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Panama City, El Valle, Nueva Gorgona, Gamboa und zurück

Nachdem wir alle erschöpft wieder in Panama City angekommen sind und früh die Nachtruhe einläuteten, sind wir am nächsten Morgen zeitig aufgestanden. Uns wurde empfohlen, sonntags die „Cinta Costera” entlang zu gehen. Das Besondere ist, dass der Highway in die eine Richtung Sonntag bis Vormittag gesperrt ist und dadurch mehr Platz für Fahrradfahrer, Jogger und andere Sportler ist. Zusätzlich gibt es noch einen Spazierweg, mit vielen kleinen Möglichkeiten zu stoppen und etwa zu trainieren. Also haben wir uns am Morgen auf den Weg gemacht. Zudem war Romans Arbeitskollege Niels mit seiner Freundin auch in Panama, sodass wir die beiden zum Spaziergang eingeladen haben.Nach einem entspannten, schönen Spaziergang haben wir uns dann auf den Weg in die Mall gemacht. Dort wollte sich Leonie impfen lassen. Ihre Genesung und einfache Impfung wird in Zentral- und Südamerika nicht anerkannt, sodass sie eine zweite Impfung brauchte, um alle Grenzen passieren zu können.In den ersten Tagen in Panama haben wir Stunden damit verbracht, eine Impfstelle zu finden. Leider immer vergebens. Wir wurden immer auf das Wochenende verwiesen, denn da sollte in mehreren Malls geimpft werden. Also haben wir es nochmal versucht und dieses Mal mit Erfolg. Nach kurzem Austausch mit dem Personal und der Angabe der Personalien saß Leonie auch schon auf dem Stuhl und hatte die Spritze im Arm. Das ging einfach und schnell.. endlich!

Nach der Mall haben wir dann den Mietwagen abgeholt und sind nach dem Auschecken aus dem Hotel nach El Valle de Anton gefahren. Die Fahrt dorthin war relativ simpel und auch die Straßen waren weitestgehend gut zu befahren. In El Valle erwartete uns ein schnuckeliges Hostel, das liebevoll vom Eigentümer und Host Arielle eingerichtet wurde. Diverse Hängematten und Sitzmöglichkeiten überall auf dem Grundstück luden zum gemeinsamen Essen ein. Das Highlight jedoch war die Leidenschaft Arielle’s für Musik. Im Wohnzimmer waren diverse Instrumente gelagert, die täglich benutzt wurden. Den ersten Abend gab Arielle einem Gast Gitarrenunterricht und am zweiten Abend haben wir mit allen Gästen zusammen gesessen und gemeinsam Musik gemacht und gesungen. Das war ein wundervoller Abend, der besser nicht hätte sein können. Aber wir wollen nicht zu viel vorgreifen.

