Deutschland-Kaukasus 2022 mit dem VW T3
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Tag 07 Türkei mit Einreiseproblemen - Marmara Ereğlisi

So, heute hab ich die türkische Grenze überfahren, hatte leider massive Probleme mit dem türkischen Zoll. Die türkischen Grenzer waren alle sehr nett, die Zöllner "CÜMRÜK" aber unterirdisch...Erstmal können dort alle nur vier fremde Worte: "parking", "open" und "go back"...

Man hat mit bloßen Händen ohne Handschuhe oder ähnliches alle meine Sachen durchwühlt, die Kisten aufgerissen statt aufzuklappen und ausgekippt und den Transporter sichtlich verwüstet. Bei den umstehenden Reisenden lief es ähnlich...

Die für eine Hilfsorganisation im Kaukasus gedachten Defibrillatoren wollte man mir erst wegnehmen, dann sollte ich sie dort einlagern oder zurück nach Griechenland bringen. Es ist offensichtlich verboten, lebensrettende Geräte einzuführen. Auch bestand keine Möglichkeit sie zu verzollen. Nein und fertig...

Die sonstigen sterilen medizinischen Sachen wurden einfach händisch durchwühlt.

Naja, nachdem ich dem dortigen Oberindianer erstmal beim Essen zusehen durfte ging es also zurück nach Griechenland. Dort habe ich die Defis per Post an eine Kontaktadresse zur Aufbewahrung bzw. weiteren Verwendung verschickt. Jetzt weiß ich gleich wieder, warum ich Paketband mitgenommen habe.

Dann ging es wieder zurück an die Grenze. Diesmal kam ein anderer Zöllner, zerwühlte wieder alles und fing wieder an mich zu drangsalieren.

Sein besonderes Begehr entwickelten die für kaukasische Kinder mitgeführten Spielsachen, insbesondere die Seifenblasenbüchsen hatten es ihm angetan, wobei dann gleich mal eine in seiner Hand verschwand. Er merkte, dass ich es mitbekommen hatte und sagte mir unverhohlen, dass er für seine Kinder und die seiner Kollegen welche haben möchte. Was soll ich machen? Nein sagen und er drangsaliert mich weiter? Oder darauf hoffen, dass viele übrig bleiben und ich sag einfach nix.

Naja, er war dann mit solchen Büchsen und Luftballons zufrieden. Nebenher dachte ich mir, dass deren Kinder vielleicht von der seifigen Flüssigkeit etwas versehentlich verschütten und jemand in grüner Uniform darauf ausrutschen könnte...

Naja, ich durfte dann tatsächlich weiterreisen. Ärgerlich natürlich, dass die Defibrillatoren weg sind, hätten im Kaukasus viele Leben retten können.

Die türkische Landschaft ist schön und vielseitig, ich habe es trotz der Zollaktion noch bis kurz vor Istanbul geschafft.

Unterwegs traf ich Harley, ein 27jähriger Tramper aus den USA, wir reisen jetzt mal für paar Tage zusammen...

Übernachten werden wir heute im Hotel Safir in Marmara Ereğlisi bei Tekirdag.

255 Kilometer sind es heute noch geworden.

Türkei

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