52 weeks
vakantio.de/einisch-randam

26.4. Um 7:00 schellt der Wecker. Zum Laboratorio ist es nicht weit und wir machen unseren Antigentest ohne Anstehen für nur 50 USD. Den Dirty Chai gibt es auf dem Rückweg. Danach nehmen wir den Bus an den Strand um wenigstens einmal noch zu Surfen. Deswegen sind wir ja ursprünglich nach San José gekommen. Schnell ist ein Brett gemietet und wir wechseln uns alle 20 Minuten ab. Wir können es noch, obwohl es hier etwas schwieriger ist mit den vielen Leuten, dem grösseren Brett und den grossen Pausen zwischen den Sets. Die Session ist leider etwas kurz doch wir haben unseren Plan in die Tat umgesetzt. Mit dem Bus geht’s zurück ins Air BnB duschen und packen. Unser Landlord besorgt uns ein UBER und kurz darauf sind wir am Flughafen. Während der Fahrt mache ich die alles erklärende Entdeckung: Ich finde eine Mail von Kiwi.com das im Titel den Text „Tahiti wartet auf sie“ trägt. Wenn man das Mail aufmacht sieht man die Flugdaten und -Zeiten und diese lauten auf den 29. April!!! Haben wir den Flug doppelt gebucht oder wieso haben wir zwei Flugtermine? Es stellt sich heraus dass das Mail von Kiwi.com automatisch erhalten habe weil wir dort die Buchung begonnen haben und beim Schlusspreis dann entschieden haben den Lfug nicht dort zu buchen. Kiwi.com hat sich das gemerkt und uns am darauffolgenden Tag eine „Erinnerungsmail“ mit oben erwähnten Text gemacht. Als wir dann Baja California planten habe ich versehentlich diese Mail geöffnet und nicht gemerkt dass es nicht der Flug ist den wir gebucht haben, aber genauso aussieht. Zum Glück haben wir gestern als wir die Diskrepanz zwischen Amelias Reminder und unseren Plänen bemerkten nicht diese Mail aufgemacht und gedacht es wäre alles in Ordnung!!! Am Flughafen kaufen wir uns einen zweiten Tonschädel, da es der erste vor 9 Monaten aus Yucatan nicht ganz nach Hause geschafft hat. Da wir in den zweieinhalb Monaten in den Staaten nie in unsere Lieblingsburgerkette Carl`s Junior gegangen sind, holen wir das in der Foodsection nach. Der 2.5h Flug nach LA geht ohne Probleme über die Bühne, danach heisst es 6 Stunden auf den Anschluss warten. Beim einchecken schliessen wir Bekanntschaft mit einem Ehepaar aus den Suburbs von San Francisco. Und wir lernen Calum an einer bezahlbaren Weinbar bei den Gates kennen. Der Australier arbeitet als Reiseleiter und fliegt mal kurz heim. Um Mitternacht startet unser 8h Flug über den Pazifik…

27.4. Um 5:10 landet unser Flug auf Tahiti! Schon der Geruch entzückt uns und macht Lust auf mehr. Leider müssen wir unser Gepäck auf jede einzelne Insel mitschleppen, da der Flughafen seit Covid keine Gepäckaufbewahrung mehr hat. Unser Flug nach Moorea geht erst in 5 Stunden und wir schlafen während dem Warten schier ein, wir sind ja schliesslich schon 25h wach. Wir kaufen uns für 8.50 Fr. 3GB Internet da wir es wohl bei den vielen Hotels, Tauchbasen und Flügen brauchen werden.Die Flugzeit beträgt nur 15 Minuten und wir landen recht wackelig (viel Wind) auf dem kleinen Flughafen. Draussen wartet schon ein Sammeltaxi das uns 25km weit zu unserer Unterkunft am anderen Ende der Insel bringt. Leider hat unser Air BnB keinen Namen und wir suchen vergeblich. Schon macht sich unsere Internetkarte bezahlt und wir können die Besitzerin kontaktieren. Was sie uns zeigt hätten wir uns nie träumen lassen: Wir haben eine ganze Wohnung für uns alleine! Die mehr als hundert Quadratmeter sind top eingerichtet und modern. Für 75.- pro Nacht hätten wir das nie erwartet. Zum Gück haben wir zwei weitere Nächte gebucht und sind nicht wie zuerst geplant auf Tahiti geblieben. Obwohl wir hundemüde sind wollen wir noch an den Strand. Doch leider ist das hier nicht so einfach…Da wir kein Geld dabei haben und uns die Leute sagen dass der öffentliche Strand weit weg ist, machen wir uns nach einem Irrspaziergang unverrichteter Dinge wieder auf den Heimweg. Wir organisieren für morgen noch einen Scooter und gehen einen Grundstock an Essen im Lädeli um die Ecke einkaufen. Um 16:00 fallen uns die Augen zu….

