Ein Kaffeenerd und ich in Asien
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Tempeltour durch Kyoto

Veröffentlicht: 29.12.2025

Radtour
Kyoto → … → Ginkaku-ji
Kyoto, Japan
Attraktion
Kitano Tenmangū-Schrein
Kyoto, Japan
Attraktion
Hirano-Schrein
Kyoto, Japan
Attraktion
Kinkaku-ji
Kyoto, Japan
Attraktion
Ginkaku-ji
Kyoto, Japan
Sehenswert
Sentō
Kyoto, Japan

Heute war unser erster voller Tag in Kyoto – und den haben wir direkt genutzt. Mit geliehenen Fahrrädern ging es quer durch die Stadt zu mehreren Tempeln und Schreinen.

Es waren insgesamt fünf Ziele für heute geplant. Das mag für einen Tag nach viel klingen, ist in Kyoto aber erstaunlich gut machbar. Tempel und Schreine gibt es hier schließlich an jeder Ecke – und mit dem Fahrrad kommt man deutlich entspannter und flexibler voran als mit Bus oder Bahn – und natürlich auch schneller als zu Fuß.

Unser erster Stopp war der Kitano Tenmangū-Schrein. Dieser Shintō-Schrein ist dem Gelehrten Sugawara no Michizane gewidmet, der heute als Gott der Bildung verehrt wird. Entsprechend sieht man hier viele Schüler und Studierende, die für Prüfungen beten.

Der Kitano Tenmangū-Schrein

Der Schrein ist außerdem für seine Pflaumenbäume bekannt, die im Frühling blühen – jetzt im Winter war es aber angenehm ruhig, auch wenn wir einige Menschen gesehen haben, die in Vorbereitung auf den Jahreswechsel fleißig Tempel besuchen.

Die Pflaumenbäume für die der Kitano Tenmangū-Schrein bekannt ist
So sieht es laut ChatGPT mit Pflaumenblüten aus

Von dort ging es dann zu Fuß weiter zum Hirano-Schrein, einem der ältesten Schreine Kyotos. Auch dieser ist eher ruhig und wenig touristisch, was ihn sehr angenehm macht. Besonders bekannt ist er eigentlich für seine Kirschblüten im Frühling, aber auch ohne Blüte hatte der Ort etwas sehr Entspanntes

Der Hirano-Schrein

Danach sind wir wieder auf die Fahrräder gestiegen und Richtung Norden gefahren – zum wohl bekanntesten Tempel der Stadt: Kinkaku-ji, der Goldene Pavillon. Offiziell heißt die Anlage Rokuon-ji, wobei Kinkaku-ji der Name des zentralen, mit Blattgold bedeckten Pavillons ist. Dieser spiegelt sich malerisch im davorliegenden Teich und ist entsprechend gut besucht. Trotz der vielen Menschen ist der Anblick aber schon beeindruckend – wenn man denn an den Touristen vorbei einen Blick erhaschen kann.

Rokuon-ji mit dem Kinkaku-ji und seiner Spiegelung im Teich

Anschließend ging es weiter in Richtung Osten. Auf dem Weg wollten wir erst einmal Mittag essen und dann einen kurzen Abstecher zum Hōnen-in machen. Dazu kam es dann allerdings nicht, da wir länger auf einen Platz in dem von uns ausgesuchten Restaurant warten mussten als geplant. Am Ende blieb also keine Zeit mehr für den Hōnen-in Tempel, der als eher unbekannt und entsprechend ruhig gilt.

Das Warten hat sich aber gelohnt: Diesmal gab es tatsächlich Udon-Nudeln – klassisch gekocht und im Wasser serviert, die man anschließend selbst in eine Brühe gibt und mit gewünschten Toppings wie Sesam und verschiedenem Gemüse ergänzt.

Mittagessen: Udon Nudeln mit Gemüse

Danach stand der Ginkaku-ji, der Silberne Pavillon, auf dem Programm. Anders als sein „goldener Bruder“ ist dieser nie tatsächlich mit Silber verkleidet worden. Stattdessen liegt der Fokus hier auf schlichter Ästhetik und den berühmten Sandgärten, die als frühes Beispiel für den Zen-Stil gelten. Die Anlage wirkt insgesamt deutlich ruhiger und zurückhaltender – fast schon meditativ – und hat mir persönlich sogar besser gefallen als der Goldene Pavillon. Jedoch waren auch hier sehr viele Touristen unterwegs, was dem Tempel auch etwas seiner Ruhe und Idylle genommen hat.

Blick vom Ginkaku-ji auf Kyoto

Damit war unsere Tempeltour für den Tag abgeschlossen. Nach so viel Kultur ging es am Abend noch in ein Sentō, ein klassisches japanisches Badehaus. Anders als ein Onsen wird ein Sentō nicht von natürlichen heißen Quellen gespeist, sondern ganz normal beheizt – gebadet wird aber genauso: getrennt nach Geschlechtern, gründlich waschen vor dem Baden und dann einfach entspannen. Nach einem langen Tag auf dem Fahrrad genau das Richtige.

Ein intensiver, aber schöner erster voller Tag in Kyoto – und vermutlich nicht der letzte mit Tempeln.

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Winter
KulturellEntspannend
  • Kitano Tenmangū-Schrein
  • Hirano-Schrein
  • Kinkaku-ji / Rokuon-ji
  • Ginkaku-ji
  • Sentō am Abend
Fahrräder
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