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Tag 12 Big Island – Volcanoes Nationalpark & Lava Viewing

3. August 2022

Heute geht’s in den Süden der Insel zu, Volcanoes NP. Ich habe die Entfernungen auf Big Island leider etwas unterschätzt und daher kurz vor Abreise noch ein Cottage im Regenwald neben dem Volcanoes NP, im Örtchen „Volcano“ gebucht. War zu diesem Zeitpunkt kein Schnapper, aber die beste Lösung für unser Vorhaben heute. Wir haben gestern bereits einen Koffer für heute gepackt und starten nach einem kurzen Frühstück gegen 7 Uhr morgens.

Nach einem kurzen Fotostopp auf die ersten großen Lavafelder, erreichen wir ca. 2 Stunden später den „ Southernmost Point in the United States“. Wir parken unser Auto an der Straße und laufen die letzten Meter zu Fuß. Hier führ nur noch eine Sandpiste weiter zum südlichsten Punkt.

Das Meer peitscht die Wellen an die Felsen und Steilküste und es ist recht windig.

Vorbei an vielen Weiden, Pferden und Ranches geht’s weiter zum Whittington Bach Park. Wir lassen uns etwas verwirren, durch den Begriff „Beach Park“, denn einen Strand sucht man hier vergebens. Es gibt Lavapools und Überreste eines ehemaligen Stegs oder Pier!? Wir klettern ein wenig auf der Lava herum, schauen in die kleinen Tidenpools und fahren dann weiter.

Nächster Stopp ist der Punalu`u Beach Park. Hier gibt’s tatsächlich einen Strand, einen schwarzen Strand. Dieser soll eigentlich eine Menge Schildkröten beherbergen, aber wir sehen am Strand keine. Während ich mich mit den Kids dem späten frühstück widme und wir es uns am Strand bequem machen, hüpft der Gatte samt Schnorchelausrüstung ins Meer. Irgendwie hab ich nicht so wirklich Lust auf Schnorcheln. Das Geheimnis der Schildkröten kann der Gatte dann lösen. Diese sind alle gerade auf „Fresstour“ und sind im Wasser nahe der Felsen anzutreffen. Wir sehen in der Ferne immer mal wieder eine auf- und abtauchen.

Der Beach Park verfügt über einen abgesperrten "Lost Place". Die alten und verfallenen Gebäude sind von Pflanzen überwuchert, Wände wurden besprüht und überall stehen Nicht Betreten Schilder. Gruselig. Ein echter "Lost Place"...

Gegen Mittag erreichen wir den Volcanoes National Park. Das Wetter hat sich leider nicht zu unseren Gunsten verbessert. Es zieht ziemlich zu und die Sonne hat sich fast vollständig verzogen. Ach Mensch, wie doof.

Wir stoppen kurz am Visitor Center, nutzen die Toilette und schauen in die NP Map. Wir entscheiden uns, unser Glück zuerst in Richtung Süden zu versuchen, Ziel: Holei Sea Arch.

Am Kilauea Iki Crater Overlook stoppen wir und erhaschen einen kurzen Blick in den Crater. Leider kann man durch die vielen Büsche und Sträucher kaum etwas erkennen. Nur wenige Meter weiter liegt die „Nahuku“ Thurston Lava Tube. Wir freuen uns schon, dass wider Erwarten so viele Parkplätze frei sind. Angeblich sind die nämlich Mangelware. Den Grund dazu sehen wir dann am Eingang der Tube: „Geschlossen“.

Och nee…. Unsere Bekannten waren vor ein paar Tagen schon hier, da war sie noch geöffnet. Naja, sie wohl auf keinen Fall besser sein, als die Tube, die wir auf Maui bei Hana besichtigt haben. Schade, aber wir können es nicht ändern – weiter geht’s.

Nächste Stopp: wieder der Kilauea Iki Crater, aber dieses mal genau gegenüber des letzten Overlooks. Hier sehen wir etwas mehr, u.A. die Touristen auf dem Kilauea Iki Trail, mitten im Krater. Sieht schon cool aus und wir wollen auf jeden Fall auch noch einen Trail laufen, aber das Wetter sieht leider gar nicht gut aus und wir haben keine Lust, bei Regen zu laufen. Also weiter.

Über die Chain of Craters Road fahren wir Richtung Küste, vorbei an mehrern Lava Flows / Lavafeldern und Kratern. Nachdem wir uns den Pauahi Crater angeschaut haben, öffnet der Himmel seine Schleusen. Es schüttet – heftig! Der Scheibenwische läuft auf höchster Stufe und wir sehen kaum etwas. Der Himmel ist fast schwarz, was die Dramaturgie mit der den schwarzen Lavafeldern links und rechts noch erhöht. Man könnte meinen, es ist schon 18 Uhr abends. Super…. Ich bin kurz gefrustet. Naja, eigentlich dürfen wir uns nicht beschweren. Es ist der erste „richtige“ Regen seit wir hier auf Hawaii sind. Bisher kamen wir ja mit einem 5 Minuten Schauer glimpflich davon.

Als wir die die Küste in der Ferne sehen können, lässt der Regen langsam nach. Ab jetzt geht die Straße steil nach unten und führt über viele Kurven runter an die Lavaküste. Nach der Naulu Trail Rest Area stoppen wir an einem kleinen Parkplatz und erkunden das Lavafeld vor uns. Der Regen hat hier unten aufgehört, aber alles ist nass und rutschig. Wirsind total beeindruckt, welche Kunstgebilde die Lava hier hinterlassen hat. Von mehrfarbigen Steinen, Lavaschichte bis zu kunstvollen Symbolen. Cool!

