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Hermanus ♥️

Veröffentlicht: 24.10.2023

Angekommen in Cape Town, back to Cape Town, erzähle ich Mama M und Mama B von meiner Reise nach Mosambik, bevor wir im Anschluss das Auto abholen. Wir erhalten ein Upgrade, und aufgrund unserer Kofferanzahl ist das auch besser so. Ab geht es nach Hermanus.

Schnell zieht es sich zu, es beginnt zu regnen und es will weder während der Fahrt noch im Laufe des Tages enden. Das Wetter ist zum Gruseln, Hunger habe ich auch, mir ist kalt. In Hermanus angekommen, suchen wir uns schnell ein Restaurant, schlemmen Pizza und Salat und fahren dann in die Unterkunft, wo Karo uns schon erwartet. Beim Inspizieren stellen wir gemeinsam fest: hier ist es schön (auch wenn es zu wenig Klopapier gibt, es recht frisch ist und es mal wieder keine Steckdose in Spiegelnähe gibt). Wir machen uns wieder auf den Weg, damit ich meinen Massagetermin im Marine Hermanus wahrnehmen kann, oh mein Gott, dieses Hotel ist sooooo edel, ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. 

Meine Massage fügt sich in dieses Bild ein, ich weiß nicht, was sie macht, aber ich schlafe immer wieder ein und glaube ernsthaft, es ist die beste Massage, die ich je hatte. Unser Weg führt uns zum Abendessen nach „Mosambik“ oder besser ins „Mosambik“, ich habe keinen Hunger und bleibe bei einem Getränk, während die anderen drei ihre mosambikanischen Speisen genießen und sie für sehr gut befinden. 

Wir haben noch 20 Min, um etwas fürs Frühstück einzukaufen, denn dann schließt auch der letzte Supermarkt, ich frage jemanden nach dem Weg und er geht die gesamte Strecke mit uns. Später fiel uns erst auf, dass man ihm hätte etwas Geld geben sollen, denn er trug eine Weste, die verrät, dass er für die Stadt/Touristen arbeitet. Demnach gehört es sich, dass man etwas Geld nach der „Leistung“ gibt. Leider war mir das noch nicht so ganz klar. Das schlechte Gewissen hat mich kaum losgelassen (am nächsten Tag suche ich die Stelle auf, wo er stehen müsste und ich hatte GlücK: er war wieder da, so dass ich unser Versäumnis nachholen konnte).

So oder so: erstmal gehts ins Bett.

Heute werde ich vielleicht Wale sehen, ich kann es kaum fassen. Unsere Reisegruppe fährt zum „New Harbour“ und erhält vom Guide Pete eine erste Einweisung in die Walarten, die theoretisch zu beobachten sind sowie in wichtige Sicherheitsmaßnahmen. Wir begeben uns an Board, sehr passend und warm gekleidet, im Gegensatz zu manch anderen Mitfahrenden, die nur mit einem dünnen Shirt auf die See gehen;).

Die Fahrt ist herrlich, das Wasser spritzt im hohen Bogen an das Boot, und zu unserer rechten und linken zeigt sich die schöne Landschaft von Hermanus und Umgebung, im Hintergrund ragen stets die hohen Berge empor. Nach ca.20 Min Fahrt stoppt unser Gefährt und von nun an schauen wir abwechselnd nach 12, 13, oder 18 und 19 Uhr, je nachdem, wo sich ein Wal (mit Kalb) befindet. Peter erklärt uns, dass die Wale heute git drauf sind, denn sie springen aus dem Wasser, lassen sich wieder ins feuchte Nass fallen und wedeln mit ihren Flossen. Ich kann nicht begreifen, was ich hier so hautnah sehe und verstumme immer wieder. Die Aussicht vom Deck ist perfekt. Wir lernen viel, z.B., dass Wale bei Gebären eine Art Hebamme haben, die sich sofort um das Kind kümmert und :


-Hermanus rühmt sich als die „Walhauptstadt der Welt“, da die Bucht seit Menschengedenken zwischen Juni bis November von südlichen Glattwalen (Southern Right Whales) besucht wird. Jährlich legen die Wale den bis zu 8.000 Kilometer langen Weg aus den Gewässern der Antarktis ans Kap zurück, um sich in der Bucht zu paaren und ihre Kälber zu gebären.

