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Tag 3: Porto Santo - Geheime Höhlen & bizzare Felsen am Meer

Veröffentlicht: 07.08.2025

18.7.2025

Highlights heute:

  • Pico de Ana Ferreia
  • Gruta de Ana Ferreia
  • "Grand Canyon"
  • Parque de Morendas dos Morenos
  • Miradouro do Furado Norte
  • Calheta Beach
  • Vila Baleira


Nach dem Frühstück nutzen wir unseren kleinen Inselflitzer-Mietwagen, den wir bis heute Abend gebucht haben und erkunden die Insel weiter.

Der Gatte hat sich in den Kopf gesetzt, die große Höhle "Gruta de Ana Ferreia" zu erklimmen. Angeblich gäbe es einen Weg dorthin. Wir haben gestern einen Trampelpfad oberhalb der Basaltsäulen bei Ana Ferreia gesehen, den wollen wir heute testen.

Als wir ankommen - dieses Mal nehmen wir die "gute" asphaltierte Straße - ist nur eine weitere Familie mit Mietwagen da, die ebenfalls den Pfad in Richtung Höhle hinauf klettert.

Pico de Ana Ferreia

Allerdings kehren sie bald um, als der Pfad sehr stei wird und sie mit ihren FlipFlops nicht mehr weiterkommen. Wir haben immerhin Turnschuhe an (meine Wanderschuhe sind noch im Koffer, da ich nicht davon ausgegangen bin, dass ich sie hier auf Porto Santo benötigen würde).

Der Pfad ist eine Herausforderung, da er steil und rutschig ist. Auf halber Höhe zur Höhle, können wir keinen Pfad hinauf zur Höhle mehr erkennen. Es gibt nur noch alte Steinterrassen mit unzähligen Kakteen und Pflanzen, an denen Hunderte Schnecken kleben.
Überall Schnecken

Sohnemann und ich warten, der Gatte schlägt sich bergauf durchs Unterholz und kämpft sich an den Kakteen vorbei, den Fels hinauf bis in die Höhle. 

Nein, das wre nix für mich gewesen.

Die Aussicht ist toll, allerdings bin ich froh, nicht dort honauf geklettert zu sein.

Gruta de Ana Ferreia

Wir folgen dem regulären Pfad um den Berg herum, der scheinbar zu einer weiteren Höhle auf der anderen Seite führt, aber auch dieser führt dann über einen ungesicherten Erdrutsch, durch Unterholz und Kakteen. 

Wir kehren um - das muss nicht sein.

Als wir auf dem Parkplatz ankommen, ist dieser rammelvoll. Überall Jeep Touren, die Jeeps stauen sich bereits die Straße zu den Basaltsulen hinauf. Krass! Gestern und heute Morgen waren wir quasi alleine hier!

Heute ist deutlich mehr los

Weiter fahren wir mit dem Inselflitzer Richtung Westküste. Wir wollen zum Miradouro do Furado Norte, den wir gestern nicht mehr besucht haben.

Auf dem Weg dorthin fahren wir an einem Canyon entlang. Hat etwas vom Grand Canyon /USA  - im Miniformat! 

Der "Grand Canon" von Porto Santo


Trotzdem nett anzusehen.

Wir stoppen am Parque de Morendas dos Morenos, kurz vor dem Miradouro do Furado Norte. Hier kann man eine Felswand anschauen, die quasi die Geschichte der Vulkanaktivität der Inel erzählt. Es gibt unterschiedliche Farben und Vulkanformationen, erstarrte Magmasäulen, Basaltgestein etc. und zwischendruch dichte Moos-Farnwände, an denen kleine Wasserfälle herunter fließen. 

Parque de Morendas dos Morenos
Blick auf die "Vulkanwand"

Leider ist es sehr bewölkt und windig, sonst würden die unterschiedlichen Farben wohl noch besser zu sehen sein.

Am Miradouro do Furado Norte ist es dann sehr windig, daher halten wir uns hier nur kurz auf. Vom Aussichtpunkt hat man einen schönen Blick auf die Ilheu do Ferro & den Leuchtturm Farol do Ilheu do Ferro.

Miradouro do Furado Norte

Über die Schotterstraße schleichen wir zurück zum Calheta Beach, den wir uns heute bei Ebbe genauer ansehen wollten.

Zuerst gönnen wir uns aber ein leckeres Mittagessen im Restaurant direkt am Strand. Die Tomatensuppe mit Zwiebeln und pochiertem Ei ist sehr lecker, als Nachtisch essen wir mit die besten Pastel del Nata, die wir je probiert haben. So lecker!

Mittagessen am Calheta Beach

Wie vorab recherhiert ist jetzt gegen Mittag die tiefste Ebbe.

Ziel ist das Felsentor. 

