Veröffentlicht: 12.03.2017
Auf das Belly Up stießen wir eher zufällig, nachdem wir die Parade verlassen hatten und auf der Suche nach einem Restaurant durch die Straßen schlenderten.
Das Belly Up ist sehr amerikanisch eingerichtet: Amiflaggen, diverse Fernseher und gemütliche Sitzecken. Es lädt also durchaus zum Verweilen ein.
Der Service war super freundlich und nahm mich aufs Korn, weil ich mir, im Gegensatz zu Steffi, kein Bier, sondern nur einen Cranberrysaft bestellte.
Anders als tags zuvor im Weber Grill Restaurant wählten wir dieses Mal auch je einen Starter aus: Onionrings und Chicken Wings. Als Hauptgericht orderten wir je eine Combo bestehend aus einem Quarter Slab Ribs und Pulled Pork. Neben Coleslaw und Cornbread, die als Beilagen feststanden, konnten wir uns noch eine zusätzlich wünschen. Steffi nahm die Fries, ich den Potato Salad.
Auf dem Tisch selbst standen 4 verschiedene BBQ Saucen zur Verfügung, ein sehr angenehmer Service.
Die Starter wurden umgehend serviert und wussten durch ihren Geschmack zu überzeugen. Von den 4 BBQ Saucen tat sich hierbei vor allem die hausgemachte Belly Up Sauce hervor.
Dann kamen sie, die Hauptgerichte, und die erste Frage, die sich uns stellte war: WER soll das alles essen?
An den Ribs, die dry serviert wurden, haftete sehr viel Fleisch. Es schmeckte uns köstlich, genau wie das Pulled Pork. Auch die Beilagen waren sehr schmackhaft. Steffi schwärmte von den Fries als die Besten, die sie bisher gegessen habe. Selbst das Maisbrot schmeckte uns beidenicht richtig gut. Beherzt griffen wir wieder mit den Fingern zu mit dem Bewußtsein, gegen diesen Futterberg nur als 2. Sieger enden zu können.
Die Völlerei neigte sich dem Ende entgegen, als Steffi in einem kurzen Gespräch mit der Bedienung erwähnte, dass ich ein großer BBQ Fan sei. Umgehend rief sie den Inhaber zu sich und erklärte ihm die Situation, woraufhin dieser mich einlud, einen Blick in seine Küche zu werfen. WOW!
Er erklärte mir, dass die Ribs 24 Stunden in einer Gewürzmischung eingelegt werden. Beim Smokevorgang, der hier auf dem Gasgrill nur 3 Stunden dauert, werden die Ribs nicht mit einer BBQ Sauce eingepinselt, damit der Gast später selbst entscheiden kann, welche Sauce er nehmen möchte. Aufgrund dieser Art der Zubereitung werden die Ribs "Dry Ribs" genannt.
Dann stand ich vor seinem "Baby", wie er es nannte: Einem imposanten Gasgrill. Geräuchert wird übrigens mit 80% Eichenholz und 20% Hickoryholz, zum Dämpfen nutzt er Apfelcidre. Das Pulled Pork wurde im Übrigen 12 Stunden gesmoked.
Ich bedankte mich für den Einblick und verließ glücklich die Küche. Leider hatte ich vergessen, sowohl von Außen als auch von der Inneneinrichtung ein Foto zu machen...Daher gibt es dieses Mal lediglich Fotos von unserem Essen.
Fazit: Ein Inhaber, der mit Leidenschaft bei der Sache ist, super Personal, nettes Ambiente und riesige Portionen, die selbst das Weber Grill Restaurant in den Schatten stellten. Wir hatten am Belly Up nichts auszusetzen! Zudem ist es sehr günstig!
Glücklich und vollgefuttert verließen wir das Belly Up, unseren Zufallstreffer, wieder.