28.4. Nach dem Frühstück machen wir uns auf in den Ort Tiahura. Das sind etwa 25 Minuten Fussmarsch. Wir wollen den Scooter abholen und einmal rund um die Insel düsen, ca. 66 km. Leider gab es ein Missverständnis zwischen mir und dem Vermieter und er hat uns kein Gefährt reserviert… Wir müssen eineinhalb Stunden warten. Also gehen wir in den nahegelegenen Park und schnorcheln eine Runde. Die Wassertemperatur ist herrlich. Die Korallen sind jedoch nicht ganz so farbenfroh wie wir das auch schon gesehen haben. Dafür entdecken wir viele Fische, die wir zum ersten Mal sehen.

Endlich können wir den Scooter in Empfang nehmen und los geht die Fahrt. Wie das Spass macht! Wir sind völlig verzaubert von der Schönheit dieser Insel und geniessen es, dass wir jederzeit anhalten und Fotos machen können. Irgendwo an der Strasse halten wir an und gehen wieder Schnorcheln. Dieses Mal können wir dreimal je eine grosse Schildkröte ausgiebigst beobachten – eine Premiere für mich, ich bin sehr happy. Wir halten an allen öffentliche Stränden der Insel. Das sind nicht gerade viele, die Meisten sind privat, bzw. gehören einem Hotel. Gegen Ende unserer Fahrt geht es noch zum Ausguck La Belvedere hoch, der Blick auf die Insel und die Berge verzückt.

Nach dem wir unser treues Gefährt zurückgebracht haben, kaufen wir noch im Lädeli ein: roher Fisch in Kokosmilch mit Gurke, ein traditionelles Gericht hier in Franz.Polynesien. Wir geniessen unser Abendessen mit einem Bier in unserem schönen und gemütlichen „Zuhause“.

29.4. Heute verbringen wir den ganzen Tag am Strand. Wir haben beschlossen, dass wir den Eintritt beim Hotel Les Tipaniers bezahlen wollen, denn von ihrem Meereszugang aus könnten wir einen Ausflug zu Rochen machen. Mal sehen. Es stellt sich heraus, dass der Eintritt einen Cocktail beinhaltet, somit ist es gar nicht mehr so teuer (ausser, dass sie einen zu Alkohol verführen) ;)

Wir richten es uns auf Liegestühlen gemütlich ein und lesen ausgiebig im Schatten der Palmen. Es ist herrlich. Leider wird es nichts mit den Rochen, der Wind und die Strömung sind so stark, dass wir von dem Unterfangen absehen. Schon das Schnorcheln in der Bucht ist anstrengend und sehen tut man auch nicht viel. Immerhin können wir ausgiebig eine weisse Muräne beobachten.

Nach dem Mittagessen geht es weiter mit dem Lesemarathon. Wir bleiben fast bis zum bitteren Ende, gönnen uns noch den versprochenen Cocktail beim Sonnenuntergang und schlendern danach gemütlich nach Hause. Wir sind beide höchst zufrieden mit dem Verlauf dieses Tages!

30.4. Wir sind schon lange nicht mehr um 4 Uhr aufgestanden… aber heute machen wir das, denn wir wollen Mount Rotui besteigen. Pünktlich um 5 stehen wir dann vorne an der Strasse im Dunkeln und warten auf den Bus. Der fährt 6x pro Tag und siehe da, kurze Zeit später werden wir erfolgreich eingeladen. Die hintere Türe ist offen und wir setzen uns in den kühlen Fahrtwind. Beim Hilton Hotel ausgestiegen, finden wir rasch den richtigen Weg. Mittlerweile ist es 5:30 Uhr und immer noch dunkel, aber unsere Smartphones beleuchten uns den Weg. Von nun an geht es steil bergauf – 899 Meter gilt es zu erklimmen. Das ist an sich ein Klax, aber der Weg ist durchaus respekteinflössend: wir kraxeln auf Gras, Wurzeln, Erde die sich löst und zu beiden Seiten geht es steil den Hang hinunter! Besser nicht ausrutschen… nach 2h30 stehen wir auf dem Gipfel. Alle Strapazen haben sich gelohnt. Der Ausblick ist atemberaubend und wir geniessen unser Gipfelglück in vollen Zügen.

