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COPE & Nationalmuseum

Veröffentlicht: 28.12.2025

Attraktion
COPE
Vientiane, Laos
Sehenswert
Centre for Medical Rehabilitation (CMR)
Vientiane, Laos
Museum
Nationalmuseum
Vientiane, Laos

Verschiedentlich lesen wir, Laos sei das Land, das während des Vietnam-Kriegs den zahlreichsten Bombardements ausgesetzt war. Der Ho-Chi-Minh-Pfad, der tatsächlich ein weitverzweigtes Netz von Routen darstellte, führte größtenteils vom Norden Vietnams über laotisches und kambodschanisches Staatsgebiet in den Süden. Als die Amerikaner begannen, den Nachschub auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad zu unterbinden, wurden die beiden offiziell neutralen Königreiche Kambodscha und Laos endgültig Opfer eines Konflikts, der sie selbst nicht betraf.

Wir haben sowohl in Kambodscha als auch in Vietnam Gedenkstätten und Museen besucht, die diesen jungen Teil der Geschichte der beiden Länder behandeln. In Laos hingegen suchen wir annähernd vergeblich nach einer Auseinandersetzung mit dem verheerenden Krieg, der immerhin bis heute staatsstiftend nachwirkt:

"Nach dem Ende des Vietnamkrieges übernahmen die kommunistisch geprägten Kräfte des Pathet Lao durch eine – im Vergleich zum Geschehen im Nachbarland Kambodscha – unblutige Revolution im Jahre 1975 die Macht und proklamierten am 2. Dezember 1975 die Demokratische Volksrepublik Laos." (https://de.wikipedia.org/wiki/Laos)

Am 2. Dezember 2025, wir waren zwei Tage zuvor in Luang Prabang angekommen, jährte sich mithin die Gründung der Lao PDR zum fünfzigsten Mal. Obwohl das Land, wo man hinschaut, stets paarweise mit der laotischen Nationalflagge und den Insignien des kommunistischen Arbeiter- und Bauernstaats - Hammer und Sichel - geflaggt ist, fand der Nationalfeiertag für uns fühlbar nicht statt. Auf Nachfrage erhielten wir die Antwort, der Jahrestag werde nur in Vientiane begangen.

In Vientiane? Annähernd Funkstille! Wir besuchen das COPE (Cooperative Orthotic & Prosthetic Enterprise), das sich auf dem Gelände des Centre for Medical Rehabilitation (CMR) befindet. Hier werden die Bombardements vorwiegend mit Clusterbomben und deren fürchterliche Folgen auf die ländliche Bevölkerung anschaulich beschrieben. Wir treffen im COPE ausschließlich auf einige westliche Besucher.

Anschließend besuchen wir das Nationalmuseum. Bereits auf dem Parkplatz bemerken wir: keine Autos, einzig einige wenige Motorräder, im Schatten geparkt! Neben dem Museum eine Boulebahn, die Kugeln rosten vor sich hin.

Im Museum, es gibt fünf Abteilungen, auch diese - wo wir in Kambodscha und Vietnam vor allem viele junge Menschen angetroffen haben - gähnend leer. Die ersten drei außerordentlich schön aufbereiteten Ausstellungen befassen sich mit der Vorgeschichte und weiter über die historische Staatenbildung, die Kolonialgeschichte, die Unabhängigkeit und den Vietnamkrieg bis zur Revolution 1975. Die beiden neueren Abteilungen, die einen sehr heruntergekommenen Eindruck hinterlassen, behandeln das aktuelle Staatswesen und die Ethnien des Landes.

Anja hat sich ihre bzw. unsere Gedanken zu Laos bereits sehr umfassend von der Seele geschrieben. Eher: ihren Frust! Sie sagt: "Das musste sein, um das hier abzuschließen!"

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Zurück bleibt ein Eindruck von Lethargie. Die Menschen in Laos vermitteln, anders als wir das in Kambodscha und Vietnam verspürten, keinen Stolz, kein Nationalbewusstsein. Sie identifizieren sich nicht mit ihrem Staat. Trotz aller Energie, allem Tatendrang, den wir bei einigen Menschen registrieren, ein Land im Dämmerschlaf.


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  • COPE im Centre for Medical Rehabilitation
  • Nationalmuseum in Vientiane
  • Ausstellungen zu Kolonialgeschichte, Unabhängigkeit und Vietnamkrieg
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