In den Fußstapfen von Königen
Für den heutigen Tag hatten wir uns vorgenommen, den Jongmyo Shrine und den Changgyeonggung Palace anzuschauen, um noch etwas mehr von der südkoreanischen Kultur zu erleben. Damit...

Veröffentlicht: 12.12.2025
Der mittlerweile 5. Tag begann zunächst ganz unspektakulär (Spoiler: Und ist es auch geblieben): ein bisschen Ordnung im Hotelzimmer schaffen, ein paar Dinge zusammenpacken und sortieren. Der Kaffeenerd wollte nämlich einige Sachen von der Competition sowie alles, was wir auf der Weiterreise nicht mehr brauchen würden, zurück nach Hause schicken. Damit war auch die erste Anlaufstelle des Tages klar: das Central Post Office in Seoul.
Dort verbrachten wir überraschend viel Zeit – rund zwei Stunden –, denn es ist gar nicht so einfach, die Angaben für den Zoll korrekt auszufüllen, wenn nicht alles gut übersetzt ist. Außerdem mussten wir erst einmal herausfinden, wie man das ganze Kaffeezeug, wie beispielsweise „Mineraltropfen fürs Kaffeewasser“, in einem Zollformular wohl genau bezeichnet. Nach einigem Überlegen, etwas Improvisation, ein bisschen Hilfe von ChatGPT und mehreren Formularen später war schließlich alles korrekt deklariert und (hoffentlich) auf dem besten Weg, irgendwann Österreich zu erreichen.
Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zu einem Café, über das der Kaffee-Dude im Vorfeld einige positive Stimmen gehört hatte. Unterwegs hielten wir jedoch noch in einem kleinen Restaurant, um etwas zu essen – Dumplings, frisch am Tisch gegart in einem kleinen Topf. Sehr authentisch, sehr lecker.
Danach wurde es Zeit für den besagten Kaffee. Und er hat nicht enttäuscht. Der eine war sehr interessant und hat mich persönlich stark an weißen Tee erinnert (Kaffee ist ja irgendwie auch nur Tee aus Kaffeebohnen oder so). Der andere war extrem fruchtig und ich glaube er würde als 'vollmundig' beschrieben, was auch immer das bedeutet. Insgesamt waren aber beide sehr aromatisch und definitiv die Pause wert.
Anschließend verschlug es uns noch in die AK& Mall – eine Mall, die im Grunde alles hatte, was das Herz eines koreanischen Nerds höherschlagen lässt: unzählige Gacha-Automaten, einen Manga-Laden, einen One-Piece-Store, einen Pop-up-Shop zu einer aktuellen Anime-Serie, einen Bekleidungsladen mit Pokémon- und Harry-Potter-Pyjamas, eine Station zum Selbstgestalten von Handyhüllen in allen möglichen kitschigen Designs und noch einiges mehr. Ziemlich verrückt – und ziemlich unterhaltsam.
Insgesamt ein sehr ereignisarmer Tag, aber zur Abwechslung auch mal ganz angenehm. Und obwohl wir eigentlich nicht viel geplant hatten, waren wir am Ende trotzdem den ganzen Tag unterwegs.
Aber so findet auch dieser Tag sein Ende – und morgen wartet vermutlich wieder schönster Sonnenschein und ein bisschen mehr Programm auf uns.
