Kamakura - unser letzter Tagesausflug
Kamakura stand heute auf dem Plan – und diesmal nicht nur zu zweit, sondern zu dritt. Unser Gastgeber hatte an unserem letzten vollen Tag ebenfalls Zeit und begleitete uns. Ja,...

Veröffentlicht: 11.01.2026









Gestern hieß es Abschied nehmen. Von unserem Gastgeber, von den Convenience Stores, vom guten Essen – und von Japan insgesamt. Es war der Tag der Abreise.
Also Rucksäcke packen, schultern und ab Richtung Flughafen. Gut, dass wir mit ordentlich Puffer losgefahren sind, denn die Anreise dauerte länger als gedacht. Es gibt mehrere Linien, unterschiedliche Verbindungen, manche wechseln unterwegs sogar den Namen – und natürlich gibt es eine teurere und eine günstigere Variante. Kurz gesagt: ganz so trivial war es nicht, den richtigen Zug zu erwischen.
Am Flughafen standen wir dann erst einmal eine ganze Weile für die Gepäckaufgabe an. Irgendwann hatten wir es aber geschafft, auch die Sicherheitskontrolle hinter uns zu lassen, und gönnten uns noch eine Kleinigkeit zu essen, bevor es zum Gate ging.
Der erste Flug dauerte etwa 11,5 Stunden, verlief aber ruhig und unspektakulär. So erreichten wir Doha. Der Flughafen dort ist jedes Mal aufs Neue ein Hingucker – selbst wenn man ihn schon ein paar Mal gesehen hat.
Nach einem kurzen Kaffee (ausnahmsweise ohne Foto) und dem Mithören eines sehr amüsanten Gesprächs zweier deutschsprachiger Frauen mittleren Alters, die sich lautstark über den „horrenden“ Preis ihrer Cappuccinos beschwerten („Das kann ja wohl nicht wahr sein!“), ging es weiter zum Gate, an dem wir dann die verbleibende Zeit überbrückten.
Das Boarding lief pünktlich, der Start verzögerte sich dann aber doch etwas. Gefühlt rollten wir noch eine Viertelstunde zur Startbahn, am Ende waren wir rund 45 Minuten später unterwegs. Zum Glück hatten wir keinen Zeitdruck.
Der zweite Flug war etwas holpriger, zwischendurch wurden wir ordentlich durchgeschüttelt, aber nach etwa 6,5 Stunden standen wir schließlich in Zürich – wieder mit europäischem Boden unter den Füßen.
Nach etwas längerer Wartezeit auf unser Gepäck ging es ohne weitere Verzögerung zum Zug. Und nur rund anderthalb Stunden später war es dann so weit: Ich war wieder zu Hause. Die Reise war offiziell beendet.
Ein paar Zahlen zum Abschluss
Japan war unglaublich spannend und sehr beeindruckend – vor allem, weil sich Kultur, Menschen und Architektur teilweise stark von dem unterscheiden, was wir kennen. Die Menschen waren durchweg freundlich, hilfsbereit und unglaublich zuvorkommend. Besonders schön war zu sehen, wie sehr sie sich gefreut haben, wenn man ein paar Worte auf Japanisch benutzt hat – sei es ein „oishii“ (lecker) oder ein „gochisō-sama deshita“ (danke für das Essen).
Gleichzeitig war es aber nicht ganz so, wie man es oft hört. Ja, es wird angestanden – aber nicht immer und nicht von allen. Auch die Richtungspfeile in U-Bahn-Stationen werden eher als grobe Empfehlung verstanden, und selbst bei Rot gehen manche über die Straße. Kleinigkeiten, die mich überhaupt nicht gestört haben, aber interessant zu beobachten waren. In manchen Dingen sind wir uns dann doch ähnlicher, als man denkt.
Unterm Strich war es eine richtig tolle Reise, die sich absolut gelohnt hat, auch wenn ich froh bin, wieder zu Hause zu sein.
