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Fort Collins - Boulder und zurück

Veröffentlicht: 05.11.2021

21.10. Amelia holt uns Kaffee während ich auf die Rezeptionistin warte. Die geht nämlich alle Zimmer kontrollieren bevor wir unsere 100 Dollar Depot wieder kriegen…Ich schenke eine unserer Campingmatratzen Obdachlosen bevor wir wieder nach Fort Collins düsen. Wir gehen Britney abholen die uns ins DMV begleiten muss, dass wir sie als Mitinhaberin unseres Autos eintragen können. Noch kurz schnell 250 Dollar abdrücken und endlich haben wir die Verkaufsurkunde (den Title) in den Händen. Zurück bei Brittney‘s Haus warten wir nicht lange bis nur einer der drei Interessenten für Carlito auftaucht. Er ist Schulleiter und willigt nach einer kurzen Inspektion und Probefahrt in den Kauf ein. Er bietet uns 5500 Dollar, da sagen wir natürlich nicht nein. Währenddessen er das Geld in Cash organisiert, unterschreiben wir den Title zum Weiterverkauf und suchen eine Busverbindung nach Boulder wo wir zwei Nächte in einem Hotel reserviert haben. Er kommt gerade noch rechtzeitig damit er uns mit Carlito zum Busbahnhof fahren kann. Dann heisst es Abschied nehmen von unserem zuverlässigen Reisegefährten und ab nach Boulder!

Unterwegs merke ich, dass unser Hotel gar nicht in Boulder liegt und wir mit dem Public Transport nicht hinkommen. Zudem weiss die Busfahrerin nicht, welcher Stopp im Zentrum von Boulder liegt und wir fahren mit ihr bis ins Universitätsgelände, 25 Fussminuten ausserhalb. Die letzten Tage mit dem ganzen auf und ab waren etwas viel für mich und ich schalte in eine Art Standby-Zustand und bin unglücklich. Nachdem wir auf dem Campus Internet gefunden haben, stornieren wir das Hotel ausserhalb Boulders und suchen eines das wir mit unserem Gepäck (60kg) zu Fuss erreichen können. Wir finden ein Kongresshotel das zahlbar ist und checken nach einem anstrengenden Spaziergang ein. Endlich etwas Ruhe nach all dem umherfahren und organisieren! Zum Glück können wir entgegen der Buchungsbestimmungen das andere Hotel kostenlos stornieren. Ein kurzes Bad im hoteleigenen, nur lauwarmen Pool und ein Abendessen beim Thailänder bringen uns auf andere Gedanken. Gute Nacht!

22.10. Boulder ist eine Kleinstadt mit buntem Gewerbe, das Lädelen macht Spass und wir werden auch bei den Brauereien fündig. Znacht gibt’s beim Nepalesen und Filme auf dem Netz.

23.10. Nach dem Frühstück organisieren wir uns ein Taxi das uns zur Busstation des Fort Collins Express bringt. Alle Leute empfehlen uns UBER als günstigste Variante, doch wir können ohne Wohnsitz in den Staaten nicht online buchen und bezahlen. Somit wird’s ein normales Taxi, das schlussendlich mit Trinkgeld weniger kostet als UBER! Der Bus ist pünktlich und wir kommen gegen ein Uhr in Fort Collins an. Ein weiterer langer Fussmarsch zu Brittney`s Wohnung steht uns bevor. Unterwegs sehen wir den wohl längsten Güterzug ever, der mitten durch die Stadt fährt! Wir stellen unser Gepäck vor die Apartmenttüre und machen uns auf Fort Collins zu entdecken. Auch diese Kleinstadt kann einen Nachmittag mit seinem Gewerbe unterhalten. Um 17:30 gehen wir zu Britney und freuen uns auf einen zufriedenen Abend mit den Miezen bei Ihnen zu Hause, da sie bei Taylors Eltern übernachten werden. Leider nehmen sie die zwei Büsis zum Kennenlernen des Familienhundes mit und wir unterhalten uns mit Onlinefilmen bis wir schlafen gehen.

24.10. Lange Schlafen macht Spass und es ist super Wetter für einen Herbstspaziergang. Wir schaffens bis zur Odell Brewery, ein Ort den viele Einwohner an diesem Sonntag aufsuchen. Das Bier schmeckt hervorragend die Speisen vom Foodtruck ebenso. Am späteren Nachmittag treffen wir Britney und Taylor um uns ein wenig aufzubrezeln und ins „Blue Agave“ essen zu gehen. Das Essen ist vorzüglich. Die zwei fahren uns noch zum Hotel und zeigen uns unterwegs die Bushaltestelle die wir morgen ansteuern müssen. Wir hoffen auf ein Wiedersehen und verabschieden uns von unseren Freunden.

25.10. Wir schlafen lange. Nach dem Frühstück packe ich nochmals meinen Rucksack um, damit er dann auch wirklich in die Schutzhülle passt. Um den Mittag nehmen wir den Shuttle zum Denver Flughafen. Das Einchecken verläuft glücklicherweise problemlos und schnell. Jetzt heisst es Zeit tot schlagen – satte 10 Stunden. Wir stellen uns vor, dass wir das eine oder andere Flughafenrestaurant aufsuchen. Dem wird aber nicht so, denn wie wir auf unserer Staatenreise überall angetroffen haben: es fehlt an allen Ecken und Enden an (ausgebildeten) Arbeitskräften. Dies hat zur Folge das die zwei einzigen offenen Restaurants im Flughafen - Denver Airport baut gerade um - um 17:00 Uhr schliessen.

Wir finden glücklicherweise ausserhalb des Hauptgebäudes dann doch noch eines. Den Rest der Zeit lümmeln wir auf den Stühlen herum, hören Hörbuch, lesen. Kurz vor Mitternacht geht unser Flug.

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