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A Barbecue a day keep the Veggies away XD

A Barbecue a day keep the Veggies away XD

Herzlich Willkommen zur dritten Wwoofing Station. Vom 19. bis zum 28. November verbrachten wir unsere Zeit mit einer weiteren jungen Familie. Die Busfahrt startete in Kaitaia und führte uns nun zurück Richtung Auckland. Nach vier Stunden erreichten wir unser Ziel Warkworth. Die kleine Stadt liegt ca. eine Stunde nördlich von Auckland und war unser Treffpunkt mit Herrn C.-J. Ein wenig Zeit mussten wir in der Stadt noch überbrücken, aber die zahlreichen "OP-Shops" bieten immer ein gutes Gespräch und eine Möglichkeit sich abzulenken. OP steht für opportunity also Gelegenheit und ist mit dem Verständnis von Second Hand Shops gleichzusetzen. Wir kauften zwei Hemden und ein schönes Topp für Caro. Alle drei Teile in bestem Zustand, fast wie neu, gut verarbeitet und zusammen nur 10 NZ $, ein richtiger Schnapper :) .

Anschließend trafen wir uns am vereinbarten Treffpunkt und fuhren gemeinsam zum Anwesen. Der erste Eindruck war total klasse. Ein ganz lockeres Gespräch. Der Austausch klappte bestens, es macht richtig Spaß. Doch es sollte noch besser werden...


Wir fuhren auf den Hof und sofort wurde uns klar, hier wird es uns sehr gefallen. Das Grundstück war wie immer sehr groß. In diesem Fall aber auch das Haus. Zu allem Überfluss war unsere Unterkunft ganz privat in einem kleinen eigenen Häuschen. Dort gab es eine Küche im Wohnzimmer, mit Couch und Esstisch, ein Schlafzimmer, ein kleines Bad mit Dusche und sogar eine kleine erhöhte Terrasse direkt zur Weide.


Nach einem kurzem Ankommen lernten wir uns besser kennen und Herr C.-J. zeigte uns das Grundstück und erklärte grob die geplanten Aufgaben. Die Arbeit in diesen Tagen war sehr variabel und somit interessant. Natürlich hatten wir wieder eine Menge Gartenarbeit vor uns, aber auch die Haushaltspflege nahm einen großen Teil ein. So sollten wir beispielsweise die großen Fenster im Obergeschoss säubern, was sich als komplexer herausstellte als zunächst erwartet. Zunächst wollte Tim diese Aufgabe alleine übernehmen, aber die Konstruktion erlaubte es nicht die äußere Seite der Fenster von innen zu reinigen. Also musste jemand durch das schmale, kippbare seitliche Fenster aufs Dach. Eine schmale Taille und weniger Gewicht für das Dach waren hier gefragt...

Außerdem sollten der Zaun und alle mit Holz verkleideten Böden neu gestrichen werden. Dies nahm sicher den größten Teil der Arbeit ein. Der Zaun war aufwendig und hatte viele versteckte Winkel. Die Wege mussten zunächst mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet werden und konnten nach dem trocknen gestrichen werden. Leider haben wir keine Bilder zum vorher/nachher Vergleich, aber es war wirklich ein super Gefühl am Ende der Tage die Fortschritte und letztendlich die Ergebnisse zu sehen.


Das galt besonders für Tims bisherige Lieblingsarbeit. An den beiden letzten Tagen durfte er einen ganzen Container mit rostigem Altmetall, alten Stoffen und Teppichen und einem echt großen Haufen Garten und Pflanzenresten beladen. Diese Schufterei trieb ihn teilweise fast zur Weißglut (Da ich diese Aufgabe alleine auf der anderen Seite des Hauses durchführte gibt es leider keine Aufnahmen vom Fluchen oder mutwilligen Zerschlagen von Ästen, enttäuschtem Wegschmeißen der Werkzeuge, herumspringen im Container oder dem breiten Siegesgrinsen als der dämliche Scheißhaufen endlich verladen war).

