Pulau Unauna
Der erste Tagesausflug hat mich zusammen mit Renata, David und Roland nach Pulau Unauna geführt. Unauna ist eine fast kreisrunde Insel und die nordwestlichste der Togian...


Veröffentlicht: 15.10.2024

















Beim zweiten Tagesausflug mit Waldemar, Ali und Fifi standen zwei Schnorchelspots, Pulau Papan und der Quallensee auf dem Plan. Schnorchelspot Nummer 1 war ein Korallenriff, das wirklich toll aussah. Unglaublich viele Weich- und Steinkorallen, viele Fische und eine Sichtweite von ca. 30m. Die Stunde, die wir dort zum Schnorcheln hatten, ging vorbei wie im Flug.
Schnorchelspot Nummer 2 - Karina Beach - war leider nicht ganz so schön. Von Weitem war es ein wirklich idyllischer Strand, aber je näher wir mit dem Boot kamen, desto mehr Müll habe ich im Gebüsch entdeckt und leider muss man vom Strand aus auch erst ein ganzes Stück hinausschwimmen, bis man den Müll im Wasser hinter sich gelassen hat. Aber das ist eben das große Problem (bzw. eines von mehreren): es wird jeden Tag ein Haufen Müll angeschwemmt und wenn der Strandabschnitt zu keiner Unterkunft gehört, wird er eben auch nicht (mehrmals) täglich gereinigt.
Pulau Papan ist eines von vielen Dörfern der Bajau People. Diese sind eine indigene Ethnie in Südostasien und zählen wegen ihrer traditionellen Lebensweise in Booten eigentlich zu den Seenomaden. Die Anzahl der zur See geborenen und dort lebenden Bajau nimmt aber immer weiter ab. Die meiste Zeit in ihrer Geschichte haben sie ihren Lebensunterhalt mit Handel und Fischerei bestritten. Dabei kam ihnen sicher zugute, dass sie genetisch bedingt länger die Luft anhalten und unter Wasser sogar besser sehen können.
Die Häuser des Dorfes Pulau Papan stehen teilweise auf Stelzen im Wasser und teilweise auf der kleinen Insel Papan vor Malenge. Der Ausblick auf etliche andere Inseln und das glasklare Wasser ist malerisch. Wenn man vom Bootsanlegesteg ins Dorf läuft, sieht man links und rechts Korallen, Fische, Seesterne,... Wirklich paradiesisch! Leider sammelt sich mittlerweile an den Stelzenhäusern im Wasser auch der Müll und dort ist das Wasser eher schwarz.
Seit einigen Jahren hat Pulau Papan einen ca. 1km langen Steg, der den Ort mit der Insel Malenge verbindet. Über diesen Steg gelangen die Bajau-Kinder selbständig zur Schule und wieder nach Hause. Ansonsten merkt man aber auch, dass der Ort mittlerweile auf Besucherinnen und Besucher eingestellt ist: es gibt etliche kleine Läden und von den Kindern wird man nach Schulmaterialien gefragt. Aber das ist allemal besser als die meisten anderen indonesischen Kinder, die mir ganz ungeniert "Give me money!" zugerufen haben.
Der Quallensee auf Pulau Katupat ist ein natürlicher Salzwassersee, der durch einen Vulkanausbruch oder Erdrutsch vor tausenden von Jahren vom Meer getrennt wurde. Dabei wurden auch einige Quallen vom Meer getrennt und da sie keine natürlichen Fressfeinde mehr hatten, brauchten sie ihre Nesseln auch nicht mehr. Diese haben sich mit der Zeit so weit zurückgebildet, dass sie nicht mehr brennen, wenn man sie berührt. Man kann also bedenkenlos im See mit ihnen baden.
Ich hatte ehrlicherweise keine allzu großen Erwartungen in den Quallensee gesetzt. Einerseits sind die Googlebilder nicht so spektakulär, wie der Reiseführer den See beschreibt. Andererseits hatten im Vorfeld schon einige Leute erzählt, dass man kaum Quallen sieht.
Wahrscheinlich war ich wegen meiner geringen Erwartungen so geflasht, als ich in den See gesprungen bin. Überall waren diese durchsichtigen Quallen und manchmal ist auch eine größere Qualle an mir vorbei geschwommen. So viele Quallen auf einem Haufen hatte ich vorher noch nie gesehen und obwohl ich manchmal aus Versehen welche berührt habe, blieb das bekannte, brennende Gefühl aus. Unglaublich!