-Südkaper sind sehr große, rundliche Bartenwale mit breitem Rücken. Ihre Färbung ist vorwiegend schwarz mit weißen Stellen an Bauch und Kinn. Sie haben keine Rückenflosse und einen bemerkenswert großen Kopf, der etwa ein Drittel der gesamten Körperlänge ausmacht. Auf Kopf und Rostrum (Oberkiefer) befinden sich so genannte „Schwielen“, die mit Walläusen (kleinen Krebstieren) bewachsen sind. Diese haben bei jedem Wal individuelle Formen und so können einzelne Wale identifiziert werden. Die Mundlinie der Südkaper ist stark gewölbt, um die langen Bartenplatten unterzubringen. Sie haben zwei Atemlöcher und erzeugen beim Ausatmen eine bis zu fünf Meter hohe, V-förmige Atemfontäne. Ihre Brustflossen sind groß, breit und paddelförmig. Die Schwanzflosse (Fluke), die beim Abtauchen meist zu sehen ist, hat eine breite Hinterkante und eine tiefe Kerbe in der Mitte.


- Obwohl sie langsame Schwimmer sind, sind Südkaper sehr akrobatisch: Sie machen „Kopfstand”, hängen sich also mit dem Kopf nach unten ins Wasser und winken mit der Fluke in der Luft. Sie können auch mit den Brustflossen „winken“ und aufs Wasser schlagen. Oft springen sie bis zu zehnmal hintereinander. „Segeln” ist eine weitere häufig zu beobachtende Verhaltensweise: die Wale strecken ihre Schwanzflossen aus dem Wasser und verwenden sie als Segel. Gerne schauen sie sich auch über Wasser um oder klatschen mit der Fluke auf die Oberfläche. Südkaper leben in Kleingruppen von zwei oder drei bis maximal zwölf Individuen. Nur in nahrungsreichen Gebieten findet man häufig große Ansammlungen dieser Wale.


- Südkaper ernähren sich von tierischem Plankton, in kälteren Gewässern auch von Krill. Beim Fressen schwimmen die Wale mit geöffnetem Maul nahe der Oberfläche durch große Schwärme ihrer Beute und sieben diese dann mit Hilfe der Barten aus dem Wasser.

- Südliche Glattwale leben in der südlichen Hemisphäre und unternehmen regelmäßige Wanderungen zwischen ihren Nahrungsgründen in den kälteren antarktischen Gewässern und den wärmeren Brutgebieten weiter nördlich. Wichtige Paarungs- und Geburtsplätze liegen küstennah vor Australien, Südafrika, Südamerika und einigen ozeanischen Inseln

- Ein weiblicher Glattwal kann bis zu 80 Tonnen wiegen und 16 Meter lang werden — so lang wie ein Gelenkbus!

- Trotz ihrer immensen Ausmaße sind sie erstaunlich beweglich und akrobatisch. Man kann beobachten, wie sie ihre Fluke über längere Zeit aus dem Wasser strecken, als würden sie damit segeln. Oder wie sie beim Flukenschlagen mit der ausgestreckten Schwanzflosse heftig auf das Wasser klatschen. Und beim Springen schnellen sie aus dem Wasser, um sich dann wieder mit einem lauten Knall zurückfallen zu lassen. Das kann man sogar aus großer Entfernung sehen.

- Am Kopf hat der Glattwal mehrere weißliche oder gelbliche Schwielen. Das sind hornige Hautwucherungen, die von Walläusen, kleinen Krustentieren (Cyamidae), besiedelt werden. „Jedes Schwielenmuster ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck und ermöglicht es, einzelne Glattwale zu iden- Glattwale ernähren sich von Krill, das sind winzige Krebstiere. Auf jeder Seite ihres Oberkiefers haben sie Hunderte von Bartenplatten, die als Filter fungieren. Diese Hornplatten sind mit haarigen Fasern gesäumt. Wenn die Wale mit offenem Maul schwimmen, wird das einströmende Wasser durch die Barten gefiltert und die winzigen Tierchen bleiben in den Fasern hängen. So kann ein Wal bis zu 2 Tonnen Krill pro Tag verzehren.

  • Südliche Glattwale verbringen den Sommer (Januar/Februar) in den nahrungsreichen Gewässern der Antarktis, um sich eine dicke Fettschicht anzufressen. Dieser sogenannte Blubber sorgt in kalten Gewässern für eine hervorragende Wärmeisolierung und ist eine Energiereserve für die weiten Reisen.


