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Hiroshima – Ein Ort des Gedenkens

Veröffentlicht: 22.12.2025

Spaziergang
Osaka → … → Osaka
4h
Attraktion
A-Bomb Memorial Garden
Hiroshima, Japan
Attraktion
Atomic Bomb Dome
Hiroshima, Japan
Attraktion
Peace Memorial Park
Hiroshima, Japan
Essen
Okonomiyaki
$$ · Mittagessen
Essen
Kaffee
$ · Snack
Attraktion
Hiroshima Castle
Hiroshima, Japan
Sehenswert
Schrein an der Hiroshima-Burg
Hiroshima, Japan

Heute stand ein Tagesausflug zu einem der geschichtsträchtigsten Orte Japans auf dem Plan – nach Hiroshima, der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg Ziel einer Atombombe wurde.

Relativ bald nach dem Aufstehen machten wir uns auf den Weg und erreichten Hiroshima nach etwa zwei Stunden U-Bahn- und Zugfahrt. Und dann auf direktem Weg zum A-Bomb Memorial Garden.

Am bekanntesten Denkmal, dem Atomic Bomb Dome, lag eine spürbar gedrückte Stimmung in der Luft – wenig überraschend, wenn man bedenkt, woran dieses Gebäude erinnert. Das Skelett des ehemaligen Industriegebäudes ist das einzige größere Bauwerk, das die Explosion überstanden hat. Die Bombe detonierte rund 600 Meter über dem Boden und nahezu direkt über dem Gebäude, wodurch die Druckwelle hauptsächlich von oben wirkte. Einige Mauern und Stahlkonstruktionen blieben so – wenn auch stark beschädigt – stehen und machen das Ausmaß der Zerstörung bis heute greifbar.

Das bekannteste Denkmal in Hiroshima: Der Atom Bomb Dome

Nach diesem ersten, sehr eindrücklichen Moment ging es weiter durch den Peace Memorial Park. Dort liegen auch der sogenannte Peace Pond und die Flamme des Friedens, die als Symbol für den Wunsch nach einer atomwaffenfreien Welt brennt – und laut Inschrift erst dann gelöscht werden soll, wenn es keine Atomwaffen mehr gibt. Realistisch betrachtet vermutlich nie, was den Gedanken dahinter umso bedrückender macht.

Die wichtigsten Elemente des Parks – darunter die Gedenkstätte für die Opfer und die Flamme – sind bewusst in einer geraden Linie zum Atomic Bomb Dome ausgerichtet und schaffen so eine klare visuelle und symbolische Verbindung.

Trotz der ernsten Stimmung gibt es im Park auch ruhige, sogar schöne Momente. Die große Fontäne im Brunnen vor der Gedenkstätte wirkte beruhigend und fast schon meditativ und schuf ein schönes Lichtspiel im Sonnenlicht:

Brunnen im Memorial Garden.

Nach all den Eindrücken gönnten wir uns erst einmal eine Pause. Zum Mittagessen gab es Okonomiyaki, für das Hiroshima besonders bekannt ist. Und ja: Ich verstehe jetzt, warum. Nicht nur geschmacklich hervorragend, sondern auch schön dabei zuzusehen, wie das Gericht direkt vor einem frisch zubereitet wird.

お好み焼き oder auch Okonomiyaki

Gestärkt und etwas sortierter im Kopf entschieden wir uns erst einmal einen Nachmittagskaffee. Mit der Tasse vor uns fiel dann die Entscheidung, zu Fuß Richtung Bahnhof zu gehen und unterwegs noch einen Abstecher zur Hiroshima-Burg und dem angrenzenden Schrein zu machen.

Eines der beiden Tore um in Burg Hiroshima zu gelangen

Der Schrein wirkte sehr darauf ausgelegt, Besucherinnen und Besuchern symbolisch eine gute Zukunft zu wünschen: Gegen eine kleine Spende konnte man Glücks- und Wunschrituale durchführen. Am Eingang waren außerdem Alterszahlen angegeben, die als Unglücksjahre gelten sollen. Da wir beide glücklicherweise nicht darunterfielen, konnten wir diesen Teil entspannt abhaken und weiter zur Burg spazieren.

Die Hiroshima-Burg, auch „Karpfenburg“ genannt, wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet, im Krieg zerstört und später originalgetreu wiederaufgebaut. Heute dient sie als Museum und bietet einen spannenden Einblick in die Geschichte der Stadt vor der Zerstörung von 1945 – ein bewusster Kontrast zum Peace Memorial Park.

Hiroshima Castle von unten

Im Inneren der Burg waren zahlreiche Ausstellungsstücke zu sehen: Informationen zur Burggeschichte, altes Handwerkszeug, Teile historischer Dachziegel mit besonderen Ornamenten sowie Samurai-Rüstungen und Waffen. Besonders beeindruckend war der Stock mit den Schwertern, Speeren und Rüstungen – ein echtes Highlight an Handwerkskunst.

Mein persönlicher Favorit war ein Speer mit dem Namen Nihongō (日本号). Er zählt zusammen mit Tonbokiri (蜻蛉切) und Otegine (御手杵) zu den drei berühmtesten Speeren Japans. Der Legende nach soll der Samurai Fukushima Masanori Nihongō einst bei einem Trinkspiel verspielt haben – eine fast schon absurde Anekdote, wenn man bedenkt, welchen kulturellen (und sicher auch finanziellen) Wert solche Waffen hatten.

Nihongō (日本号) - einer von drei legendären Speeren Japans

Auch wenn dieser Stock mein Favorit war, hatte das oberste Stockwerk ebenfalls seinen Reiz: Von dort oben bot sich eine schöne Aussicht über Hiroshima.

Hiroshima von oben

Danach ging es nur noch zurück zum Bahnhof, etwa zwei Stunden mit dem Zug zurück nach Osaka und schließlich ins Hotel. Und damit neigte sich ein weiterer Tag in Japan dem Ende entgegen.

Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Begleitung
Mit Freunden (2)
KulturellEntspannend
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  • Hiroshima-Burg
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