Hier uns da haben es auch die ersten Büsche, Bäumchen und Blumen geschafft, die Lava zu besiedeln.

Nach einem Pausenstopp erreichen wir gegen 14 Uhr den Parkplatz vor der Schranke. Ab hier geht’s zu Fuß weiter zum Holei Sea Arch. Mittlerweile zeigt sich sogar die Sonne wieder ein wenig und es wird schlagartig warm.

Auf dem Rückweg halten wir wieder an der Straße und entdecken die „alte Straße“, die 1972 beim Lava Flow fast vollständig zerstört wurde. Allerdings gibt es ein paar Lücken, wo man die Straße noch aus den Lavafeldern heraussehen kann. Das muss ich mir mit der Tochter aus der Nähe anschauen. Schon beeindruckend!

Nach einem Zwischenstopp am Mauna Ulu Lookout fahren wir zum Parkplatz des Puʻu Huluhulu Trailhead. Das Wetter scheint zu halten und so starten wir auf den Trail. Wir biegen kurz ab, um uns die Erruption Fissure von 1969 anzuschauen und laufen dann weiter auf dem Napau Trail / Puʻu Huluhulu Trail Richtung Puʻu Huluhulu Cinder Cone.

Leider kommen wir nicht bis dorthin, denn er setzt erneut Regen ein und wir kehren auf etwa halber Strecke um. Schade.

Am Visitor Center erkundigen wir uns nach dem abendlichen Eruption Viewing, was wir für heute Abend auf dem Plan haben. Man rät uns, erst ab 22 Uhr wieder in den Park zu kommen, da dann die Tagestouristen alle weg seien und wir eine Chance auf einen Parkplatz hätten. Uff. Ok, das wird ein langer Tag heute….

Weiter geht es zu den Steam Vents und zum Kilauea Overlook, wo man in den Halema`uma`u Crater schauen kann. Den werden wir uns dann heute Abend von der anderen Seite anschauen und hoffentlich rote Lava sehen können. Jetzt, bei Tageslicht, sieht man nämlich außer Rauch gar nichts.

Wir sind jetzt ziemlich platt und verlassen den Park. Wir wollen uns jetzt noch ein wenig ausruhen und unser Alii Cottage bei Volcano beziehen.

Dank googlemaps finden wir die Alii Cottages auch auf Anhieb und werden schon erwartet. Die nette Eigentümern freut sich über Besuch aus Europa, erzählt von ihrer Studienzeit und wie sie einst Europa bereiste und hat sichtlich Spaß daran, uns davon zu erzählen.

Unser Cottage ist sehr rustikal, verfügt über ein Doppelbett mit im integrierten Wohn-Schlafbereich, Bad und Küche unten, über eine steile Leiter erreicht man den Dachboden, wo noch mal 2 Matratzen zum Schlafen liegen. Sohnemann bezieht sofort freudestrahlend eine der Matratzen und chillt.

Mir war nicht bewusst, dass wir eine Küche haben. Mist, wir hätten uns Nudeln und Soße zum Kochen mitnehmen können. Die Vermieterin empfiehlt uns den kleinen Shop in Volcano, der allerdings in 20 Minuten schließen soll. Wir fahren also schnell zurück und wollen eigentlich Tiefkühlpizza kaufen, da wir gestern erst Nudeln hatten. Bei den Preisen in dem kleinen Laden verschlägt es uns allerdings die Sprache. Eine 0-8-15 Tiefkühlpizza kostet lasche 16 $. Ähm… nein. Also doch wieder Nudeln (Packung Spagetti) mit (es gibt nur noch eine Käsesoße) für 15 $. Naja, Essen gehen wäre wahrscheinlich um ein Vielfaches teurer geworden, aber eine Packung Spagetti für 7 $ ist schon ne Hausnummer…

Gegen 21:15 fahren wir zurück in den Volvanoes NP und finden auf Anhieb den letzten Parkplatz vor dem Eruption Viewing auf dem Parkplatz am Devastation Trail. Von dort aus laufen wir den gesperrte Crater Rim Drive etwa 1km, bis wir schon in der Ferne den roten Himmel sehen. Mit Taschenlampe und Handylampe finden wir den Weg durch die Menschenmassen (krass was hier abends noch los ist) zum Viewpoint und können in der Ferne den Lavasee sehen. Links neben dem Lavasee kommt es immer wieder zu Eruptionen und eine Lavafontäne sprudelt und spuckt die Lava meterhoch. Wahnsinn! Ich habe noch nie einen aktiven Vulkan gesehen!!!! Wir sind total begeistert. Leider habe ich kein Stativ dabei und es gibt auch keine Möglichkeit, die Kamera irgendwo abzustellen, also knipse ich freihand und hoffe auf einigermaßen „scharfe“ Bilder.

Ich könnte noch viel länger bleiben, aber Sohnemann und Gatte sind müde und drängeln die Tochter und mich, endlich zu gehen. Hmpf…

Wir trödeln dann doch noch etwas, ich schieße noch ein Bild vom unfassbar tollen Sternenhimmel und dann geht’s gegen 23:30 zurück ins Cottage, wo wir hundemüde in die Betten fallen.

Was für ein ereignisreicher Tag!

USA

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