Wer früh schlafen geht, ist auch früh wieder wach. So frühstücken wir in Ruhe und laufen dann nochmal zum Waikiki, für ein paar Fotos und Videos. Dann nutzen wir das Auto für die 15 Minuten zum Diamond Head. Das ist ein riesiger, erloschener Vulkankrater. In der Geologie nennt man diese Formation einen Tuffring.
Der Krater entstand vor etwa 300.000 Jahren bei einem einzigen, kurzen, aber extrem heftigen Vulkanausbruch. Als die heiße Magma auf das Meerwasser traf, kam es zu Explosionen, die Asche und feine Partikel in die Luft schleuderten. Diese Partikel setzten sich ab, verfestigten sich und bildeten die heutige Schalenform des Kraters. Auch hier benötigt man eine Reservierung. Wir dürfen damit 2 Stunden parken. Die Wanderung führt steil bergauf. Sie ist mit 2,5 km und 140 Höhenmeter anstrengend aber gut machbar. Der Weg ist gut ausgebaut und zum oberen Teil mit vielen Stufen versehen und auch im Tunnelanlagen, welche früher durch das Militär genutzt wurden. Oben angekommen ist unsere Belohnung ein toller Ausblick auf die Küste und Waikiki. Nach vielen Fotos treten wir den Rückweg an. Es sind viele Menschen unterwegs, trotz der Begrenzung. Es ist einer der beliebtesten Wanderungen auf Oahu. Am Parkplatz genießen wir unser Mittagessen. Es gibt Nudelsalat. Dank unserer Kühlbox ist er kalt geblieben und ein kostengünstiges Mittagessen für 4 Personen. Dort entdecken wir auch ein Paar Magusten. Dazu lesen wir folgendes:
Im Jahr 1883 machten Hawaiis Zuckerrohrbauern einen verhängnisvollen Denkfehler: Sie importierten die kleine indische Manguste, um eine Rattenplage auf den Feldern einzudämmen. Was sie ignorierten: Ratten sind nachtaktiv, Mangusten dagegen tagaktiv. Die beiden Arten begegneten sich in freier Wildbahn fast nie.
Statt Ratten zu jagen, stürzten sich die flinken Raubtiere auf die wehrlose, einheimische Tierwelt, die bis dahin ohne Landsäugetiere gelebt hatte. Die Folgen sind bis heute katastrophal. Mangusten plündern systematisch die Nester seltener, bodennistender Vögel wie der Hawaii-Gans und graben an den Stränden die Gelege bedrohter Meeresschildkröten aus. Krass welche Auswirkungen eine Entscheidung haben kann.
Nun fahren wir zum Nuʻuanu Pali Lookout, welcher einer der spektakulärsten Aussichtspunkte auf Oʻahu ist. Er bietet einen atemberaubenden Panoramablick aus über 300 Metern Höhe auf die steilen Koʻolau-Klippen und die üppige Windward Coast. Der Parkplatz ist kostenpflichtig für unseren 10 minutigen Aufenthalt zahlen wir 7 Dollar. Neben der weiten Aussicht ist der Ort vor allem für seine extrem starken Passatwinde bekannt, die wie ein natürlicher Windkanal durch die Bergkette fegen. Diese spüren wir auch. Es ist wesentlich kälter und der Wind ist kräftig.
Wenige Minuten entfernt befindet sich der Hoʻomaluhia Botanical Garden. Er ist ein 162 Hektar großes tropisches Naturparadies, direkt am Fuße der majestätischen Koʻolau-Berge.
Zunächst fahren wir auf einer Panoramastraße entlang. Die Aussicht ist toll. Links und Rechts stehen Palmen im Hintergrund sind die Berge. Es ist sehr grün mit verschiedenen Pflanzen.
In der Mitte angekommen parken wir und laufen durch den Garten und zum See. Der See wurde im Rahmen eines Hochwasserschutzprogrammes gebildet. Es wurde ein Damm angelegt, welcher das Wasser aus Sturzfluten auffängt. Wir sehen viele eimheimische Pflanzen und Tiere. Es ist schöner Spaziergang und sehr entspannend.
Eigentlich wollen wir noch eine Wanderung machen, aber wir finden keinen Parkplatz. Zudem ist die Begeisterung der Kids nicht vorhanden. Also ziehen wir den letzten Punkt vor und gehen am Kailua Beach baden. Die Wellen sind wieder hoch mit 2 Metern. Wir bleiben vorne und die Kids erfreuen sich. Leider verteilt sich der Sand überall. Das mag ich nicht beim Baden, überall dieser Sand.
Nach einer Stunde geht es langsam zurück. Im Apartment kochen wir Abendessen. Der Jetleg ist noch nicht weg, wir sind müde.
Auf einen Blick
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Dauer
1 Tag
Budget
7 $ pro Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Familie (4)
Stimmung
AbenteuerlichEntspannendFamilienfreundlich
Highlights
Diamond Head Wanderung
Blick auf Waikiki und die Küste
Nuʻuanu Pali Lookout
Hoʻomaluhia Botanical Garden
Kailua Beach
Ausrüstung
AutoKühlbox
Themen
NaturStrandAbenteuerEssen
Kosten
Parken am Nuʻuanu Pali Lookout7 $
die_labis_on_tourFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (3)
vor etwa 1 Monat
Sind die Tiere auf dem Foto echt?
Dass man aber auch soviel im voraus buchen muss, schade, da kommt man spontan gar nicht so weit. Aber du bist ja bestens organisiert.
LG Susi
1
vor etwa 1 Monat
Toll, was Du berichtest zu den Mangusten, ich gebe zu, noch nie von diesen Tieren gehört zu haben. Es ist immer wieder interessant zu lesen, welche Auswirkungen der Eingriff in die Natur haben kann. Berichte weiter so , ich will was lernen.
Tuffkrater hatten wir auch gerade auf Island. Dort verwiesen sie auf Hawaii, was die Einzigartigkeit angeht.
Liebe herzliche Grüße senden OMaRe und Frank
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Anna-Katharinavor etwa 1 Monat
Guten Morgen, ja die Tiere sind echt. Es sind sehr viele Vögel hier zu sehen und die Manguste (Mangoose) sind da auch rumgelaufen.
Die Erfahrungen mit dem Vorreservieren haben ich in vielen Ländern beobachtet. Klar, kann man viele Sachen ohne Reservierung machen, aber die Besonderheiten meistens nicht. Du hättest von unten zum Diamond Head laufen können. Das wären noch ein paar Kilometer mehr gewesen mit noch mehr Höhenmetern. Ich finde es manchmal besser, dass es begrenzt wird, sonst wäre es ein absolutes Choas, da zu viele Menschen sich was ansehen wollen. Das sind die Nachteile vom Massentourismus.
Die Tier- und Pflanzenwelt ist sehr einzigartig und bunt. Es macht lich glücklich, die verschiedenen Arten zu sehen und auch zu erkennen.
Lg Anna