Anja und Peter's Rad-ab-Abenteuer
Anja und Peter's Rad-ab-Abenteuer
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Live Vancouver

Schauergeschichten mit Happy-end

Veröffentlicht: 04.06.2026

Fahrt
Nairn Falls → … → Blue Lake Campground
Highway #99
Attraktion
Nairn Falls
Pemberton, Kanada
Essen
Kaffee im alten Bahnhof
$ · Snack
Attraktion
Lillooet
Lillooet, Kanada
Unterkunft
Blue Lake Campground
Frei­camping · Blue Lake
Sehenswert
Blue Lake Campground
Blue Lake, Kanada
Sehenswert
Fraser River
Lillooet, Kanada
Sehenswert
Lytton
Lytton, Kanada

Beim Blick aus dem kleinen Fenster verkündet es der Morgen schon. Das Wetter soll schlechter werden und es hält sich auch dran. Dunkle Wolken ziehen vorbei, keine Sonne mehr. Decke weg und aufstehen oder Decke über den Kopf und weiterschlafen? Wir legen heute einen Roadtag wegen dem Wetter ein. Heisst, wir wollen gen Norden auf dem Highway #99 fahren und dann bei Lillooet Richtung Süden auf dem Transcanada-Highway #1 zurück Richtung Vancouver. So sehen wir noch eine andere Gegend und können stoppen, wo es uns gefällt. Lange Rede, kurzer Sinn. Wir stehen auf und starten recht früh. Der Bär war übrigens nicht mehr zu Besuch heute Nacht.
1. Stopp Nairn Falls. Eine Wanderung entlang des Flusses zum eindrücklichen Wasserfall. Das Wasser stürzt mit extremer Geschwindigkeit durch die engen Felsen. Von oben wird es auch immer mal wieder nass.
2. Stopp. Pemperton. Eine Stadt mit ein paar kleinen Läden (Mode für Cowboys und -girls, einem Kaffee im alten Bahnhof (nutzen wir natürlich, Kaffee mit Gleisblick und Mandelgebäck), 2 Liquor-Stores (nutzen wir natürlich nicht morgens um elf) und einem Supermarkt. Der hat alles was man in dieser Gegend zum Überleben braucht, Donuts mit Ahornsirupglasur, Bagels, rote riesige Red Delicius Äpfel (Überlebensliste Anja).
Der Highway schlängelt sich einspurig eng an den Felsen entlang durch den Wald. Die Strasse ist mit Löchern übersät und ab und zu kommen riesige Holztrucks, die nicht gerade geschmeidig fahren. Es ist bewölkt und die Umgebung ist recht einheitsgrau. Die umliegenden Berge sind 2000-3000 Meter. In den Rockies sind sie natürlich doppelt so hoch, aber soweit fahren wir nicht. Vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal. Vor 30 Jahren war Peter das letzte Mal hier, bei Anja sind es etwa 10 Jahre. Aber sie war vor 30 Jahren das erste Mal da. Man oh man und Frau o frau sind wir alt. Zur Erinnerung: 113
3. Stopp: unfreiwillig. Nein, wir trauen unseren Augen kaum. Mitten über den Highway kommt ein Schwarzbär und dann wird es unglaublich, vier Junge tappen und springen hinterher. Nein wie süüüss.
4. Stopp: Lillooet. Eine Kleinstadt im Reservat der Natives. Hier tanken wir, überqueren den gigantischen Fraser River und fahren auf der #12 gen Süden. Die Landschaft verändert sich, die Berge sind nicht mehr so hoch, es gibt vereinzelte Farmen in den riesigen weiten Schluchten des Flusses. Es ist kaum Verkehr, das ist recht entspannend und der Strassenbelag ist viel besser. Langsam sollten wir mal wegen einem Campingplatz schauen. Wir kommen im nächsten Reservat vorbei, Lytton (Zusammenfluss vom Thomson und Fraser River und Auffahrt zur #1. Lytton, ein kleiner Ort, ist schon dreimal Waldbränden zum Opfer gefallen. Man sieht es gut, der gigantische Wald besteht nur noch aus schwarzen Baumstümpfen. Die Häuser sind neu und zum Teil stehen noch Container zum Wohnen dort. Man kann sich das gar nicht vorstellen, was das bedeutet so ein gewaltiger Brand. Mit Ehrfurcht und einem leichten betrübten Gefühl fahren wir weiter und entdecken ein Schild "Blue Lake Campground". Nehmen wir doch. Aber so ganz einfach ist es dann doch nicht. Wir biegen vom Highway #1 ab und folgen den Schildern. Eine steile Schottersttasse führt 1 Kilometer durch den Wald. Der Camper und wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Wir fragen uns schon, wo wir denn hier hinkommen, Phantasien aus Horrorfilmen blitzen durch unser Gehirn "Verschollen am Blue Lake" oder der "Campermörder vom Blue Lake". Das ganze endet in einem himmelblauen verwunschenen See mit privatem Steg am Stellplatz. Na das ist mal eine Überraschung, da sagen wir nicht nein. Es sind nicht viele Camper da. Sind die anderen alle verschollen?...huhhh... Nein, es ist sehr schön hier. Wir liegen auf den Steg, haben gut gegessen, schauen den Wolken zu und freuen uns, dass die Regenprognose - noch nicht - eingetreten ist.
Ein unspektakulär, aber dennoch sehr zufriedener Tag geht zu Ende.
...Peter, hast du auch sicher alle Türen verriegelt?....

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • Nairn Falls
  • Begegnung mit einer Schwarzbärin und vier Jungen
  • Blue Lake Campground mit privatem Steg
NaturRoadtripTransit
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