aufunddavo2019
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Kambodscha

Ebenso wie f├╝r den S├╝den Vietnams nahmen wir uns auch f├╝r Kambodscha wenig Zeit, da sich unser Urlaub, kaum zu glauben, langsam dem Ende neigte! Mit dem Boot erreichten wir den Hafen von Phnom-Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Der Gegensatz zur Gro├čstadt in Vietnam war enorm! Der goldene K├Ânigspalast glitzerte in der Sonne, der Verkehr war (f├╝r asiatische Verh├Ąltnisse) ruhig und wir wurden nicht st├Ąndig von irgendwem angep├Âbelt...

In Phnom-Penh blieben wir nur zwei Tage, die hatten es aber in sich! Auch Kambodscha litt unter dem Vietnamkrieg, da einer der wichtigsten Versorgungswege der Vietkong durch Laos und Kambodscha f├╝hrte. Aufgrund dessen wurden auch weite Teile des Landes von amerikanischem Bombenhagel getroffen und als w├Ąre der Vietnamkrieg nicht schon genug gewesen, st├╝rzten im Jahre XXX die so genannten Roten Khmer die Regierung, um eine zweij├Ąhrige Schreckensherrschaft zu begr├╝nden, die ihresgleichen sucht. *Was ich jetzt schreibe ist ein furchtbarer Bericht ├╝ber die Gr├Ąueltaten der Roten Khmer. Dieser Absatz kann gerne ├╝bersprungen werden, um bei den Tempeln des Angkor Wat wieder einzusteigen!* Nach der Machtergreifung durch die kommunistischen Roten Khmer wurden zun├Ąchst, innerhalb weniger Stunden, alle St├Ądte entv├Âlkert, um deren Einwohner, die als konterrevolution├Ąr galten, in der Landwirtschaft Sklavenarbeit verrichten zu lassen. Bei nur einer Schale Reis am Tag waren die Menschen gezwungen, bis zu 16 Stunden in den Reisfeldern zu schuften. Der Einsatz von Maschinen wurde als konterrevolution├Ąr betrachtet, Besitzer dieser wurden sofort zum Tode verurteilt. Verfolgt und get├Âtet wurden vor allem Intellektuelle, das blo├če Tragen einer Brille war f├╝r viele Menschen das Todesurteil, da Brillentr├Ąger als gebildet und somit als Feinde der Bauern, die das ÔÇ×alte VolkÔÇť genannt wurden, galten. Der Anf├╝hrer der Roten Khmer, Pol Pot, selbst in Frankreich zum Lehrer ausgebildet, lie├č systematisch alle LehrerInnen, ProfesorInnen, ├ärtze, Ingenieure, usw. verfolgen und t├Âten. Lesen wurde dem Volk verboten und Medien, au├čer den Propagandanachrichten des Regimes, gab es keine mehr. Auch nach au├čen drangen sehr lange Zeit keine Informationen zu den schrecklichen Zust├Ąnden in Kambodscha durch und erst nach dem Ende der Herrschaft der Roten Khmer wurden die Ausma├če des V├Âlkermordes an der eigenen Bev├Âlkerung sichtbar. Im Westen wurde erst durch dem Film ÔÇ×Killing FiledsÔÇť von ....., der den Ort besuchte, bekannt, was in Kambodscha zwischen ....... geschah. Zum Andenken wurden die so genannten Killing Fields und auch das schreckliche Foltergef├Ąngnis S 21 nun als Museum und Gedenkst├Ątte installiert und sollen als Mahnmal f├╝r kommende Generationen dienen. Wir besuchten diese beiden Orte; Die Gr├Ąueltaten, ├╝ber die dort berichtet wird, sind unbeschreiblich und nicht in Worte zu fassen. Im Gef├Ąngnis S 21 ist eine gro├če Bildergalerie mit Menschen, die gerade in das Gef├Ąngnis eingeliefert wurden. Die Augen der Fotografierten dr├╝cken vollkommenen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung aus, dies und die Erz├Ąhlungen der nur sieben ├ťberlebenden lassen uns, ob des Grauens der brutalen und unmenschlichen Foltermethoden, sprachlos zur├╝ck (wer kann sich so etwas nur ausdenken ?!?). Die Inhaftierten bezichtigen sich selbst undenkbarer Verbrechen, die sie nie begangen hatten, um die Folter endlich zu beenden. Wer ein Verbrechen zugegeben hatte, wurde nachts in einem Viehtransporter zu einem der Killing Fields transportiert. Dort ├╝berlebten die meisten nur wenige Stunden, denn da nicht viel Platz war f├╝r Lebende und man diese auch nicht mit Nahrung und Wasser versorgen wollte und konnte, wurden die zum Tode Verurteilten bald get├Âtet. Um Munition zu sparen wurden sie Erschlagen, mit allem, was die Folterer finden konnten. Den Menschen wurden mit Bambusst├Âcken, Eisenstangen oder Schwertern die Sch├Ądel eingeschlagen, S├Ąuglinge und Kinder wurden an einem gro├čen Baum zerschmettert, bevor sie zu ihren vergewaltigten und erschlagenen M├╝ttern in ein Massengrab geworfen wurden. In jahrelanger Arbeit wurden in den letzten Jahren alle Sch├Ądel und Gebeine der Opfer ausgegraben und konserviert, um sie in einer gro├čen Gedenkstupa auszustellen. Dort k├Ânnen Angeh├Ârige nun trauern und die Verstorbenen Ruhe finden.