Als wirkliche Belohnung all dessen sahen wir unsere freien Momente. So hatten wir das komplette Wochenende "day off". Das bedeutete, zweimal komplett ausschlafen, zwei Tage tun und lassen was wir mochten und trotzdem immer ein warmes Abendessen gemacht bekommen. Zwei Tage wie bei Muttern ;) (das Wetter spielte nicht ganz mit, können euch die Serie "Sneaky Pete" empfehlen, sehr lustig und spannend, Amazon Prime).

Und dieses entspannte Wochenende konnten wir zur Ablenkung auch dringend gebrauchen. Denn wie es immer so ist im Leben trifft es einen gerade dann, wenn man aber mal absolut nicht damit rechnet. Am Mittwoch wollten wir unsere weitere Reiseplanung vorantreiben. Dabei versuchten wir ein Airbnb zu buchen. Wie bereits zuvor wollten wir auch diesmal mit Kreditkarte online bezahlen. Vergebens, beide Karten zeigten keinen Erfolg. Wir dachten uns zunächst nichts schlimmes und vermuteten vielleicht einen Fehler oder eine Unregelmäßigkeit auf der Seite von Airbnb. Donnerstag Abend das gleiche Spiel. Zunächst buchten wir die Unterkunft mit einer Sofortüberweisung vom Deutschen Konto. Dann kam Tim mal auf die Idee die Kreditkarten zu prüfen... BATSCH wir loggten uns beide im Onlinebanking der DKB ein und waren sehr erschrocken. Caros Karte wurde zwar noch angezeigt, allerdings im Minus und Tims Karte war einfach verschwunden. Das Kreditkonto wurde einschließlich Geldbetrag nicht angezeigt. Nach zahlreichen erneuten versuchen wurde schnell klar hier stinkt etwas ganz gewaltig. Aber es wurde nicht besser. Es gelang uns nicht Kontakt zur DKB herzustellen. Unsere deutschen Nummern hatten wir bereits aufgegeben und mit der neuseeländischen Pre Paid Karte, die wir uns zugelegt hatten, war es nicht möglich kostenpflichtig ins Ausland zu telefonieren. Jetzt musste erstmal ein Weg gefunden werden den Kontakt herzustellen. Die Zeitverschiebung half dabei auch nur bedingt. Caro nahm Kontakt mit Lena auf, ihrer ehemaligen Mitbewohnerin aus Bamberg, welche sofort sehr hilfsbereit und tatkräftig zur Seite stand. An zwei aufeinander folgenden Tagen stellte Lena uns eine Verbindung mit der Service Hotline der DKB her. Mit zwei Handy`s wurde gleichzeitig ein Whatsapp Telefonat und ein deutsches Inlandsgespräch aufgebaut. Via Lautsprächer und Einweisung der lieben Lena gelang die Kommunikation. Es stellte sich heraus unsere Karten wurden sicherheitshalber aufgrund eines Datenmissbrauchs gesperrt. Glücklicherweise war das Geld in voller Summe eingefroren. Doch das Problem, wir brauchten neue Karten. Klingt nicht lustig, ist es auch nicht. Und nun in Kürze: 

- Karten wurden automatisch an alte Adresse versandt, 7 - 10 Tage

- Weiterleitung mit Nachsendeauftrag zu Tims Papa + 1 Tag

- Versand der Karten in ein Büro nach Auckland + min. 7 Tage

- Kontaktaufnahme bei Briefankunft + 1 Tag

- Versand nach Absprache an einen Ort auf der Südinsel, von dem wir jetzt selbst noch keinen blassen schimmer haben + 2 Tage

Also mindestens drei Wochen wird es in Anspruch nehmen, falls keine weiteren Komplikationen hinzu kommen *puh* . Wie immer sollte Vattern Fleischmann Recht behalten, denn das Bargeld, welches er noch schnell am Airport Frankfurt tauschte, ist nun unsere Lebensversicherung. Wir halten euch in der Sache auf dem laufenden.

Trotz alledem hatten wir eine traumhafte Zeit. Gute Gespräche, viel herzhaftes Lachen, tägliches Grillen, fantastisches Essen und das ein oder andere Kaltgetränk in Form von Rosé oder Bier. Wir fühlten uns äußerst wohl, geborgen und herzlichst willkommen.

Nochmals betonen möchten wir unseren besonderen Dank an die liebe Lena, die uns so tatkräftig unterstützt und geholfen hat.

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