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Kap der guten Hoffnung

Veröffentlicht: 30.10.2023


10 Uhr und unsere Reisetruppe fährt zum Kap der guten Hoffnung, aber da Karo schon mal da war, setzen wir sie an einer Straußenfarm ab, wo sie bei Tee, Wasser und einem guten Buch auf uns warten wird.


Auf dem Weg zum Kap begegnen uns viele Paviane, ich finde sie sicherlich interessant, aber habe auch absolute Angst, diesen Affen mit den spitzen Zähnen kann man nicht trauen, überall finden sich auch Schilder, die genau das ausweisen, nämlich dass man Abstand halten soll, es handelt sich um gefährliche und wilde Tiere.


Das Naturreservat des Kaps der guten Hoffnung ist unendlich groß und wir fahren zum südlichsten Punkt - dem Kap der guten Hoffnung- genießen den Wind u die Sonne. Ich taufe es liebevoll Kapp der deutschen Hoffnung, da man überall Deutsche sieht und hört. Den Weg zum Leuchtturm wandern wir nicht hoch, sondern fahren ihn mit einer kleiner Bahn hoch, der Ausblick von dort oben ist wirklich atemberaubend. Ich könnte Stunden hier bleiben, aber wir haben ein Herz und wollen auch nicht, dass Karo stundenlang auf der Straußenfarm verweilen muss.


Wir fahren zurück zu unserer Nummer drei und es gibt erst mal etwas zu essen. Dass man Strauß Fleisch isst, während man die Tiere draußen beobachtet, lasse ich an dieser Stelle einmal unbemerkt.

Wir entscheiden uns, an einer privaten Führung über das Gelände teilzunehmen. Wir lernen vieles über diese besondere Vogelart, aber da die Straußenfarm ist auch ein Auffangcenter für Reptilien aus dem illegalen Tierhandel ist; erweitern wir auch unser Wissen in Bezug auf Schildkröten, Schlangen, Alligatoren.

Was lernen wir?

  • in ein Straußenei passen ca 20 Hühnereier
  • Straußen können nicht nach hinten kicken
  • Nanystrausse sind braun gefleckt
  • Strauße haben keine Zähne und nur ein Erinnerungsvermögen von 3 Sekunden
  • Ein Männchen hat immer 2 Weibchen ( der Arme)

Der junge Führer Leon fragt Karo und mich, ob wir sie auch füttern wollen und wir sagen natürlich begeistert JA. Er stellt sich aber als schwieriges Unterfangen heraus, denn obwohl sie keine Zähne haben, ist es nicht gerade angenehm, sie zu füttern. Die Tiere sind so hektisch und hacken so schnell, dass man sich richtig erschreckt. Ich ziehe durch, karo in der Theorie auch, d.h., sie wird immer wieder mutig, um dann doch zurückzuziehen. Es ist ihr bis zum Schluss nicht geheuer.

Ich lache mich schlapp.


Karo hat was im Ohr und möchte in die Klinik. Gesagt, getan!

In Fish Hoek fahren wir in öffentliches Krankenhaus, und müssen nur schnell durch das Metalldetektor und geben Karo ( „Hello, I am German.“) in sichere Hände.

Mama M und ich fahren ans Meer, wehen fast weg ( ich lüge nicht), und geniessen eine vegane Mahlzeit. Wir Bleiben mit Karo Kontakt und gehen dann ihrer Bitte nach, die restliche Zeit mit ihr im Krankenhaus und Warteraum verbringen.

Diesmal muss ich beim Einfahren sogar bei dem Sicherheitsmann einen Zettel ausfüllen und er verabschiedet mich mit den Worten „Mama“.

Ich guck ihn an und frage, wieso er auf die Idee kommt, mich Mama zu nennen, ob ich schon so alt aussehe!?


Zur Info: Die Mama - Debatte ist hier - für uns Frauen - eine großes Thema. Mama M hat am Anfang unserer Reise bemerkt, dass es ihr nicht gefällt, dass man sich ständig Mama nennt. Ich meinte zu ihr, es sei ein Kompliment. Ein paar Tage später kommt Karo um die Ecke und freut sich, dass man sie Sissi nannte. Sissi steht wohl für eine junge Frau. Kurz darauf wird ihre Freude diesbezüglich aber getrübt, weil sie jemand Mama nannte. Auch hier beruhige ich sie.

Ich hab auch leicht reden, denn ich wurde bis dato nur Sissi genannt. Ich sehe wohl doch sehr jung aus. Naja, bis der Mann am Krankenhaus mich Mama nannte. Ich frage ihn also, ob ich so alt aussehe, und er meinte, naja, er würde sagen, Sissi passt für Frauen zwischen 18 und 32. Also frage ich ihn, ob er denkt, ich sei älter als 32. Er kommt ganz schön ins Schwitzen. Und sagt naja, er würde Mama sagen, weil ich hier so verantwortungsvoll Auto fahre 🙃. Ok, danke kann ich leben. Den restlichen Abend verbringen wir im Krankenhaus, das Rugby Spiel werden wir nicht sehen, und bei der Ausfahrt führen der Mann und ich dieselbe Debatte - Mama, Lady, Ma‘am, Sissy. Er redet sich wieder um Kopf u Kragen🙃

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