  • Vom 18. Jahrhundert an wurden Glattwale auf der Südhalbkugel unerbittlich gejagt. Ihr englischer Name „right whale“ geht darauf zurück, dass Walfänger sie als die „richtigen“ Wale für die Jagd ansahen. Warum? Sie sind langsame Schwimmer und waren selbst für Walfänger in klapprigen Holzbooten, nur mit Handharpunen bewaffnet, eine leichte Beute. Und im Gegensatz zu anderen Walen treiben sie wegen ihrer außerordentlich dicken Speckschicht an der Meeresoberfläche, wenn sie getötet werden. Daher hatten Walfänger es leicht, sie an den Strand zu schleppen.
  • Damals waren die Barten und der Blubber begehrte Rohstoffe. Das aus dem Blubber gewonnene Walöl verwendete man in Straßenlaternen und als Schmiermittel. Barten, auch Fischbein genannt, wurden zu Reitpeitschen verarbeitet und als Formgeber für Korsetts und Schirme gebraucht. Schon die Barten eines einzigen Wals machten eine ganze Walfangtour zu einem Profit bringenden Geschäft.
  • Die gnadenlose Bejagung reduzierte die Glattwalpopulation zu Beginn des 20. Jahrhunderts so stark, dass der Walfang schließlich unrentabel wurde. Die letzte Walfangstation in Brasilien wurde 1973 geschlossen. Seither erholen sich die Bestände bei einigen Arten langsam. Doch andere Walarten bleiben weiterhin stark gefährdet.

Zwei Stunden später befinden wir uns wieder an Land - um ein paar tolle Fotos, aber vielmehr um ein Vielfaches an Erfahrungen reicher.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen wollen wir die Eindrücke verdauen, das Restaurant liegt genau in einer Bucht und bietet einen fantastischen Ausblick,um das eben Erlebte zu verstoffwechseln, und meine Pinca Colada hilft mir ebenso dabei. Wir wollen am Coast Trail spazieren gehen, als wir Trommelmusik und Gesang wahrnehmen. Statt zu spazieren, geht Mama Barb erstmal shoppen und Karo und Mama M legen sich ins Gras zu den Musikern und lauschen den Tönen,während sie aufs Meer schauen (Bzw einschlafen - siehe Karo). Ich bringe unsere mittlerweile zu warmen Klamotten ins Auto, und muss immer wieder hin und zurück marschieren, da ich doch stets etwas vergesse, aber das macht nichts: Hey, ich bin in Südafrika, ich beschwere mich nicht.

Aber ich habe zu kämpfen und denke während des hin- und herlaufens zum Auto erneut darüber nach: die Schere zwischen Arm und Reich, vorwiegend zwischen Schwarz und Weiß, ist immens. Es bricht mir das Herz. In Mosambik sind gefühlt alle arm (ob es die Sache besser macht, weiß ich nicht), aber in Südafrika ist all das, was ich in der Theorie schon wusste, auch wirklich so greifbar. die Townships, die Jobs (wer arbeitet in welchem Bereich?) sind ein Abbild dessen.

Nun aber kann unsere kleine Wanderung (mit Unterbrechung, da Karo unterwegs ins kalte Meer geht, es hat 16 Grad) beginnen.Wir sehen tolle Flora und Fauna und Karo verliebt sich spontan in den Klippenschliefer, ein so drolliges Tierchen, über das sie während des gesamten restlichen Tages nicht den Mund halten kann;).

Danke für den tollen Tag. Und langsam haben wir auch den Dreh raus, wie man das Tor zu unserer gated Community per Leihhandy öffnet. Es geht nach Hause;-)

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Am 23.10.2023 entscheiden wir uns, erstmal ein paar mal im Kreis zu fahren, da wir die Zufahrt für die Tankstelle nicht finden, bevor wir zum

