Wie wichtig ein Stempel sein kann…
23.3. Wir verlassen Kgalagadi in der Früh. Für uns war der Aufenthalt hier nicht besonders. Man hat irgendwie ein Zoo-Feeling und der ganze Nationalpark einschließlich...


Veröffentlicht: 26.03.2025
24. - 26.3.
Liebe Mitreisende!
Nachdem ich leider ein paar Tage kein Netz hatte, schreibe ich jetzt hier in Lüderitz in einem Café sitzend eine Zusammenfassung:
Am 24. machen wir uns auf den Weg zum Fishriver Canyon. Er ist einer der größten Canyons der Welt. Dort angekommen, wundert uns, dass so wenige Leute dieses einzigartige Naturphänomen besuchen wollen. Als wir die Preise am Campingplatz am Eingang des Canyon- Parks sehen, wird uns klar, dass es wohl daran liegt. Wir zahlen 40€ für den Platz ( ein horrender Preis für hier) und noch einmal 20 € Eintritt in den Park - die Touristen hier sparen auch 😁
Vor Sonnenuntergang fahren wir die grottenschlechte Straße zum Canyon, wo es einige Aussichtspunkte gibt, von denen aus man in den Canyon sehen kann. Der Ausblick ist gigantisch. Wir genießen einen Sonnenuntergangsdrink und den Sonnenuntergang in dieser schönen Naturkulisse, die sich am Foto sehr schlecht festhalten lässt.
Am frühen Morgen verlassen wir den Fishriver und fahren 400 km auf Nebenstraßen durch die Namib-Wüste und einen gebirgigen Teil davon in Richtung Aus ( der Ort heißt wirklich so!).
Diese Fahrt gehört zu den schönsten, die wir je erlebt haben. Die Namib in ihren schönsten Farben und dazwischen Tafelberge und schroffe Bergrücken. Ich fotografiere mit der großen Kamera, deshalb hab ich am Handy keine Fotos davon, aber wenn man her nach unserer Rückkehr einmal unseren Film sehen werdet, könnt ihr diese Landschaft miterleben!
Wir fahren nahe der südafrikanischen Grenze, da wechselt die Straße plötzlich auf Asphalt! Wir sind erstaunt! Da erscheint mitten im Nichts ein Weingarten! Was sag ich - eine riesige Weinplantage und an ihrem Rand einer der schlimmsten Slums, die wir je gesehen haben. Da hausen die Arbeiter mit ihren Familien! Kein Wunder, dass hier der Wein sowenig kostet! Wir sind entsetzt! Sowas haben wir in Namibia noch nie gesehen!
In diesem „Dorf“ gibt es zu allem Überfluss auch nur ein Geschäft und das ist ein großer SPAR. Die Leute sind also gezwungen ihren sicher mehr als kargen Lohn in ein „weißes“, teures Geschäft zu tragen. Wir schämen uns!
Nach einigen Stunden Fahrt erreichen wir Aus und den dortigen Campingplatz. Nachdem dieser voll ist, beziehen wir zwei entzückende Hütten (Eagles Nest) hineingebaut in die Felsen am Rand der Namib.
Wir verbringen dort eine sternenklare Nacht in totaler Stille.
Am nächsten Morgen fahren wir nach Lüderitz. Diese kleine Stadt liegt am Meer und wurde von den Deutschen als Hafenstadt gegründet.
Am Abend geht es zurück nach Aus. Diesmal auf den Campingplatz.
Unterwegs fahren wir zum Wasserloch für die Wildpferde der Namib-Wüste ( vielleicht bekannt aus der Universum-Folge). Und wir hatten unglaubliches Glück! Bei unserem Eintreffen stürmten gerade einige Pferde herbei und genossen es sichtlich ausgiebig zu trinken und im Wasser zu plantschen!
