeln "begleitet" wird (Foto).  Der Nachmittag wurde richtig heiss und das Radeln war anstrengend und ich kam richtig ins Schwitzen. Ich machte eine Eispause und weiter ging es den Maschradweg in Richtung Olomouc. Dann war der Akku vom Handy alle und ich hatte keine Navigation mehr. Ich radelte etwas nach mein geografischen Sinn neben der dicht befahrenen Hauptstraße und fand zum Glück „McDoof“, wo ich ein paar Prozente das Handy aufladen und dann weiterradeln konnte. Erst kurz vor 21 Uhr fand ich einen schönen Platz zum Zelten direkt an der Marsch. Ich beschloss an diesem Abend nur „kalte Küche“ zu machen und dafür für meinen überhitzten Körper ein erfrischendes Bad in der Marsch zu gönnen.  Eine Wohltat für meinen Körper. Etwas fertig vom Tag kroch in mein Zelt. Ich warf einen Blick auf den Fahrradcomputer, der zeigte für diesen Tag 105km an und schnell fielen mir die Augen zu.

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