Zunächst packen wir alle unsere Sachen und verlassen Popui gegen 9 Uhr. Wenn man auf Kauai unterwegs ist, stolpert man fast automatisch über die
Wailua Falls. Der knapp 30 Meter hohe Zwillingswasserfall gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Insel und war früher sogar im Intro der Serie
Fantasy Island zu sehen.
Das Schöne an diesem Ort ist, dass man überhaupt keinen Aufwand betreiben muss, um ihn zu sehen. Keine lange Dschungel-Wanderung, keine schlammigen Schuhe. Wir stehen nun am Aussichtspunkt. Früher sind einige den steilen Hang hinunter geklettert und es gab sogar tödliche Unfälle, dies geht nun nicht mehr, alles ist abgesperrt. So spektakulär finden wie dir Wasserfälle nicht. Der Blick von der Seite ist nicht gut genug. Zügig verlassen wir den Platz und fahren in den Norden. Wir erreichen Ha'ena Beach. Es gibt nur wenige Parkplätze und wir müssen ca. 10 Minuten warten bis ein Plätzchen für uns frei wird. Als erstes laufen wir zur Maniniholo Dry Cave.Die Maniniholo Dry Cave ist nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch ein faszinierendes Zeugnis der Erdgeschichte Kauais. Geologisch gesehen handelt es sich hierbei um eine klassische Meereshöhle. Vor Jahrtausenden, als der Meeresspiegel noch deutlich höher lag als heute, schlugen die ungezähmten Wellen des Pazifiks ununterbrochen gegen die Basis der steilen Lavaklippe. Durch diese jahrtausendelange, unaufhörliche Erosion wurde das weichere Vulkangestein Stück für Stück herausgebrochen und weggespült, bis dieser riesige Hohlraum entstand. Als sich das Meer im Laufe der Zeit zurückzog, blieb die Höhle trocken zurück.
Ihre heutige, markante Gestalt verdankt sie jedoch einem viel jüngeren Naturereignis: Einem verheerenden Tsunami im Jahr 1957. Die gewaltigen Flutwellen rollten damals tief in die Höhle hinein und spülten tonnenweise feinen Meersand ins Innere. Dadurch wurde der ursprüngliche Höhlenboden komplett aufgefüllt und begradigt. Wenn man heute durch den sandigen Hohlraum spaziert, läuft man also im Grunde auf einem Stück Meeresboden, das die Natur mitten in den Fels verlagert hat.
Beeindruckend wie tief die Höhle geht. Im Anschluss picknicken wir und ziehen uns danach um für ein Bad im Meer. Direkt am Auto darf man nicht schwimmen, also laufen wir einige Meter weiter und können beim Tunnel Beach unsere Schnorchelmasken anlegen.
Seinen Namen verdankt der Strand einem riesigen, hufeisenförmigen Korallenriff mit unzähligen Unterwassertunneln und Höhlen, die durch alte Lavaströme geformt wurden.
Schon im flachen, inneren Riff schwimmt man wie in einem natürlichen Aquarium zwischen leuchtend gelben Hawaii-Doktorfischen, Meeresschildkröten (Honus) und dem berühmten Staatsfisch Humuhumunukunukuapua'a. Es soll der beste Schnorchelspot in Kauaʻi sein und wir sind begeistert. So viele Fische waren vorher noch nicht zu sehen. Auch eine Honu sehen wir unter Wasser. So schön das Schnorcheln am Tunnels Beach auch ist, es birgt echte Tücken – vor allem im inneren Riffbereich. Das Korallenriff liegt stellenweise extrem flach unter der Wasseroberfläche. Bei niedrigerem Wasserstand oder plötzlichem Wellengang hat man oft nur noch wenige Zentimeter Platz zwischen dem eigenen Bauch und den messerscharfen Felsen.
René und Erik verletzen sich beide am Knie.
Nach dem Strandbesuch schlendern wir duch Hanalei, einer kleinen Stadt.
Es prägen bunt bemalte Holzhäuser, kleine Boutiquen, Shops und Food Trucks das Straßenbild. Wie in jedem Jahr gab es auch an diesem Kindertag wieder unser traditionelles Geschenk für die Jungs: einen Gutschein für ein ganz persönliches Urlaubssouvenir. Die Suche nach dem perfekten Andenken wurde in Hanalei zu einem eigenen kleinen Abenteuer.
Erik entschied sich für eine schöne Kette – ein cooles Schmuckstück und David verliebte sich unsterblich in eine kuschelige Plüsch-Schildkröte. 15:30 Uhr wollen wir unsere neue Unterkunft beziehen, aber leider ist diese noch nicht frei.Der kurze Fußweg führt zunächst durch einen kleinen Wald voller Wurzeln und Schlamm, vorbei an einem kleinen Wasserfall, bis man schließlich auf das raue, schwarze Lava-Plateau an der Küste tritt. Der Kontrast zwischen dem dunklen Vulkangestein, dem tiefblauen Ozean und der weißen Gischt ist atemberaubend.
Das Queen’s Bath selbst ist ein einzigartiges, natürliches Gezeitenbecken (Tide Pool), das direkt in den Lavafels gewaschen wurde. Wenn das Meer absolut ruhig ist, schimmert das Wasser darin smaragdgrün und sieht aus wie ein königlicher Swimmingpool.
Nach einem Moment des ehrfürchtigen Staunens checkten wir die Bedingungen ganz genau: Das Meer war an diesem Tag glücklicherweise absolut ruhig, und die Wellen blieben weit draußen vor der Felskante. Nach kurzem Zögern wagten es die Jungs schließlich: Sie kletterten vorsichtig über die schwarzen Steine und sprangen hinein in das glasklare, smaragdgrüne Wasser. Ich hatte leider keinen Badeanzug dabei uns wollte nicht in Unterwäsche baden. Die Jungs macht es viel Spaß und nach der Erfrischung ist der Weg ganz leicht zurück. Die kurze Strecke zur Hotelanlage ist schnell geschafft und das Zimmer steht endlich bereit. Das Apartment ist groß mit 2 Schlafzimmern und bietet viele Annehmlichkeiten. Wir bereiten schnell unser Abendessen und gehen dann im Hotelpool baden. Es gibt sogar einen Hot-Tube in dem ich und René entspannen können. Wir ließen den Abend ganz in Ruhe auf dem Balkon ausklingen.