Blaue Flecken - auch - am Himmel
Heute haben wir wieder "help your self-Breakfast". Das machen wir und sind auch schon gegen 10 Uhr startklar. Die Räder haben im Gartenhaus geschlafen und sind trocken. Das...


Veröffentlicht: 23.07.2025
Laut Wetterprognose soll heute der schönste Tag der Woche werden, sonnig und regenfrei. Wir glauben schon lang nicht mehr an die irische Wetter-App. Wir glauben einfach an das, was unsere Augen sehen. Vier Augen sehen heute morgen so ziemlich nix - dicker Nebel hängt vorm Fenster. Wir haben extra den Wecker auf sieben gestellt. Wenn schon der schönste Tag wird, dann wollen wir ihn keinesfalls verschlafen. Aber so richtig dran glauben wollen wir nicht. Wir fahren gegen 9 Uhr los. Unser Ziel sind die Cliffs of Moher. Schönster Tag - schönste Sehenswürdigkeit, logisch. Der Wind bläst kalt aus dem Nebel, aber es regnet nicht.
Die Euroveloroute lässt sich gut fahren, aber irgendwo beim Dorf QUILTY (was für ein Name), verpassen wir eine Strasse und sind ziemlich von unsere Route abgekommen. Aber Umdrehen ist keine Option. Irgendwie kommen wir schon wieder zurück und genau das passiert auch. Bei Milltown sind wir wieder zurück auf dem richtigen Weg zum Atlantik. Der Nebel hat sich in höhere Regionen verzogen, ist aber immer noch präsent. Bei der Abfahrt nach Lahinch kommen doch zwei drei Tropfen Regen am schönsten Tag der Woche auf uns nieder "geprasselt". Peter wird immer schneller. Wir entkommen tatsächlich den Regenwolken und landen am Lahinch Beach, einem Mega -Surf-Hotspot. Mit einem warmen Kaffee beobachten wir die unzähligen Surfer, die bei 15 Grad Wassertemperatur unermüdlich auf die perfekte Welle warten. Anja wartet dafür schon länger auf den perfekten Rhabarber-Crumble, der endlich in Form eines Apple-Pies bei einem Deli-Shop kommt. Ja alles kann man eben auch in Irland nicht haben, jedenfalls nicht immer dann, wenn die Gelüste am grössten sind. Der Pie ist herrlich und der Cappuccino auch, Sonne ist auch zu sehen, also alles Rhabarber-Gut. Peter entdeckt während der Pause noch einen Weg entlang des Atlantiks mit Aussichtspunkt. Umwege haben wir heute schon gemacht, kommts also auch nicht mehr drauf an. Der Umweg stellt sich aber als ruhige, blumige und kleine Strasse heraus und führt uns zum Clahane Shore Area, ein toller Platz mit Klippen, Steinen und einigen badenden Einheimischen. Wir beobachten die Leute, wie sie von den Steinen ins Meer springen, von 7 bis 70, einfach alle und alle haben riesige Freude. Nach einer halben Stunde, stehen auch wir auf den Steinen. 1. Kopfsprung Anja, 2. Kopfsprung Peter. 15 Grad, aber sowas von cool! Gleich nochmal! Lufttemperatur ist etwa 18 Grad, aber windig. Wir duschen warm in der Unterkunft und fahren die 2 Kilometer zu den Cliffs of Moher, wohl die berühmtesten und meistfotografiertesten Klippen in Irland. Der Eintritt kostet 8 Euro pro Person. Sie fallen mit über 200 Metern steil in den Atlantik. Sehr eindrücklich und sehr schade, hat sich die Sonne grösstenteils wieder verzogen und es ist leicht neblig. Wir bleiben aber trotzdem fast 2 Stunden dort und wandern entlang der Klippen. Im Visitor-Center gibt's noch verschiedene Ausstellungen zur Geologie und vor allem zu den Vögeln, die in den Klippen nisten. Die Sonne geht 21.45 Uhr unter, die Tore werden aber schon 21 Uhr geschlossen. So fahren wir zurück zum Bed and Breakfast "The Atlantic View", bekommen Tee und jede Menge Schoggiriegel, schwatzen mit der Hausdame, geniessen den nebligen Atlantic-View und sinieren über die Wege und Umwege unseres heutigen Tages und die im Leben....
Route: Doonbeg/White Strand Beach - Cliffs of Moher
Kilometer: 55 ....mit Umwegen
Höhenmeter: 580 ....mit Umwegen
