52 weeks
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21.4.-25.4. Die Fahrt nach La Paz ist kurz. Hier verbringen wir die nächsten 4 Tage und Nächte. Wir haben uns im günstigsten Hostel der Stadt eingemietet. Es liegt in praktischer Nähe zur Strandpromenade, zum Stadtzentrums mit dem Museum für zeitgenössische Kunst, dem Zentralplatz mit Kirche. Wir verbringen unsere Tage mit dem Auskundschaften des Städtchens, gönnen uns leckeres Essen (von italienischer Pasta bis fleischlichen Grillkünsten). An einem Morgen gehen wir mit Seelöwen tauchen. Etwa eineinhalb Stunden Bootsfahrt entfernt von LaPaz liegt La Isla Espiritu Sancto (Nationalpark) mit kleinen vorgelagerten Inselchen Los islotes. Dort lebt eine Seelöwenkolonie mit zwischen 500-800 Tieren! Vor allem die Jungtiere sind sehr neugierig und verspielt, lieben es sich in den Luftblasen zu kringeln oder fordern einen zu Spielereien auf. Sie sind sooo unglaublich flink, wendig und schnell unter Wasser und dann diese grossen dunklen Augen… Wir geniessen diesen speziellen Moment sehr. Endlich erleben wir auch etwas Folklore in Mexico – darauf haben wir gewartet. Per Zufall laufen wir an eine Freiluftdarbietung von Volkstänzen heran. Es sind vor allem Paartänze, die Frauen tragen wallende Röcke und die rhythmisch gestampften Sequenzen lassen einen entfernt an den Flamenco denken. Ein Souvenir aus der Kolonialisierung Spaniens? Auch der Besuch des Museums für zeitgenössische mexikanische Kunst lohnt sich! Schon das Gebäude ist von der Architektur her höchst spannend: aussen ein weisser Prachtsbau mit Säulen, innen modern gestaltet durch einen Raum der immer neue Ansichtsweisen erschliesst. Die ausgestellten Werke gefallen uns von ihrer Textur her zum Teil sehr. An einem Tag beschliessen wir an die Strände im Norden der Stadt zu fahren um dort ein wenig Strandurlaub zu machen. Die Strände sind wirklich schön und genauso beliebt! Wir geniessen die Zeit am Wasser. Leider hole ich mir einen wüsten Teil-Sonnenbrand – dumm gelaufen!In La Paz erleben wir auch viel „Leerlauf“. Es fühlt sich an, als wären wir müde vom Reisen. Oder aber wir spüren, das Baja ein Reiseziel ist, das in unsere Planung so reingerutscht ist? Oder das wir eigentlich des Tauchens wegen gekommen sind und nun nur wenig wahrnehmen können, weil die Preise so hoch sind? Vielleicht ist es auch einfach die Vorfreude auf die nächsten Ziele, die sich gross anfühlt… Wir lassen es zu, nehmen es ruhig, lesen viel oder ziehen uns Flight of the Conchords rein. Immerhin sieht es so aus, als könnten wir nun doch noch etwas Ballast abwerfen: die internationalen Paketbestimmungen sind in Mexico nicht so streng und das Versenden ist auch nicht so furchtbar teuer. Also beschliessen wir uns von ein paar Kilo Gepäck zu trennen für die letzten 3 Monate. Wir organisieren uns Kartonkisten und erlesen unsere Rucksäcke, was gehen muss/soll und was bleiben kann. 25.4. Da wir um 12:00 das Auto in San José del Gabo zurückbringen müssen fahren wir relativ früh los. Die Fahrt dauert gut 3h und führt uns noch an der Westküste vorbei wobei der Ort Los Barilles einen wunderbaren Eindruck hinterlässt. Zuerst laden wir alles beim Air BnB ab um dannzur Post zu gehen. Wir dürfen unsere Kartonschlachteln nicht verschicken und müssen noch eine neue kaufen gehen. Nur solche ohne Aufdrucke sind erlaubt. Unterdessen bringe ich das Auto zurück und wir treffen uns „daheim“ wieder um gemeinsam den morgigen Antigentest bei einem Laboratorio vor Ort zu reservieren. Wieder daheim sind wir auf dem Internet beschäftigt wobei Amelia plötzlich eine Entdeckung auf ihren „Remindern“ macht: Stimmt es, das wir schon Morgen nach Papeete fliegen? Ich/Wir waren uns sicher dass es der 29. sei und nicht der 26. Ich finde das Bestätigungsmail (unter ca 100 Mails die entweder Flüge, Hotels oder Tauchgänge bestätigen) und wir erschrecken ziemlich als wir merken dass wir wirklich schon morgen fliegen! Am Schluss endet alles halb so schlimm. Zum Glück ist das Auto schon abgegeben. Der AirBnB-Besitzer ist so nett und zahlt uns die zwei überschüssigen Nächte zurück, obwohl er das nicht müsste. Wir geben ihm ein grosses Trinkgeld. Wir fragen die Unterkunft in Moorea an ob wir schon zwei Nächte früher kommen können und siehe da, sie haben Platz! Im Zuge der Aufregung bemerken wir gleich noch einen zweiten Fehler, nämlich den Flug nach Moorea. Den haben wir einen Monat zu spät gebucht. Zum Glück gibt es eine Fähre dorthin und wir schreiben der Fluggesellschaft dass wir nicht auf dem Flieger sein werden. Das Geld ist natürlich flöten. Doch weit gefehlt! Obwohl ich im Mail nur geschrieben habe dass wir einen Monat früher fliegen müssen und uns abgemeldet habe, buchen sie uns auf den 29. April um, ohne Folgekosten. Nur dumm dass wir eben schon am 27. Fliegen müssten, was ich ihnen dann auch schreibe und gleich nochmals eine Umbuchung erhalte. Was für ein Kundenservice der Air Tahiti obwohl wir eigentlich non Refundable Tickets haben. Nachdem alles so gut und so einfach gelöst werden konnte, leisten wir uns ein leckeres Abendessen beim Griechen, en Guete!
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