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Chiclayo - Chachapoyas - Tarapoto

Veröffentlicht: 13.09.2018

Mit dem Bus von Màncora nach Chiclayo. In Chiclayo hatten wir in der selben Nacht ein Hostel gebucht, da wir um 3:45 Uhr ankommen sollten. Da der Bus aber Verspätung hatte und über eine Stunde später erst losfuhr, kamen wir natürlich nicht pünktlich an. Das Hostel in Chiclayo war ein großes Zimmer in einem Haus mit mehreren Wohnung. Der Besitzer hatte nur dieses eine Zimmer zu vermieten. Es war sehr geräumig mit einem sauberen Badezimmer. Chiclayo war nur ein Ort zum überbrücken, da es keine direkte Verbindung von Màncora nach Chachapoyas gab, sodass wir am Abend mit dem Bus weiterfuhren und nur einen Tag in Chiclayo verbrachten. Wir finden es war eine sehr gute Entscheidung, da Chiclayo wirklich uninteressant und seltsam ist.

Angekommen in Chachapoyas: Total müde kamen wir morgens um 6:00 Uhr in Chachapoyas an und checkten in unser Hostel ein. Diesmal hatten wir ein Doppelzimmer, da es nur 5€ pro Person kostete. Am ersten Tag gingen wir auf den Bauernmarkt und kauften frischen Obst, sowie Nudel mit Tomaten, da wir in der Küche etwas kochen wollten. Wir brachten unsere dreckige Wäsche endlich zur Lavanderia und buchten zwei Touren.

Am nächste Tag klopfte um 6:00 Uhr morgens jemand an unserer Tür: „Ladys eure Tour nach Kuelap beginnt“. Wir natürlich völlig panisch aufgestanden, da wir davon ausgegangen sind, dass wir um 6:30 Uhr abgeholt werden. Als wir dann im Bus saßen und uns in einer Liste eintrugen, sahen wir, dass 10 von 14 Leute ungefähr 65 Jahre alt waren. Wir fuhren mit dem Bus in ein kleines Dörfchen, in dem man frühstücken konnte. Dort warteten wir bis ca 9:30 Uhr, da unser Ticket für die Gondel erst für um 9:45 Uhr galt. Alles ging unglaublich langsam voran, da die älteren Menschen aufs Klo mussten und sich ständig etwas zu essen kaufen mussten. Auch nachdem wir mit der Gondel nach oben gefahren sind, dauerte es ewig bis mir endlich mit unserer Führung anfingen, welche dummerweise auf spanisch war. Die Tour war für uns ein völliger Reinfall und Geldverschwendung. Kuelap ist mittlerweile total von Bäumen bewachsen, ebenso nervte die Warterei unglaublich! Nachdem Mittagessen mussten wir dann auch noch 2 Stunden in einem kleinen eigentlich abgeranzten Dörfchen warten, da die Straße gesperrt war. Ich war ziemlich enttäuscht, da ich mir ziemlich viel erhoffte hatte, da Kuelap eigentlich ziemlich interessant ist.

Kuelap ist älter und höher als Machu Picchu. Die Stadt wurde von den Präinkas gebaut und entstand ca um 700 nach Christus. Früher standen hier ca. 300 Häuser und es lebten 2000 Menschen da oben. Die Häuser wurden alle rund gebaut und waren bis zu 7 Meter hoch und sind bisher kaum restauriert worden. Erst 2012 wurden die letzten Ausgrabungs- und Forschungsarbeiten gestoppt.

Gestern machten wir eine Tour zum Gocta Wasserfall, welcher 2002 erstmals entdeckt wurde und 2007 vermessen. Er beträgt 771 Meter und ist somit einer der höchsten Wasserfälle der Welt. Als wir zum Collectivo kamen, saßen ausgerechnet sechs 65-jährige Frauen vom Vortrag im Bus, welche uns aber ganz aufgeregt zuwinkten. Zwei von sechs liefen genau einen Kilometer und kehrten wieder um, da es zu anstrengend war. Zwei von sechs nahmen ein Pferd und zwei von sechs liefen. Diesmal mussten wir aber nicht auf alle warten, sondern konnten ganz frei zum Wasserfall laufen. So mussten wir 5 km bergauf und bergab zum Wasserfall laufen und auch wieder zurück. Wir befanden uns nachdem Hinweg direkt unterhalb des Wasserfalls und hatten einen Blick auf 540 Meter Wasserfall. Da der Wasserfall aus zwei Ebenen besteht, konnte man die obere Hälfte nur von der Entfernung sehen. Trotzdem war es unglaublich beeindruckend wie das Wasser ganz leicht hinunter fiel. Das Wasserbecken/ die Lagune ist ungefähr 8 Meter tief. Unser Guide hat uns einen ganz merkwürdige Legende, die tausende Jahre alt sein soll zu dem Wasserfall erzählt. Der Witz allerdings ist, dass es eine Jahrtausend alte Legende gibt, der Wasserfall aber erst 2002 entdeckt wurde 😄.

Am Abend ging es mit dem Bus nach Tarapoto. Die Fahrt war schrecklich. Es gab nur ein einziges Busunternehmen, dass nach Tarapoto fährt, welches wir nicht kannten. Der Bus war gefühlt schon 80 Jahre alt. Im Bus über der Tür zum Fahrer befand sich ein Spruch „ Solo dios con su poder“ übersetzt „allein Gott mit seinem Können“ , was damit gemeint ist, will ich lieber dann doch nicht wisse 😂. Wir fuhren ca 8 Stunden. In dem Bus befand sich kein Klo. Die Sitze waren steinhart und es war wirklich eng, allerdings positiv war, dass man die Fenster aufmachen konnte.

Heute werden wir nochmal 2 Stunden weiterfahren nach Yurimaguas. Wie es dann weitergeht und wie wir dort hinkommen, müssen wir aber noch herausfinden.

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