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10.2. Bariloche

Amelia macht heute einen PCR Test um herauszufinden ob sie noch positiv ist. Natürlich ist sie das, was uns aber evtl. ein Genesenenzertifikat für sie verschafft. Zudem versuchen wir die Refugios in den Bergen zu reservieren. Leider müssen wir über Bankverbindungen Anzahlungen entrichten, doch die uns bekannten Wege das zu machen bleiben uns verwehrt. Wir warten auf die Rückmeldungen der Refugios die hoffentlich akzeptieren, das wir alles zu 100% vor Ort bezahlen werden. Danach erkunden wir die Umgebung und fahren in einer nicht enden wollenden Blechlawine in Richtung Colonia Suiza. Wir finden Bariloche und Umgebung nicht sehr erquickend und sind vom Übertourismus und den Menschenmassen etwas überfordert. Die Colonia Suiza ist ein Siedlungsort von Wallisern, die vor mehr als hundert Jahren hierher ausgewandert sind. Heute ist es ein Touristenmagnet und ähnelt ein bisschen einem Hippiefreiluftmarkt mit Attraktionen für die Kleinen und Verpflegungsmöglichkeiten.

Zurück in der Stadt geniessen wir ein vegetarisches Riesenplättchen in einer Brauerei bevor wir zurück zum Camping fahren. Gute Nacht!

11.2. Refugio Frey

Endlich geht es heute los mit Wandern! Nach diversen Abklärungen zu unserer Weiterreise und den ausbleibenden Antworten der Refugios, entscheiden wir uns nur für das Refugio Frey. Es hat als einziges ein vernünftige Reservierungssystem und hat uns den Aufenthalt bestätigt. Die anderen Refugios müssen wir schweren Herzens absagen, da wir nicht länger hier in Bariloche auf deren Antworten warten können. Natürlich melden sie sich ca eine Stunde nach unseren Absagen mit den Zusagen, doch wir haben genug von dem ewigen Hin und Her und machen uns schon etwas spät auf den Weg um das Refugio Frey heute noch erreichen zu können. Die Anfahrt dauert fast eine Dreiviertel Stunde wegen dem vielen Verkehr. Villa Catedral, unser Startort, ist vor allem ein Wintersportgebiet. Wir packen unsere Rucksäcke und machen uns auf den 6 km langen Aufsteig von 750Hm. Nach 2.5 Stunden sind wir oben und checken in das munzige Refugio ein. Endlich sind wir wieder in der Natur und könne die Stille geniessen.

Trotzdem schlägt die Stimmung zwischen uns um und wir stehen vor der Entscheidung, einen Teil der Reise alleine fort zu setzen, da wir einander nicht mehr so gut tun wie wir das möchten. Niedergeschlagen gehen wir schlafen. Wie schnell diese Vorstellung ohne unser Zutun doch Wirklichkeit werden könnte, werden wir in zwei Tagen erfahren…

12.1. Die Nacht mit Schnarchlern zu verbringen ist in Refugios Gang und Gäbe, trotzdem sind wir nicht so schlecht erholt. Nach dem Zmorge machen wir uns auf den Weg auf einer Kreisroute zu unserem Auto im Tal zurückzukehren. Die Wanderung eröffnet tolle Ausblicke Richtung Westen in den Nationalpark und dauert rund 2.5 Stunden. Der Weg ins Tal führt durch das brach liegende Skigebiet und wir entscheiden uns anstatt durch Geröllhalden abzusteigen mit dem Sessellift und der Gondelbahn die Rundtour zu beenden. Da man nur unten ein Ticket kriegt fahren wir am Schluss gratis, da uns niemand in der Talstation auffordert eines zu erwerben. ;)

Zurück in Bariloche suchen wir uns ein letztes Mal eine Unterkunft für zwei Tage, da wir noch etwas ausspannen möchten und uns in einem Apartement wohler fühlen als auf dem Camping. Bei der Adresse angekommen (Google Maps hilft einmal mehr nicht) finden wir das Apartment nicht und warten dank dem Telefonat einer Kisokbetreiberin an die Vermieter ca 20min. auf die Übergabe. Der Herr braust mit seinem Auto an und weist uns an ihm zu folgen, da das Apartment gar nicht hier liegt. Etwas verwirrt fahren wir dem Herrn hinterher und landen zu unserer Belustigung 50m von dem Café entfernt wo wir die Buchung abgeschlossen haben. Wir hätten also gar nicht loszufahren brauchen. J Wir quartieren uns ein, warten noch kurz auf den Elektriker der das Kurzschlussproblem der Wohnung löst und gehen am Abend in einen nahegelegenen vorzüglichen Argentinischen Grill essen.

13.1. Bariloche

Wir schlafen aus und gehen nach Bariloche lädelen. Es hat unglaublich viele Schokoladengeschäfte, da hat Bern und Zürich zusammen keine Chance. J Mittlerweile haben wir uns ziemlich mit Bariloche versöhnt und angefreundet. Es hat sogar so etwas wie eine Fussgängerzone und eine kleine Barszene. Heute geht’s in eine Pizzeria und danach nach Hause. Morgen ist der grosse Tag um an die Grenze zu fahren.

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