Vergesst die sanften Klänge von Ukulelen zum Aufwachen. Mein Tag auf Hawaii beginnt um genau 05:30 Uhr morgens– mit einem markerschütternden Kikeriki direkt vor unserem Hotelfenster. Und nein, ich schlafe nicht auf einem Bauernhof, sondern mitten im Urlaubsparadies! Ich versuche noch ein wenig länger zu schlafen, aber nach dem gefühlt 30. Kikeriki kann ich einfach nicht länger schlafen.
Wer noch nie hier war, glaubt es kaum, aber Hawaii hat ein echtes, gefiedertes Luxusproblem. Hühner sind hier einfach überall. Sie stolzieren über den Flughafenasphalt, chillen am Strand unter Palmen und picken entspannt die Krümmel im Luxusresort.
Das Griechenland-Phänomen – nur mit Federn
Ihr kennt doch diese typischen Postkarten aus Griechenland, auf denen an jeder Straßenecke, auf jeder weißen Mauer und in jeder Taverne eine Katze sitzt? Jetzt tauscht im Kopf die Katzen gegen Hühner aus – und multipliziert das Ganze mal drei. Genau das ist Hawaii! Es gibt hier gefühlt mehr Hühner als Einwohner. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell daran, beim Autofahren nicht für Hunde, sondern für eine Hühnerfamilie im Gänsemarsch zu bremsen.
Aber wie kamen die Hühner an den Strand?
Das Ganze ist eine ziemlich verrückte Mischung aus Geschichte und Wetter-Chaos: Die Ur-Hühner: Schon vor rund 1.000 Jahren brachten die ersten polynesischen Seefahrer Hühner (sogenannte Moa) in ihren Kanus mit auf die Inseln. Das Hurrikan-Chaos: Im Jahr 1992 fegte der schwere Hurrikan Iniki über die Insel Kauai. Er zerstörte unzählige Hühnerställe. Tausende zahme Haushühner flohen in die Wälder, paarten sich mit den wilden Ur-Hühnern und gründeten eine super-robuste "Super-Hühner-Generation". Keine Feinde: Auf Inseln wie Kauai gibt es einfach keine natürlichen Feinde. Keine Füchse, keine Schlangen und – im Gegensatz zu anderen Inseln – auch keine Mungos, die Jagd auf die Eier machen würden. Die Hühner leben hier sprichwörtlich wie im Paradies.
Heute heißt es wieder alles packen, denn heute verlassen wir Kaua'i. Um 10 Uhr checken wir aus dem Hotel aus und fahren gemütlich zum Flughafen. Der Mietwagen ist schnell abgegeben und der kleine Flughafen von Lihue schnell erkundet. Mit kurzer Verspätung starten wir.
Zeit ein kurzes Fazit zu ziehen:
Kaua'i hat unser Herz im Sturm erobert. Wer eine Insel sucht, die vor satter Natur, tiefem Grün und leuchtend bunten Blumen nur so strotzt, ist hier genau richtig. Der Kosename „Garteninsel“ untertreibt fast – die Vielfalt der Flora ist einfach überwältigend.
Zwei absolute Naturgewalten haben mich besonders sprachlos zurückgelassen: • Der Waimea Canyon: Der „Grand Canyon des Pazifiks“ fasziniert mit seinen tiefen, roten Erdtönen, die im harten Kontrast zum saftigen Grün der Vegetation stehen.Die Nāpali Coast: Die weltberühmte, smaragdgrüne Steilküste bricht dramatisch in den Pazifik ab. Ein Anblick wie aus einem Fantasy-Film! Ein absolute Highlight ist der Rundflug! Große Teile von Kaua'i sind auf dem Landweg komplett unzugänglich. Erst aus der Vogelperspektive entfaltet die Insel ihre volle, magische Pracht. Ihr fliegt ganz nah an versteckten Wasserfällen vorbei und blickt tief in Täler, die kein Mensch je zu Fuß betreten hat.
Nach den unvergesslichen Naturgewalten auf Kaua'i wartet schon das nächste Hawaii-Abenteuer auf uns: Maui! Die „Insel der Täler“ steht für den perfekten Mix aus Traumstränden, legendären Roadtrips und hawaiianischem Lebensgefühl.
Wir können es kaum erwarten, die berühmte Road to Hāna mit ihren unzähligen Kurven und Wasserfällen zu fahren, den Sonnenaufgang über dem Haleakalā-Vulkan zu erleben und einfach in den entspannten Insel-Vibe einzutauchen. Maui, wir kommen – und wir nehmen euch mit!
Auch dieser Flug vergeht schnell, wir fliegen 30 Minuten und überqueren dabei Oahu, Molokai und Lanai. Molokaʻi und Lānaʻi sind die ruhigsten Hauptinseln Hawaiis ohne Massentourismus, die sich komplett ohne Ampeln präsentieren. Während Molokaʻi ganz im Zeichen unberührter Natur und hawaiianischer Traditionen steht, besticht Lānaʻi als exklusive Privatinsel durch eine Mischung aus rauer Mondlandschaft und absolutem Luxus.
Auch am Flughafen Kahului auf Maui verläuft unsere Ankunft reibungslos. Schnell erhalten wir den Mietwagen für die nächste Woche und dann sind Richtung Nordwesten unterwegs. Bevor wir zu unsere Unterkunft fahren, heißt es einkaufen für die nächsten Tage. Wir wählen einen Safeway. Dort kann man als Mitglied ordentlich Geld sparen. Ich gebe dazu jedes Mal eine falsche Telefonnummer an und schon erhalten wir die Rabatte. Beim heutigen Einkauf sparen wir 60 Dollar. Glücklicherweise ist der Weg kurz zum Hotel und so beziehen wir gegen 18 Uhr unserer neues Apartment. Leider ist es nicht so schön, wie auf Kauaʻi, aber dafür billiger. Wir kochen ein schnelles Abendessen und nutzen dann noch den Pool und Hot Tube.
Auf einen Blick
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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Stimmung
Entspannend
Highlights
Flug von Kauaʻi nach Maui
Blick auf die Inseln Oʻahu, Molokaʻi und Lānaʻi
Einkauf bei Safeway mit 60 Dollar Ersparnis
Neues Apartment auf Maui mit Pool und Hot Tub
Themen
TransitNaturRoadtrip
Kosten
Ersparnis beim Einkauf bei Safeway60 $
die_labis_on_tourWie ein Newsletter: jeder neue Beitrag kommt per Mail.
Antworten (2)
vor etwa 1 Monat
Guten Abend, die Hühner Geschichte ist ja toll. Auf Neuseeland gab es auch einen Moa, den Urvogel, den sie durch aufessen ausgerottet haben. Auch diese Tiere kamen von den Polynesiern.
Euch viel Spaß und tolle Erlebnisse.
Liebe Grüße senden OMaRe und Frank
Anna-Katharinavon die_labis_on_tourvor etwa 1 Monat