Veröffentlicht: 20.07.2025









































































17.7.2025
Highlights heute:
Heute haben wir uns einen Mietwagen bis morgen Abend gemietet, um in aller Ruhe die Insel zu erkunden.
Für 10€ bringt uns der Mietwagenanbieter FIVE Rent a Car den Wagen ins Hotel.
Wir sind um 8 Uhr beim Frühstück. Es ist nicht viel los am Buffet. Es gibt neben Cornflakes, Müsli und Joghurt auch noch Brot & Brötchen, verschiedene Wurst- & Käsesorten, Ei, Gemüse, Rösti etc und natürlich Obst (u.A. Banane, Kiwi, 3 Sorten Melone, Äpfel etc) und Süßspeisen wir Kuchen, Croissants und kleine Gebäckspezialitäten. Hier ist für jeden was dabei.
Kurz nach 9 Uhr wird unser Mietwagen gebracht, ein kleiner Mitsubishi Space Star in Zementgrau. Die Dame von der Mietwagenfirma erklärt uns noch, dass im gebuchten Preis keine Versicherung inkludiert sei, wir könnten Reifen & Glas oder Vollkasko (zzgl 20€ pro Tag) dazu buchen. In Anbetracht der Tatsache, dass das Auto rundherum Schrammen und Dellen hat, entscheiden wir uns für die Vollkaskoversion.
Nachdem wir das Auto beladen haben, fahren wir zum Miradouro Pico do Castelo, von wo man einen schönen Blick über die Insel samt Flughafen hat.
Der Weg ist teilweise eine Schotterpiste und ich bin daher heilfroh, dass wir die Vollkasko Versicherung gewählt haben...
Die Jungs wollen noch auf den Pico klettern, mir ist es aber jetzt schon zu warm ( es weht kein Lüftchen!), daher warte ich ab einer der Grillplätze am Aussichtspunkt (das können die Portugiesen!).
Nach kurzer Zeit kommen Beide zurück. Es sei zu heiß, sie hätten den Weg nach der Hälfte abgebrochen. Oha... Es ist gerade mal 10 Uhr...
Weiter geht's mit unserem Inselflitzer zur Fonte da Areia - bergab über Schotterstraße mit echt fiesen Schlaglöchern!!! Das ist aber tatsächlich die reguläre Straße, die sogar von unten aus ausgeschildert ist. Puh, das kann ja noch lustig werden...
Eine Quelle finden wir bei Fonte da Areia nicht, dafür aber einen spektakulären Aussichtspunkt mit Grillplätze, Schaukel und bizarren Felswänden.
Sehr schön hier!
Ein paar Meter weiter wird gerade eine neuer Aussichtspunkt gebaut - hier tut sich was!
Wir umrunden den östlichen Teil der Insel. Hier finden sich Wälder und Bäume am Hang, über die die Wolken ziehen. Hat etwas Mystisches. Hier herrscht jedenfalls ein Mikroklima. Kaum sind wir ein Stück um den Berg herumgefahren, ist es schlagartig gefühlte 5 Grad (oder mehr) kälter. Es weht außerdem ein Lüftchen, auf der anderen Bergseite war es windstill.
Wir stoppen beim Miradouro de Pedregal und umrunden den Berg und halten beim kleinen Heimatmuseum "Casa da Serra".
Danach fahren wir vom Ort Serra de Fora aus ans Meer, wo sich die Naturpools Piscinas Naturais do Porto dos Frades befinden sollen. Angeblich nett zum Schnorcheln. Als wir aussteigen, stehen wir vor einer unsichtbaren Hitzewand!
Kein Wind, brennende Sonne (schmerzt richtig auf der Haut) und mein kleines Taschenthermometer sagt +32,5 Grad!! Krass!!!!
Wir laufen ein Stück an der steinigen Bucht vorbei über kleine Sanddünen zu den vulkanischen Felsformationen am Meer.
In der Ferne sehen wir Schnorchler weiter nördlich am Strand Felsenpool (?), aber uns ist es viel zu heiß, wir wollen lieber weiterfahren.
Zurück Richtung Hotel stoppen wir am Miradouro da Portela, von wo aus man einen fantastischen Blick auf den 9 km langen Sandstrand der Insel hat, den Hafen mit seinen Segelbooten und der Fähre sehen kann und über die Straße einen kurzen Fußweg zu den 3 historischen Windmühlen Moinhos Vento Porto Santo machen kann (machen wir natürlich 😜).
Das Meer ist auch von hier oben glasklar! Ein Traum! Hierher kann man übrigens auch mit dem Inselbus bzw. Ausflugsbus fahren. Die Ausblicke, die man per Schotterpiste erreicht (und das sind dann doch sher viele), erreicht man nur mit dem Mietwagen oder per Jeep-Tour.
