Gorliz
Kleiner Nachtrag zu Gorliz - ein Ort muss eben doch keinen schönen Namen haben, um geliebt zu werden. Heute habe ich noch eine schöne Wanderung oberhalb der Badebucht und ein...

Veröffentlicht: 15.09.2022
Gestern bin ich bis Saint-Jean-de-Luz gefahren, einem Seeort, dessen Name so schön klingt, wie der Ort bei einem Kurzaufenthalt dann auch wirkt - sehr schön, fast zu fein. Es gibt mehrere saubere Badebuchten, einen Hafen, eine sehr touristische Fußgängerzone mit den einschlägigen Läden und Preisen - schön, schön. Aber irgendwie dann doch zuu schöön. Dort habe ich zum letzten Mal auf dieser Reise im Atlantik gebadet - der Bulli ist noch voller Sand und die Handtücher kleben vom Salz.
Heute ging es dann weiter bis Tours. Auf der Fahrt bin ich wieder an Arcachon und Bordeaux vorbeigekommen - die Waldbrände in dem Gebiet scheinen noch mehr zugenommen zu haben, denn über viele, viele Kilometer entlang, war der Himmel total grau und ich musste die Lüftung schließen. Wie bitter für diese schöne Region!
Nach der langen Fahrt habe ich mir gleich das Rad geschnappt und eine Komoote-Tour gemacht. Leider ging es anfangs viel durch Vorstadt und Gewerbegebiete, erst die zweite Hälfte wurde schön, entlang der Loire, allerdings nur am völlig ausgetrockneten Seitenarm und dann doch noch ein bisschen durch die Stadt. Ehrlich gesagt, bin ich recht enttäuscht , weil Tours recht wenig zu bieten hat außer der Kathedrale und der Loire und weil ich auf meiner ganzen Reise nirgendwo auf so schlechten Radwegen gefahren bin und dabei so vielen rücksichtslosen Autofahrern und -fahrerinnen begegnet bin.
Morgen geht's weiter - möglichst viele Kilometer reißen, denn nun macht mir das alleine Reisen auch nicht mehr so viel Spaß. 😉
