Veröffentlicht: 04.02.2026











Am Tag der Anreise storniert meine Gastgeberin plötzlich meinen Aufenthalt…! Meine S-Bahn hat so viel Verspätung, dass ich trotz großzügig eingeplantem „Puffer“ meinen Anschluss nach Frankfurt verpasse. Der Folgezug kommt nur mit der Hälfte der Waggons - aber wieder einmal mit viel Glück ergattere ich einen Sitzplatz, inkl. nettem Sitznachbarn. Der Rest verläuft nach Plan, 12:20 Stunden Flug nach Singapur (ich - schon immer große Freundin des gepflegten Mittagsschlafs - kann einfach nicht schlafen!), 1 Stunde Aufenthalt (wovon ich mindestens 20 Minuten für den Weg gebraucht habe), 2 Stunden Flug nach Koh Samui, ein Transfer zum Hafen und von dort mit der Fähre nach Koh Phangan. Leider warten dort nicht wie früher Menschen, die Unterkünfte anbieten. Also erstmal ein Restaurant mit WLAN suchen, und bei einem Glasnudel-Salat mit Hähnchen & einem kalten, thailändischem Bier nach einem Platz zum Schlafen suchen - diesmal natürlich auf einer anderen Plattform. Und siehe da, ungefähr dort, wo ich hinwollte, wird mir etwas angezeigt, das ich mir leisten kann - gebucht! Ich besteige ein „Songthaew“ (Gruppentaxi mit 2 gegenüberliegenden Sitzbänken auf der Ladefläche - Sicherheitsgurte etc. interessieren hier niemanden), und werde wenige Minuten später an der Hauptstraße, die parallel zum Strand verläuft rausgelassen. Ich stehe vor einem Restaurant (naja, eher Imbiss, offen zur Straße hin), daneben eine Art breiter Durchgang zum Strand. Ich werde begrüßt von meinem sehr netten Vermieter David, und einquartiert in einem Bungalow, dessen Glasfront zum Meer zeigt, von dem mich nur ein paar Meter trennen. Ein kleines Paradies mit Hängematte, Sitzgelegenheiten, und einem zauberhaften Bambus-Pavillon direkt am Wasser…
Ich frage David, ob er mir eine Roller-Vermietung empfehlen kann - und er besorgt mir einen!
Ich gehe ein wenig einkaufen (Wasser!), und mache mich mit dem Roller auf den Weg zu Udos letzter Unterkunft - nur dass ich sie nicht finde… GoogleMaps führt mich zu einem Platz im Nichts. Aber ein traumhafter langer Strand, drumherum viele Resorts, aber nicht das, was ich suche. Ich gebe auf für heute…
Nach einer dringend benötigten Dusche mache ich mich per Roller auf zur FullMoonParty - der Erinnerungen wegen. Hier war ich vor langer Zeit schon mal, mit guten Freunden, von denen einer mittlerweile leider an Krebs verstorben ist. Ich erleide einen kleinen Kulturschock: alles zugebaut, unglaublich voll, und man muss Eintritt bezahlen, um an den Strand zu kommen. Um der alten Zeiten willen nehme ich das alles in Kauf, und ein kleines Bier auf Chris & die guten alten Zeiten inmitten des Trubels. Danach will ich nur noch weg - zumal ich Respekt vor dem Rückweg habe: erstaunlich hügelig hier, solche Steigungen bin ich nicht gewohnt. Dazu Linksverkehr, und größere Vehikel, die mir auf meiner Spur entgegenkommen, weil sie sich sicher sind, dass ich ausweiche, und ausnahmsweise mal kein „Blech“ um mich herum - ein Abenteuer…! 😂 Angekommen gönne ich mir noch ein paar Minuten am Meer, bevor ich ins Bett falle…
