die_labis_on_tour
die_labis_on_tour
vakantio.de/die_labis_wollen_baeren_sehen
Zuletzt in USA

10. Kauaʻi - Kilauea Bay

Veröffentlicht: 08.07.2026

Attraktion
Ha'ena State Park
Kauaʻi, USA
Strand
Kahili Beach
Kilauea, USA
Attraktion
Mokolea Point
Kilauea, USA
Strand
Kilauea Bay
Kilauea, USA
Strand
Anini Beach
Kilauea, USA
Gut vorbereitet starten wir unsere Tour für den Ha'ena State Park. Vor Wochen buche ich die Tickets für den Park mit Zeitfenstern, welche innerhalb von 30 Sekunden ausgebucht sind. Wir packen Essen und Trinken ein und steht um 9 Uhr am Gate des Parkes. Dort werden wir informiert,  dass es aufgrund starker Regenfälle zu einer Sperrung der Wanderwege führt. Wir wollten hier eine Wanderung von mindestens 6 Kilometer ggf. auch 12 Kilometern machen.
Schade, ich hatte mich auf diese Wanderung an der Napali Coast gefreut. Wir fahren nun 30 Minuten nach Kilauea Bay. Unsere Wanderung zum Mokolea Point startete direkt am idyllischen Kahili Beach. Die Wellen sind hoch und baden hier erscheint und zu gefährlich. An vielen Stränden finden sich Rettungsschwimmer, hier ist keiner zu finden.
Das Besondere an dieser Route: Der Weg beginnt mit einer kleinen Abkühlung. Um auf den eigentlichen Pfad zu gelangen, muss man zuerst die Mündung des Kilauea Stream durchwaten. Bei Ebbe ist das Wasser herrlich erfrischend und reicht etwa  bis zur Hüfte. Zunächst watet Erik durch den Strom. Da David nicht groß genug ist, trägt ihn René rüber. Ich folge den beiden. Die Strömung ist stark und es erfordert einiges Geschick nicht zu fallen. Dies ist nur bei Ebbe und gutem Wetter möglich.
Auf der anderen Flussseite führt ein kurzer Pfad die Böschung hinauf auf das Klippenplateau. Von dort aus folgt man einem gemütlichen, unbefestigten Weg an der Küste entlang. Es ist eine Nistzone für Rotschwanz-Tropikvogel und Bindenfregattvogel. Wir sehen einige Vögel im Schilf nisten. Wir wollen sie nicht stören und ziehen schnell weiter.  Dann erreichen wir das tiefschwarze, erstarrte Lavagestein, welches  das gesamte Bild prägt.
Das Gehen auf diesem Untergrund ist ein echtes Erlebnis, fühlt sich aber auch ein bisschen an wie eine Expedition auf dem Mars. Das Vulkangestein ist extrem uneben, scharfkantig und von bizarren Formationen, Rissen und kleinen Spalten durchzogen. Jeder Schritt verlangt hier Konzentration und Trittsicherheit.
Der Kontrast ist einfach spektakulär: Unter den Füßen die pechschwarze Lava, über einem die majestätischen Seevögel im Aufwind und direkt davor der tiefblaue Pazifik, dessen weiße Gischt unaufhörlich gegen das dunkle Gestein peitscht. Am Ziel angekommen, steht man auf einer riesigen Plattform aus Vulkangestein, in der sich – je nach Jahreszeit und Gezeiten – faszinierende, natürliche Gezeitenpools (Tidepools) gebildet haben. Wir essen hier unser Mittag und blicken auf den Leuchtturm.  Es ist sinnvoll immer das Meer im Blick zu haben, aber es ist Ebbe und das Meer noch weit entfernt. Leider kann man nicht die gesamte Kilauea Bay umrunden, das Lavagestein teilweise aufhört und die Klippen zu hoch sind. Also kehren wir wieder um. Die Kinder baden dann Kilauea Stream und wir warten durch das Wasser.

Nach unserem rauen Küstenabenteuer an der Kilauea Bay stand heute Entspannung und Schnorcheln auf dem Programm. Unser Ziel: der Anini Beach. Im Netz und in vielen Reiseführern wird dieser Strand als die absolute Top-Adresse für Schnorchler auf Kauaʻi angepriesen. Geschützt durch das längste und breiteste Außenriff Hawaiis, versprechen die Berichte eine ruhige, fischreiche Lagune.
Die Realität vor Ort hat uns allerdings ziemlich ernüchtert.
Ja, der Strand selbst ist wunderschön, herrlich ruhig und perfekt zum Entspannen im Schatten der Bäume. Doch sobald man mit Schnorchelmaske ins Wasser gleitet, folgt die Enttäuschung. Schon der Weg hinaus zum Riff war ein echter Kraftakt. Der Wind pfiff uns ordentlich um die Ohren und peitschte das Wasser auf. Dazu kam eine unerwartet starke Strömung, gegen die wir permanent ankämpfen mussten. Es war extrem anstrengend, überhaupt halbwegs in die Nähe des Riffs zu paddeln – von entspanntem Dahintreiben keine Spur.
Als wir es dann erschöpft geschafft hatten, folgte die nächste Ernüchterung: Wo man farbenfrohe Korallengärten erwartet, blickt man leider auf weite Strecken grauer, leblos wirkender und zerstörter Korallenstrukturen. Auch die Unterwasserwelt war wie leergefegt – von den typisch bunten Fischschwärmen Hawaiis fehlte fast jede Spur.
Woran liegt das? Durch das extrem flache Riff heizt sich das Wasser in der Lagune bei Ebbe stark auf, was in den letzten Jahren zu einer massiven Korallenbleiche geführt hat. Zudem wird bei Regen viel Erde von den Klippen ins Wasser gespült, was Algen wachsen lässt und den verbliebenen Korallen das Licht nimmt. Die Fische ziehen sich deshalb weit an die äußere Riffkante zurück. Doch genau dort, wo die Wellen brechen, wird die Strömung eben auch für erfahrene Schwimmer schnell ungemütlich und gefährlich. Wir kehren realiv schnell um, sonnen uns noch und kehren dann zurück zur Unterkunft.  Dort nutzen wir den Pool und spielen gemeinsam Cornhole. Ein Wurfspiel, bei dem gefüllte Säckchen für Punkte auf einer schrägen Plattform oder direkt im Loch landen müssen.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Begleitung
Mit Familie
AbenteuerlichEntspannend
  • Sperrung der Wanderwege im Ha'ena State Park wegen starker Regenfälle
  • Wanderung am Mokolea Point ab Kahili Beach
  • Schnorcheln am Anini Beach
  • Cornhole und Pool an der Unterkunft
Essen und Trinken
NaturStrandAbenteuer
die_labis_on_tourFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (2)

vor 4 Tagen
Oh , das ist aber schade, dass ihr die Korallen nicht in ihrer Pracht sehen konntet und die Fische auch nicht. Höchste Zeit mehr zu tun gehen die Erderwärmung. Liebe Grüße

Anna-Katharinavor 3 Tagen
Das habe ich mich bei. Schnorcheln auch gefragt, welchen Anteil der Zerstörung hat der Mensch und vielleicht auch ich gerade... Lg

USA
Reiseberichte USA