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33. Stop Pai, Thailand

Am nächsten Tag haben wir die Reise angetreten, die ich schon vor 2 Tagen machen wollte: die Fahrt in den Norden von Thailand, nach Pai. Gegen Mittag wurden wir von einem Mini-Van abgeholt, indem wir die nächsten 4 Stunden verbringen würde. Von der Fahrt dorthin hatte ich schon vieles negatives gehört und besonders positiv überrascht wurden wir auch nicht: die Straßenverhältnisse waren sehr schlecht und die Fahrt an sich führte durch Berge. Entsprechend kurvig war die Strecke und von den asiatischen Fahrern war ich ja bereits gewohnt, dass sie scharfe Kurven um einiges schneller fahren als den Touristen lieb ist. Zum Glück musste sich aber niemand übergeben und wir sind am Nachmittag heil angekommen. 

Unser Hostel lag circa 10 Gehminuten von der Innenstadt entfernt auf einem kleinen Hügel. Am Abend sind wir mit unseren Roomies also in die Stadt gelaufen und haben dort auf dem Markt etwas gegessen. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir wieder im Hostel zurück und sind früh schlafen gegangen.

Am Montag, 09.03.2020 haben wir uns einen Scooter geliehen und die Umgebung erkundet. Das erste mal hatte ich jemanden bei mir auf dem Scooter mit drauf sitzen, war darüber aber sehr froh. Zumal musste ich mich nicht um die Strecke kümmern und mir wurde gesagt, wo ich hinfahren soll, zum anderen wurde ich dann beim Abbiegen daran erinnert, auf die Linke Seite zu fahren anstatt auf die Rechte ;) 

Den ersten Stop haben wir an einem Aussichtspunkt gemacht, den wir uns von den Erzählungen her um einiges spektakulärer vorgestellt haben. Das ein Aussichtspunkt immer auf einem Hügel ist war mir zwar bewusst, dass der Weg jedoch so steil hochgehen würde hat mich in höchste Konzentration gebracht. Oben heile angekommen hatten wir zwar eine schöne Aussicht, alles war aber etwas neblig und daher nicht einwandfrei zu sehen. Als wir den Ort wieder verlassen haben war ich wieder einmal mehr froh darum, dass ich beim Ausleihen des Scooters die Bremsen geprüft habe, die haben nämlich bei dem steilen Weg nach unten einwandfrei funktioniert. 

Anschließend sind wir zum sogenannten "Land Split" gefahren. Durch zwei Erdbeben, eins im Jahr 2009 und eins im Jahr 2011, wurde das Land auf eine Tiefe von 11 Meter und Breite von 2 Metern aufgerissen und ist daher eine Touristenattraktion. Da es schon etwas verwildert ist und die Pflanzen hier wie wild wachsen, kommt die Tiefe auf den Bildern nicht eindeutig hervor, in Real war es aber gut zu sehen.

Der "Pam Bok Wasserfall" stand als nächstes auf dem Programm. Wir hatten uns bei den heißen Temperaturen auf eine schöne Abkühlung gefreut, wurden aber leider enttäuscht. Da zu dem Zeitpunkt Trockenzeit war, war der Wasserstand leider so niedrig, dass schwimmen kaum möglich war. Der Wasserfall an sich war aber trotzdem schön und wir haben einen Moment entspannt.

Das Highlight an diesem Tag war eine 800 Meter lange Brücke, die über Reisfelder führt. Die Brücke hat ihren Ursprung nicht im Tourismus, weswegen hier nur wenige Touristen anzutreffen sind und es noch ein Geheimtipp ist. Sie wurde von den Einheimischen erbaut, um die Pflege der Felder und die Ernte zu erleichtern. Drum herum liegen, wieder einmal hinter ein wenig Nebel, die Berge, was eine besondere Idylle hervorruft.

Eine historische Brücke liegt am Stadtrand von Pai. Ursprünglich wurde sie im zweiten Weltkrieg von den Japanern erbaut, um einen einwandfreien Handelsweg zwischen Chiang Mai und der Grenze zu Myanmar herzustellen. Nach Ende des zweiten Weltkrieges zerstörten die Japaner ihre Brücke wieder. Da die Einwohner von Pai jedoch nicht auf sie verzichten wollten, erbauten sie sie neu. Heute ist sie aufgrund von ihrer Zerbrechlichkeit allerdings nur noch eine Sehenswürdigkeit und nicht befahrbar.

Den Tag haben wir am sogenannten Pai Canyon beendet. 70 Meter hohe Schluchten sind hier zwischen den Felsen, auf denen man entlang laufen kann. Da wir alle nicht die richtigen Schuhe an hatten und meine Höhenangst mir sowieso einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, haben wir die Aussicht von der Plattform genossen und sind dann zurück ins Hostel gefahren. 


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