Ponta da Calheta it Blick auf Ilheu da Cal

Ich hatte gehofft, dass das Wasser so weit sinken würde, dass man durch das Tor laufen könnte, aber das ist nicht der Fall. Außerdem versperren überall Steine und Felsstücke den Weg, also gibt es nur den Blick durch das Tor.

Ponta da Calheta

Durch die Ebbe sind die veralgten schwarzen Vulkanfelsen alle freigelegt, was die Algen im Sonnenlicht giftgrün aussehen lässt und einem "Feenreich" ähnelt, wenn man sich die vielen Rillen und kreisrunde vulkanisch geformte Minibecken anschaut. 

Calheta Beach
Ich finde sogar ein Becken in Herzform!

Einfach faszinierend!


Ein vulkanisches Herz

Mit meiner Insta360 Kamera tauche ich dann in die kleinen Gänge und Höhlen ein, als wäre es eine andere Welt 🤪

Höhle am Calheta Beach

Die Mittagssonnen brennt ganz schön, daher fahren wir zurück ins Hotel und gönnen uns noch eine Auszeit am Pool & Meer, bevor wir den kleinen Inselflitzer bei FIVE Rent a Car in Vila Baleira zurückgeben.

Die Rückgabe um 18 Uhr klappt problemlos. Zwar finden wir den Rückgabeparkplatz erst im 2. Anlauf, da uns das Navi zur Shopadresse in die Innenstadt leitet, aber hier ist ja alles sehr nah beieinander, so erreichen wir wenige Minuten später den Parkplatz von FIVE.

Zu Fuß laufen wir weiter ins Zentrum, wo wir uns das Rathaus, Christoph Columbus Haus (er lebte damal einige Zeit auf Porto Santo) und diverse andere Gebäude anschauen, bevor wir zum Pier weitergehen. 

Rathaus Vila Baleira
Igreja de Nossa Senhora da Piedale
Kulturzentrum
Columbus lebte einst eine zeitlang auf Porto Santo
Dom Henrique
Padrao dos Descobrimentos
Porto Santo Beach
Pier
Möwe am Pier bei Vila Baleira
Dieser ist fest in der Hand von Jugendlichen, die am Ende des Piers ins Meer springen. Das scheint hier die Hauptattraktion für die Kids zu sein.
Pier-Jumper Vila Baleira

Am Strand entlang laufen wir zu nächstgelegenen Pizzeria, um zu Abend zu essen.

Pizza bei Pizza N´Areia

Am Strand entlang geht es dann weiter in Richtung Hotel. Wir stoppen erst an der Pé na Água Beach Bar, in der 3 Jugendliche sitzen. Erst sind wir unschlüssig, ob die Bar noch geöffnet hat, die alle drei offensichtlich minderjähig sind. Der Älteste bejaht aber, dass noch geöffnet sei. Wir bestellen 2 Caipirihnas und einen Mojito. 

Einer der Jungs telefoniert (scheinbar lässt er sich das Rezept für die Drinks durchgeben 😅), die anderen beiden folgen seinen Answeisungen. 

Nach einigen Minuten bekommen wir für je 6 € "trinkbare" Cocktails (das Mischverhältnis zwischen Alkohol und dem Rest stimmt nicht so ganz, aber man kann es trinken 🤣).

Caipirinha am Strand

Auf dem Weg zum Hotel kommen wir an einer weiteren kleinen Mini-Beach Bar vorbei. Hier tanzen zwei sehr angeheiterte Damen vor dem Tresen, der Beach Bar Betreiber steht singend hinter dem Tresen und eine Gruppe Einheimischer sitzt an einem Tisch am Strand. Über die Musikbox läuft Musik. Ach, hier bekommen wir bestimmt auch noch etwas zu trinken....!?

Für schlappe 2 € / Glas bekommen wir hier echt leckeren Sangria - sogar mit marinierten "Saubohnen" (wieder mal was Neues zum Probieren).

Sangria und Saubohnen

Während wir unseren Drink trinken, sehen wir die Porto Santo Fähre aus Funchal auf dem Meer in den Hafen fahren. 

Oha, die ist aber spät dran? Wir haben schon nach 21 Uhr....

Die Fähre rast mit ordentlich Geschwindigkeit an uns vorbei. Ich habe noch nie eine so schnell fahrende Fähre gesehen...

Porto Santo - Funchal Fähre

Hier lässt es sich aushalten! Bestimmt kommen wir noch mal hierher 😅

Mit dem Sonnenuntergang ereichen wir unser Hotel und fallen ins Bett. 

Schön hier!

Für die Statistik:

Gelaufen: 9,6 km

Gefahren: 25 km

Übernachtung: Porto Santo Beach & Spa Hotel

Wetter: sonnig/bewölkt, bis +27 Grad








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