Ein Kaffeenerd und ich in Asien
Ein Kaffeenerd und ich in Asien
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Vom Kaiser zu Pokémon – Tokio in allen Facetten

Veröffentlicht: 07.01.2026

Heute startete der Tag mit einem Besuch am Kaiserpalast in Tokio. Dort nahmen wir an einer geführten Tour teil (die allererste im neuen Jahr), bei der wir einige spannende Hintergrundinfos zum Palastgelände bekamen. Unter anderem erfuhren wir, dass die markanten grünen Dächer einiger Gebäude – genauso wie beim Osaka Castle – aus Kupfer bestehen. Durch die Oxidation über viele Jahre entsteht diese typische grünliche Farbe.

Ein Regierungsgebäude im Kaiserpalast mit Dach aus Kupfer

Allzu viel vom eigentlichen Palast bekamen wir zwar nicht zu sehen, da große Teile der Anlage nicht öffentlich zugänglich sind, aber immerhin konnten wir einige Gebäude besichtigen, von denen ein paar auch stark von westlicher Architektur beeinflusst sind. Außerdem hatten wir einen schönen Blick auf Teile der alten Befestigungsanlagen und Wachtürme. Besonders interessant war auch ein Gebäude, von dessen Balkon aus der Kaiser jedes Jahr zu Neujahr die Bevölkerung begrüßt – die sogenannte Chōwaden-Halle.

Die Chōwaden-Halle

Nach der Tour wollten wir eigentlich direkt in den angrenzenden Ostgarten des Kaiserpalasts. Als wir allerdings sahen, dass offenbar fast alle Teilnehmenden der Führung dieselbe Idee hatten, entschieden wir uns spontan um. Stattdessen ging es erst einmal in Richtung Nerdkultur.

Eingang ins Pokémon Center

Unser Ziel war ein nahegelegenes Pokémon Center. Diese offiziellen Pokémon-Shops gibt es in ganz Japan, und sie sind eine Mischung aus Fanparadies und Merchandise-Himmel: Plüschtiere, Sammelkarten, Kleidung, Haushaltsgegenstände – alles im Pokémon-Design. Selbst wenn man nichts kaufen will, ist es schwer, nicht zumindest kurz hängen zu bleiben. Außerdem ist es eine kleine Nostalgiereise zurück in die Zeit, als wir vor fast 30 Jahren als Kinder unser erstes Pokémon-Spiel gespielt haben.

Hier gibt es Unmengen an Plüschtieren aller möglichen Pokémon

Danach trennten sich unsere Wege für eine Weile. Der Kaffeenerd machte sich auf den Weg zum Mittagessen – mit Fokus auf Meeresfrüchte, die er sehr liebt, während sie für mich eher optional sind. Ich hingegen zog wie ursprünglich geplant alleine in die Ostgärten des Kaiserpalasts.

In den Gärten des Kaiserpalasts

Dort ging es deutlich ruhiger zu. Die weitläufigen Gartenanlagen, alten Mauern, Wassergräben und gepflegten Wege bilden einen spannenden Kontrast zur sonst so dichten Stadt. Ein sehr entspannter Spaziergang mitten in Tokio.

Idyllisch und ruhig hier

Später trafen wir uns an einem Ort wieder, den wir schon von unserem ersten Tag in Tokio kannten: dem Tokyo Metropolitan Government Building.

Hier waren wir schon einmal: am Tokio Metropolitan Gouvernement Building

Beim ersten Besuch hatten wir den Plan, auf die Aussichtsplattform zu fahren, diesen aber wegen der langen Wartezeit verworfen. Heute wurde das nachgeholt – und es hat sich gelohnt. Von oben hatten wir einen großartigen Blick über Tokio, und tatsächlich konnte man am Horizont sogar den Mount Fuji erkennen. Zwar nur klein und eher schemenhaft, aber eindeutig da.

Tokios Skyline, inkl. Mount Fuji ganz klein am Horizont

Der Sonnenuntergang von dort oben war schon für sich ein Highlight, und sobald es dunkel wurde, verwandelte sich die Stadt unter uns in ein endloses Meer aus Lichtern. Tokio bei Nacht von oben ist definitiv ein Anblick, der hängen bleibt.

Tokios Skyline nach Sonnenuntergang

Im Anschluss schauten wir uns noch einmal kurz die „TOKYO Night & Light“-Projektionen am Gebäude an, bevor es zurück zur Wohnung ging.

TOKYO Night & Light – Pac Man

Unser Gastgeber war im Laufe des Tages aus dem Urlaub zurückgekehrt, also gingen wir gemeinsam noch Abendessen.

Und – Überraschung – diesmal gab es keine Ramen. Stattdessen probierten wir Tsukemen: Dabei werden die Nudeln meist kalt und separat serviert und dann Stück für Stück in eine heiße, sehr intensive Brühe getunkt. Dazu gibt es verschiedene Toppings wie Fleisch, Ei oder Gemüse. Eine etwas andere Art, Nudeln zu essen – aber definitiv sehr gut.

Ausnahmsweise kein Ramen zum Abendessen, sondern Tsukemen

Damit ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Ein voller, abwechslungsreicher Tag, der Kultur, Nerdkram, Aussicht und gutes Essen ziemlich perfekt kombiniert hat.

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