Fernkloof Nature Reserve fahren. Es liegt nahe der Stadt Hermanus in Südafrika. Im Fernkloof Nature Reserve, welches man nur zu Fuß erforschen kann, kann man eine Vielzahl von Arten der Flora und Fauna beobachten. Das gesamte Areal umfasst etwa 1.800 ha und ist mit mehreren Wanderwegen ausgestattet, die zu ausgiebigen Wandertouren einladen. Während jedoch nur wenige Säugetiere vorkommen, herrscht hier vor allem ein reges Treiben der verschiedensten Vogel-, Insekten- und Reptilienarten. Uns begegnet neben netten Leuten, die uns Hilfestellung geben uns Schildkröten, ich liebe es zu beobachten, wie langsam sie ihren Weg bestreiten, auch Schilder an den Straßen, die zu den Wanderwegen führen, warnen die Fahrer vor kreuzenden Schildkröten. Wir vier gehen natürlich weniger wandern, als einfach nur toll in den Bergen spazieren, und genießen die Aufsicht auf das Meer (Groot Beach), und Hermanus vor uns. Die Sonne scheint unerbittlich, ich werde schön braun und im Gänsemarsch marschieren Nummer 1 (ich), Nummer 2 (Karo), Nummer 3 (Barb) und Nummer 4 (Marika) in Reih und Glied bergein und bergaus( Karo und ich verlieren uns ins in Debatten über Zoos). Wir haben Hunger und mit genug Schritte auf der Uhr und entscheiden uns, etwas Wein zu trinken. Google Maps zeigt ein Weingut nach dem nächsten an, wir entscheiden uns für das Ulumbaza Wine Estate (https://www.springfontein.co.za/barn/). 


Neben zwei anderen Damen sind wir die einzigen Gäste und werden umworben. Das Areal ist riesig, grün, es stehen zwei Cottages zum Vermieten, ein Pool zum Baden, etc. Und es zieht wie Hechtsuppe. Aber egal, denn unser Essen und unserer Weine nehmen wir drinnen ein, es gibt Käse, mega Brot, Risotto, Lachs, Salat, einfach alles. Und das ist auch dringend nötig, denn der Wein haut rein. Ich als Fahrerin trinke aber nur ein Glas! Wir lassen es uns gutgehen und den Tag am Strand (oh mein Gott, was für eine tolle Empfehlung…) ausklingen. Allerdings nur kurz, denn es windet ohne Ende. Aber mit Handtüchern um den Kopf gewickelt, geht alles. Am kommenden Tag wollen wir aber jedoch etwas mehr Zeit am Grotten Beach verbringen.

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Morgenstunde hat Yoga im Mund am 24.10.2023. Es geht zu Pauline Leppmann ins Yoga Studio in die Goede Str. Wir, also Karo und ich, sind di jüngsten, die zu einer Drop-In-Class da sind. Alle anderen gehören zur wöchentlichen Yogagruppe, die den Fokus auf das Dehnen legt. Karo und ich können das gut gebrauchen, von all dem Fahren und Fliegen sind wir völlig steif und genießen jede Bewegung unseres Bewegungsapparates. Das dazugehörige Café sowie der Garten sind sehr ansehnlich, ich werde aber darauf hingewiesen, dass Hermanus derzeit Wasserknappheit hat und das Spülen vermieden werden sollte. Nach der Yogaklasse fahren wir beide noch mal nach Hause, um uns umzuziehen, im Anschluss treffen wir Mama B und Mama M im Restaurant „fusion“. Wir schmieden den Plan, dass Barb ihr Shopping fortführen kann (sie begann schon am Morgen und ich weiß nicht, wie sie mit all den Sachen jemals ins Flugzeug passen will) und auch Karo kann nun für ihre Liebsten einkaufen. Ich ergattere ein wenig, entscheide mich dann aber lieber dafür, übers Meer zu schauen und staune nicht schlecht, als sich ein paar Klippenschliefer rechts und links von mir gesellen, es ist so wunderbar, ihnen beim Essen und Spielen zuzusehen. Barb findet mich, wir finden Mama M und schaffen es auch noch, Karo ausfindig zu machen, bevor wir an den Strand fahren. dieser Strand ist einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Es sind ein paar Menschen mit ihren Hunden unterwegs, aber ansonsten gibt es nur die Weite, den endlosen Strand und das Wasser. Die Mütter bekommen jeweils eine private Stunde. Karo unterrichtet Barb in ihrer ersten Yogastunde am Strand, während ich meine Asanas mit meiner Mama durchgehe. Die Damen kommen ins Schwitzen, Barb joggt später sogar noch am Strand, ich hänge spazierend meinen Gedanken nach und genieße diese unbeschreibliche Aussicht und Ruhe. Ich wiederhole mich, Grotto Beach ist sicher einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe und erleben durfte. 

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Antworten (1)

C
Sooo beeindruckt