Am Ankunftstag haben wir noch zu 4. gekocht und etwas zusammen gesessen, bevor wir schlafen gegangen sind. Kurz vor dem Schlafen gehen, haben wir noch eine grausame Entdeckung gemacht, die dazu geführt hat, dass das Hostel etwa die Hälfte der Sympathiepunkte verlor. Ein riesiger Frosch, etwa so groß wie Romans komplette Handfläche, hüpfte durch den Garten. Glücklicherweise haben alle überlebt und die Nacht wurde mehr oder minder entspannt verbracht. Am nächsten Morgen haben wir uns dann auf den bekanntesten Wanderweg, dem Sleeping Indian, begeben. Anfangs bestach der Pfad durch steinige Wege, ein paar kleinen Wasserfällen und einigen Morpheus (die größten Schmetterlinge der Welt). Der Weg war teilweise steil und rutschig, sodass wir zwischendurch ein paar Fotopausen eingelegt haben. Wir waren jedoch sehr verwundert, dass uns immer wieder Kinder in Schuluniform entgegen kamen. Einerseits ist das ein Schulweg, den man in Deutschland wohl nirgendwo findet, andererseits sind die Kinder den Berg in einem bemerkenswerten Tempo runtergelaufen - und das in Sandalen oder Crocs. Und wir Amateure rutschen in unseren Tekkingschuhen teilweise aus. Oben auf dem Gipfel angekommen erwarteten uns eine atemberaubende Sicht und feinster Nieselregen gepaart mit ordentlich Wind. Die gute Laune konnte das Wetter uns aber nicht vermiesen. Die Aussicht war dazu einfach zu schön! Nach einer weiteren Fotosession traten wir dann den Rückweg an und sind gegen Mittag wieder im Hostel angekommen. Der Mittagssnack bestand aus Mango und Ananas, die in Panama und Costa Rica überragend lecker schmecken! Lara und Jonas sind danach im Hostel geblieben und haben sich etwas ausgeruht, wohingegen wir zu zweit eine kleine Fahrradtour in die Stadt unternommen haben. Die Fahrräder konnten wir uns im Hostel kostenlos leihen, waren jedoch sehr klein und nicht mehr so gut in Schuss. Nichtsdestotrotz waren wir damit auf dem Wochenmarkt und haben nochmal Obstnachschub geholt. Außerdem haben wir zufällig einen Friseursalon gesehen und da hat Roman die Chance am Zipfel gepackt. Nach 7 Wochen wollte er sich endlich wieder die Haare schneiden lassen. Wie einige bestimmt bemerkt haben, hat Roman sich vor der Reise die Haare erstmals kurz rasieren lassen. Nach einer Gewöhnungszeit für ihn selbst, aber auch für Leonie haben wir uns beide an die kurzen Haare gewöhnt. Vor allem für die Reise ist die Frisur auch deutlich praktischer. Also hat sich Roman kurzerhand auf den Stuhl gesetzt und ihm wurden die Haare geschnitten. Der Friseur war nebenberuflich Sänger in einer Boy Band und hat uns dann auch noch ein paar Lieder gezeigt. Am Ende hat Roman für einen ordentlich Haarschnitt und ein unterhaltsames Gespräch 5$ gezahlt und wir konnten weiter fahren. Arielle hatte uns nämlich noch empfohlen, dass wir durch die Millionärsstraße fahren sollten. Dort erwarteten uns, wie der Name vermuten lässt, tolle Villen. Teils gut gepflegt und bewohnt, teils aber unbewohnt oder heruntergekommen. Wie wir später erfahren haben, war El Valle bei den Reichen Leuten aus Panama City sehr beliebt als Feriendomizil. Heutzutage sind aber nur noch die Älteren dort, die jungen (reichen) Leute sind in den Orten am Strand oder in anderen Ländern. Also wir hätten nichts gegen ein Ferienhaus in El Valle - das war wirklich schön! Naja nach der Fahrradtour sind wir zu 4. mexikanisch essen gefahren. Das Essen war lecker, aber das letzte Etwas hat gefehlt, weswegen wir danach noch zur lokalen Panaderia gefahren sind und uns ein Dessert gekauft haben. Donuts und Zimtschnecken. Klingt gut, war es leider aber nicht. Der Teig war relativ trocken und ein bestimmtes, nicht zu deutendes Gewürz in den Schnecken hat diese etwas verdorben. Dennoch wurden wir abschließend mit der bereits erwähnten Musiksession aufgemuntert. Ein weiterer Deutscher, eine Amerikanerin und drei Koreaner waren auch im Hostel untergebracht. Arielle hat uns alle versammelt und teilweise mit Instrumenten ausgestattet. Danach wurde fröhlich gesungen und Musik gespielt. Ein wahrlich gelungener Ausklang des Abends! Am nächsten Morgen hieß es dann wieder „packen und weiter gehts“ - nur wohin war die Frage?“. Wir haben uns nach etwas Recherche und Brainstorming für das Strandörtchen Nueva Gorgona entschieden. Spontan haben wir dann ein Airbnb gebucht und sind dorthin gefahren. Vorher hat uns Arielle aber noch einen riesigen Gefallen getan. Vor Abflug wollten wir noch eine Gamboa Tour machen. Gamboa ist ein Fluss, wo der Panama Kanal durchfließt. Dort leben von Dschungel und Wasser umgeben verschiedenste Arten von Affen, Krokodilen und Vögeln. Touren wurden im Internet für mindestens 120$ pro Person angeboten. Das war uns aber etwas zu teuer für ein paar Stunden auf dem Wasser. Arielle meinte nur, gebt mir eine Stunde. Während wir unsere Sachen gepackt haben, kam er dann mit dem Handy zu uns und meinte hier, sprecht mit ihm, das ist euer Guide.Und siehe da: kurzerhand hat uns Arielle einen Guide gefunden, der für die gleiche Leistung 60$ pro Person verlangt hat. Wahnsinn! Wir waren von dieser Gastfreundschaft überwältigt.Mit einer Umarmung haben wir uns herzlich von Arielle verabschiedet und sind zum nächsten Ort gefahren.Wenn ihr also mal nach El Valle de Anton fahrt, gebt Bescheid und wir geben euch seine Kontaktdaten. Ihr werdet es nicht bereuen!In Nueva Gorgona hat uns ein neuer Apartmentkomplex mit Pool und privatem Strandzugang erwartet. Also perfekt, um nochmal etwas zu entspannen. Das haben wir tatsächlich auch getan.Eine Besonderheit hatte Nueva Gorgona dennoch: der Strand hatte pechschwarzen Sand. Das war ein weiteres Highlight unserer Panamareise.Gut erholt sind wir dann unsere Fahrt nach Panama City angetreten. Durch den Berufsverkehr mussten wir schon um 06.00 Uhr losfahren, damit wir pünktlich um 09.00 in Gamboa zu der Bootstour ankommen. Das wurde uns zumindest gesagt, wir sind exakt eine Stunde eher angekommen und mussten auf unseren Guide warten.Dennoch hat sich das warten gelohnt. Neben den riesigen Containerschiffen sind wir mit dem kleinen Touristenboot auf dem Wasser geschippert und konnten dabei wie versprochen Krokodile, Affen und Vögel sehen. Unser Guide war Biologe und konnte uns dementsprechend eine Menge beibringen. Es war ein toller Abschluss unserer Panamareise.Am Nachmittag haben wir den Mietwagen dann zurück gebracht, noch etwas gegessen und dann hieß es wieder Abschied nehmen.Lara und Jonas sind nach Hause geflogen und wir weiter nach Lima, der Hauptstadt Perus.Panama bleibt uns in Erinnerung mit einem wundervollen Mix aus traumhaften Stränden, Dschungel, Berglandschaften und der modernen Stadt Panama City. Wir empfehlen eine Reise nach Panama sehr!
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