Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und sitzen um 8:30 Uhr alle im Auto. Unser erstes Ziel ist eine Wanderung zu einem Wasserfall -Mānoa Falls. Schon am Startpunkt wird klar, warum dieses Tal zu den regenreichsten Orten der Insel gehört. Die Luft ist kühl, extrem feucht und erfüllt vom erdigen Duft des Regenwaldes.
Der Pfad zieht sich von Beginn an sanft, aber stetig bergauf. Wer hier wandert, versteht sofort, warum Regisseure diesen Ort für Jurassic Park gewählt haben. Man läuft unter gigantischen Eukalyptusbäumen hindurch und ist umgeben von urzeitlichen Farnen, die so groß wie Sonnenschirme sind. Das absolute Highlight des Weges ist der dichte Bambuswald.
Die größte Herausforderung der Wanderung ist nicht die Steigung, sondern der Untergrund. Der tägliche Regen verwandelt den Pfad stellenweise in eine echte Rutschbahn. Ohne feste Wanderschuhe mit gutem Profil rutscht man hier unweigerlich aus. Leider sind die meisten anderen mit dem falschen Schuhwerk unterwegs. Bei diesem Weg Flipflops zu tragen ist keine gute Idee.
Am Ende des Tals öffnet sich der Wald und gibt den Blick frei auf die Mānoa Falls. 45 Meter stürzt das Wasser hier an einer senkrechten, tiefgrünen Felswand herab. Der Wasserfall ist das Ende des Weges. Wir laufen wieder zurück und sind nach knapp einer Stunde wieder am Parkplatz.
Dann geht es in Richtung Norden. Zunächst halten wir kurz bei der Dole Plantage an. Das ist wie Karls Erdbeerhof nur mit Ananas. Viele Menschen sind hier, die essen, an Führungen teilnehmen oder durchs Labyrinth laufen. Für uns bleibt es bei einem Kurzbesuch, wir schlendern durch die Anlage und sehen wie Ananas abgebaut wird. Die Lebensmittel sind uns zu teuer und auch die Plantagen-Express mit dem Zug ersparen wir uns.
Zum Mittag erreichen wir den North Shore den weltberühmte, legendäre Küstenstreifen im Norden der Insel. Zunächst gibt es für jeden 2 Ei- Wraps. Ich habe sie heute früh selbst gemacht. Eine super Möglichkeit für ein Mittagessen.
Nach der Stärkung ist der erste Stopp der Laniakea Beach. Hier sollen häufig Schildkröten am Strand schlafen. Es ist leider sehr voll und so sind die Schildkröten nur im Wasser. Ich würde bei dem Gewusel auch nicht am Strand schlafen wollen. Wir versuchen sie zu fotografieren, gar nicht so einfach, denn sie tauchen nur kurz auf. Es ist trotzdem aufregend, diese Tiere zu beobachten.
Die hawaiianische Grüne Meeresschildkröte, von den Einheimischen liebevoll Honu genannt, ist ein lebendes Fossil. Sie wird über einen Meter lang, wiegt bis zu 150 Kilogramm und kann weit über 70 Jahre alt werden.
Wir sehen unterschiedliche Exemplare im Wasser. Im Anschluss fahren wir einige Kilometer weiter und wählen den Sharks Cove. Eine Bucht, welche für gute Schnorchelbedingungen bekannt ist. Wir ziehen uns um und nutzen unsere Schnorchelmasken. Zunächst sind wir im flachen Wasser mit vielen Steinen. Wir entdecken viele kleine Fische, vorallem Doktorfische die in Schwärmen unsere Wege kreuzen. Es macht viel Spaß diese Tiere zu beobachten. Nach einer Weile verlassen wir das flache Gezeitenbecken und wechseln in die tiefe Hauptbucht. Hier ist es 2 bis 6 Meter tief und die Farben werden bunter. Das Licht der Sonne bricht sich im klaren Wasser und beleuchtet die bunten Papageifische, die Algen von den Lavasteinen knabbern. Da sehen wir mehrere Schildkröten, die hier auch fressen. Sie schwimmen teilweise zwischen uns. Wir achten darauf nicht dichter als 3 Meter an sie ran zu kommen. Das ist aber gar nicht so einfach, da die Wellen hier stärker sind. Die Vielfalt wie Doktorfische, Papageifische, Seeigel, Seegurke und Korallen beeindrucken uns. Es macht sehr viel Spaß. Es gibt nun zwei Varianten, wir schwimmen um das Riff herum und Klettern dann an den Felsen hoch und wir treiben bzw. schwimmen mit der Strömung zum Strand. Wir nehmen die zweite Variante. Es ist doch ganz schon weit und mir wird zwischendurch übel. Die Maske behindert mich beim Atmen und die Wellen tun ihr übriges. Nach ca. 1 Stunde erreichen wir den Strand. David hat es super mitgemacht, ich hatte zwischendurch Angst, er könnte die Strecke nicht meistern. Nun laufen wir das kurze Stück zum Auto und fahren 3 Kilometer weiter zum Sunset Beach. Dort genießen wir unsere mitgebrachte Ananas und wir gehen Baden im türkischen Wasser. Gegen 16:30 Uhr treten wir den Rückweg an. Hinter der Nordspitze wandelt sich die Umgebung in eine saftig grüne, fast dschungelartige Landschaft. Zur linken Seite glänzt das ruhige, tiefblaue Meer mit vorgelagerten Korallenriffen. Zur rechten Seite ragen die fast senkrechten, tief zerfurchten Klippen der Koʻolau-Berge dramatisch empor. In Kahuku prägen ländliche Farmen und die bekannten Food-Truck-Plätze die Umgebung. Weiter südlich dominiert die monumentale Natur der Kualoa Ranch mit ihren breiten Tälern. Die Kualoa Ranch ist ein 1.600 Hektar großes, privates Naturreservat und eine aktive Rinderfarm. Dort werden viele Touren angeboten, denn hier ist der Schauplatz von Filmen wie Jurassic Park und King Kong etc. Wir halten kurz an, schauen uns die Gebäude an. Im Vorfeld informieren wir uns zu den Touren. Fazit war, die Touren sind zu teuer und es wird zu wenig geboten. Die Natur ist dennoch beeindruckend. Gegen halb 7 erreichen wir unser Apartment. Nun kochen wir schnell unser Abendessen. Ich schlafe erneut gegen 21 Uhr total erschöpft ein. Den Blog schaffe ich wieder nicht. Ich kann aber die Videos der Aktioncam sichern und schneiden.
Auf einen Blick
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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Familie
Stimmung
AbenteuerlichEntspannendKulinarisch
Highlights
Wanderung zu den Mānoa Falls
Schnorcheln bei Sharks Cove
Meeresschildkröten am Laniakea Beach
Halt an der Dole Plantage
kurzer Stopp an der Kualoa Ranch
Ausrüstung
WanderschuheSchnorchelmaske
Themen
NaturStrandEssenTierweltRoadtripAbenteuer
die_labis_on_tourFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (1)
vor etwa 1 Monat
Guten Abend, tolle Videos mit den Schildkröten, sehr sehenswert.
Schön Aufpassen beim Schnorcheln, in Australien habe ich mir einst einen fetten Sonnenbrand geholt.
Viele liebe Grüße und bis bald OMaRe und Frank