Nach dem Besuch der Museen gingen wir zutiefst best├╝rzt und betroffen in unser Hostel zur├╝ck. Wir lasen noch ein wenig mehr ├╝ber die Fakten und erfuhren, dass die meisten der Anf├╝hrer des Regimes nie eine Strafe erhielten, was uns, ehrlich gesagt, w├╝tend machte!

Die kommunistischen Roten Khmer verboten alle religi├Âsen Handlungen, weswegen viele der einst prunkvollen, buddhistischen Tempel des stolzen kambodschanischen Volkes, im Dschungel verschwanden, der sie wohl nie wieder freigeben wird. Eine Tempelanlage ist allerdings noch sehr gut erhalten und nun Weltkulturerbe:

Angkor Wat

Von Phnom-Penh fuhren wir mit dem Bus nach Siem Riep, um am n├Ąchsten Tag den ber├╝hmten Tempel Angkor Wat bei Sonnenaufgang zu sehen. Mit uns hatten gef├╝hlte Millionen Touristen die selbe Idee und es fand ein ziemlicher Kampf um die besten Pl├Ątze f├╝r das beste Foto statt. Den Kampf um den guten Platz h├Ątten sich die Leute sparen k├Ânnen: wegen Bew├Âlkung gabs keinen goldenen Schimmer zum Sonnenaufgang, uns brachte die vergebene M├╝he der Instagram-Touristen zum schmunzeln ;) da wir nicht erwarteten, dass die Wolken sich bald verziehen w├╝rden, gingen wir bald ins Tempelgel├Ąnde und waren beeindruckt von den vielen Verzierungen in den Mauern, den riesigen T├╝rmen, den Statuen und der Gesamtgr├Â├če des Bauwerks! Wenn man dort steht, f├╝hlt man sich ganz klein und irgendwie meint man, eine besondere Aura zu sp├╝ren, wenn man durch die G├Ąnge zu den Alt├Ąren und vergoldeten Statuen geht.

Nach etwa drei Stunden gingen wir zur├╝ck zu unserem Tuktuk, dessen Fahrer den ganzen Tag geduldig auf uns warten w├╝rde und fuhren weiter zu den Tempeln Angkor Thum, Bayon, Ta Keo, Ta Prohm, Banteay Kdei und Bat Chum. Der Dschungel beginnt bereits, sich einige Tempel wieder zur├╝ckzuholen und wir f├╝hlten uns wie Indiana Jones, als wir durch die Ruinen der Tempel schlenderten, durch die sich mittlerweile dicke Wurzeln schieben und langsam die Mauersteine verschlingen. Wegen strahlendem Sonnenschein und 40┬░ Hitze waren wir am Abend ziemlich geschafft, aber beeindruckend von den gesehenen Bauwerken. Wir legten einen Ruhetag in Siem Riep ein, bevor wir mit dem Bus nach Bangkok, Thailand fuhren. Von dort w├╝rden wir am n├Ąchsten Tag nach Dhaka, Bangladesch fliegen.

#phnom-penh #angkorwat#angkorthum
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