Wir fahren Richtung Süden der Insel, quasi am Hotel vorbei und machen einen Abstecher in die Inselmitte zum Pico de Ana Ferreira. Hier befindet sich ein weitere Attraktion der Insel. Mit 283 Metern über dem Meeresspiegel ist er der höchste Punkt im westlichen Teil der Insel Porto Santo. Auf seinem Gipfel befindet sich eine spektakuläre Reihe prismatischer Säulen, die vor Tausenden von Jahren durch vulkanische Aktivitäten entstanden sind.
Wir sind alleine hier, machen ausgiebig Fotos und fahren dann weiter zum Miradouro das Flores, mein Lieblingsausblick heute. Die Anfahrt ist etwas abenteuerlich, da man einen recht steilen Schotterweg hinauffahren muss.
Wir teilen uns den Parkplatz mit mehreren Touren-Jeeps und Tagestouristen. Aber insgesamt ist überall nicht viel los, die Touris halten sich in Grenzen, wir bekommen überall problemlos einen Parkplatz und sind oft sogar ganz alleine an Aussichtspunkten.
Der Gatte möchte sich gerne den Weg zum Praia do Zimbrainho anschauen, Sohnemann und ich haben aber schon signalisiert, dass wir auf diese schweißtreibende Wanderung bei den aktuellen Temperaturen keine Lust haben. Wir fahren die Stichstraße vom Miradoura das Flores ab zum Strand. Natürlich wieder Schotterpiste, dieses Mal auch noch mit Sand, Schlaglöchern und Spurrillen. Ich habe schon die handfeste Krise auf dem Beifahrersitz, aber der Gatte fährt seelenruhig weiter bis zur Haltestelle und dem Verbotsschild, weiterzufahren. Während Sohnemann und ich im Auto warten, marschiert er den Weg bis an die Küste, wo der Abstieg zum Strand beginnt, kommt aber zu der Erkenntnis, dass es sich nicht lohnt, bei der Hitze dort runter zu klettern - und der Weg zurück zum Auto sei total anstrengend und schweißtreibend. Genauso beschwerlich wird nun der der Weg mit dem Auto zurück zur Straße: unser kleiner Mitsubishi schafft es kaum den sandigen Spurrillenhügel hinauf. Uns fällt echt ein Stein vom Herzen, als wir wieder oben ankommen. Also Anmerkung: mit untermotorisiertem Kleinstwagen ist der Abstecher NICHT geeignet!
Es ist 16:30 als wir am westlichsten Ende des 9 km langen Sandstrandes in Ponta Calheta bei Praia da Calheta ankommen.
Hier gibt es ein scheinbar neues Restaurant/Bar, das noch nicht bei Google Maps zu finden ist. Wir gönnen uns ein Eis und schauen uns am Strand um. Dieser ist ganz anders, denn hier gibt es eigentlich keinen direkten Zugang zum Meer, da direkt am Strand überall vulkananiscbe Felsformationen ins Meer ragen. Außerdem warnen Schilder vor gefährlichen Strömungen und Winden. Das Felsentor am Strand ist ein Hingucker und scheinbar beliebtes Insta-&TikTok Motiv.
Das Meer, es ist ein auflaufende Flut, rauscht durch das Felsentor. Sieht schon cool aus. Hier möchte ich morgen noch Mal bei Ebbe herkommen. Vielleicht kann man dann durch das Tor hindurch laufen?
Wir fahren zurück zum Hotel, springen ins erfrischende Meer, ziehen danach noch ein paar Bahnen im Hotelpool und ziehen uns fürs Abendessen um. Da wir den Mietwagen bis morgen Abend habe, wollen wir die Chance nutzen und den Sonnenuntergang auf der anderen Inselseite anschauen.
Im Örtchen Camacha essen wir im Restaurant "Grill Torres" lecker zu Abend (der vegetarische Reis mit Nüssen ist echt lecker) und fahren dann erneut Richtung Grillplatz bei Fonte da Areia.
Wir machen vorher noch einen Abstecher zu den Dünen & Felsformationen ein paar Meter weiter, die ich als Fotomotiv definitiv empfehlen kann.
Leider ist es heute sehr bewölkt, daher ist der Sonnenuntergang mit wirklich spektakulär, aber die Aussicht aufs Meer von der Schaukel aus hat was 🥰
Was für eine schöner Tagesabschluss auf einer kleinen, aber vor allem (wider Erwarten) sehr vielseitigen Insel!!!
Für die Statistik:
Übernachtung: Porto Santo Beach & Spa Hotel (Ü/Fr)
Gelaufen: 8,7 km
Gefahren: 74 km
Wetter: sonnig, bis +32,5 Grad, nahezu windstill!!!