Der Abstieg hat es nicht minder in sich. Verdorrtes Farn hat uns schon beim Aufstieg die Beine übel zerkratzt, jetzt gibt es dasselbe noch einmal – glaubt den Berichten nicht, dass man diese Wanderung in kurzen Hosen machen kann! Glaubt lieber uns… ;)

Mittlerweile ist es sengend heiss. Es fühlt sich an als wären wir in einem türkischen Dampfbad am Wandern. Unterwegs treffen wir 3 Pärchen die alle auf dem Weg zum Gipfel sind. Wir sind froh schon wieder auf dem Weg nach unten zu sein – es ist viel zu heiss. Einige drehen auf halber Strecke um.

Wieder unten wandern wir noch gute 30 Minuten der Strasse entlang, bis uns eine nette Seniorin im Pick up Truck auflädt. Wir sitzen hinten auf der Ladefläche und sie fährt uns bis zum Lädeli neben unserem AirBnB! Wir sind sehr dankbar. Uns dürstet nach einem Süssgetränk – die 3 Liter Wasser verschwanden sehr schnell.

Wir trotten nach Hause und stellen uns unter die Dusche. Danach kaufen wir noch Essen bei unseren Vermietern, da sie Samstags jeweils kochen. Wir lümmeln uns aufs Sofa und beschliessen, dass es für heute gut ist mit Bewegung. Lesen, Film gucken und Tagebuch schreiben soll den Rest unseres Tages bestimmen. Und so ist es!

1.5. Wir stehen um 7:45 vor dem Tor eines geschlossenen Hotels um Einlass durch den Wachmann zu erhalten. Zum Glück ist das andere Paar das auch wartet mit einem Telefon ausgerüstet und kann ihn anrufen. Kurz darauf sind wir auf dem Gelände und finden die Tauchbasis die trotz geschlossenem Hotel operiert. Wir werden ausgerüstet und fahren kurz darauf aus dem Riffgürtel hinaus um Lemonsharks zu sehen. Wir haben Glück und bei beiden Tauchgängen sehen wir eines der grossen rund 3.5m langen Geschöpfe umherschwimmen. Ein Hai schwimmt sogar zwischen meinen Füssen hindurch! Wir sehen viele Schildkröten und haben wohl die beste Sicht die wir je bei einem Tauchgang hatten. Auch die riesigen Korallenwände sind eindrücklich. Da heute Sonntag ist kriegen wir Beignets und viele Kekse zum Tee zwischen den Tauchgängen. Wir ankern neben einem grossen Forschungsschiff in der Bucht, das man für rund 15`000 Dollar die Woche mieten kann. Ohne Besatzung versteht sich.

Am Nachmittag mieten wir uns am Strand ein Kajak um zum Rochenfütterungsplatz zu fahren. Trotz der Strömung schaffen wir es auf die Sandbank und binden unser Kajak an. Wir kriegen von einem einheimischen Guide, der gerade losfährt, eine Fischflosse in die Hand gedrückt und los geht das Abenteuer! Die Rochen sind nicht mehr zu bremsen und nehmen den jeweiligen „Fischträger“ zu dritt in Beschlag. Sie möchten einen am Liebsten gleich mitessen. Sie drücken sich von allen Seiten an dich. Auf die Schultern die Brust und wenn du genug tief im Wasser bist auch auf die Taucherbrille. Zudem hat es rund 10 Whitetipp Riffhaie die uns in zwei Metern Abstand umkreisen. Sehr surreal das Ganze! Voll geflasht gönnen wir uns in der Bar unseren Eintritts-Cocktail bevor wir zufrieden nach Hause trotten.

2.5. Heute klappt der Einlass beim Hotel ohne Warten und wir gehen zum zweiten Mal tauchen. Heute sind etwas mehr Leute an Bord und wir fahren zu einem Tauchplatz der teilweise wegen der Strömung geschlossen ist. Heute ist alles ruhig und wir könne den ersten Tauchgang mit 3 Blacktipshaien teilen. Unterwasser hat es eine Statue mit Korallenhaaren deshalb heisst der Spot auch „Tiki“. Der zweite Tauchspot ist sehr nahe bei der Basis und wir sehen nochmals Schildkröten. Nach dem Tauchen sind wir ziemlich groggy und mache es uns zu Hause bequem und kochen Crevetten mit Ananas und Kokosmilch, ein Festschmaus!

Kommentare

Reiseberichte, die Dich auch interessieren könnten: