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31. Stop Siem Reap, Kambodscha

Am nächsten morgen bin ich, obwohl ich am Vortag einen langen Mittagsschlaf gemacht habe und dazu am Abend früh ins Bett bin, erst um 10.30 Uhr aufgewacht. 

Angkor ist eine Region in Kambodscha, die bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des Königreichs war. Weltbekannt wurde Angkor durch die noch heute circa 1.000 sichtbaren Tempel und Heiligtümer. Jeder Tempel hat natürlich etwas besonderes, sodass es mir schwer fiel mich zu entscheiden, welche Tempel ich mir tatsächlich anschauen soll. In meinem Hostel wurde eine Sonnenuntergangs-Tour angeboten, zu der ich mich letztendlich entschied daran teilzunehmen.

Nach dem Frühstück habe ich mich fertig gemacht und dann auf mein Tuk Tuk gewartet. Mit 3 Travellern sind wir um 12.30 Uhr in Richtung des ersten Tempels gestartet. An diesem Tag hatten wir keinen Guide, lediglich den Tuk Tuk Fahrer, der uns von Tempel zu Tempel gebracht hat.

Gestartet haben wir am Preah Khan Tempel. Auf deutsch lässt sich dies mit "heiligem Schwert" übersetzen. Zurückzuführen ist der Name auf das 13. Jahrhundert, als der Tempel das Zentrum der Region Angkor war. Eine große Schlacht fand hier statt, bei der Angkor gesiegt hat. Die Tempelanlage ist sehr groß und zu meinem Erstaunen ist sehr viel zerstört (im Nachhinein habe ich festgestellt, dass das normal ist). Im 20. Jahrhundert hat man angefangen, die Tempelanlagen zu restaurieren. Da viele Konstruktionen jedoch aus Holz waren, waren diese natürlich mittlerweile spurlos verschwunden und daher nicht zu erneuern. Ich konnte mir also schwer vorstellen, wie es früher ausgesehen hat.

Anschließend sind wir zum Tempel Neak Pean gefahren. Der Tempel an sich hat mich nicht überzeugt, allerdings befindet er sich auf einer künstlich angelegten Insel und ist über einen Holzsteg zu erreichen, was einen besonderes Charme hat. Im inneren des Tempels befindet sich 5 künstliche Holzbecken, weswegen der Ort als hinduistische Heilstätte angesehen wird.

Den vergleichsweise sehr kleinen Tempel Ta Som haben wir danach besucht. Das Zentrum ist ein mittlerweile eingestürzter Palast. Trotz der Größe hatte der Tempel eine zentrale Bedeutung, angeblich wurden hier heilige Schriften, Dokumente und Ritualgegenstände aufbewahrt. Auf der Rückseite hat die Natur die Gewalt übernommen, über einem Bogen hat sich ein Baum breit gemacht und schlingt sich um die Anlage.

Im östlichen Teil des Flusses Baray wurde im 10. Jahrhundert im Auftrag des Königs der Tempel East Mebon erbaut. Heutzutage ist der Fluss ausgetrocknet und der Tempel steht inmitten von Reisfeldern. Im Vergleich zu den anderen war hier der Tempel ganz klar in der Mitte und drum herum eine Mauer. Einzelne Figuren und Türmchen unterscheiden sich ebenfalls, die verwendeten Steine sind extrem klein, wodurch alles sehr zerbrechlich und gleichzeitig präzise wirkt.

Den Sonnenuntergang wollten wir auf dem höchsten Tempel in der Umgebung anschauen: Pre Rup. Er ist einer der größten in der Umgebung und steile Stufen führen in die Mitte hinauf. Die Mauer außen herum besteht aus vielen, hohen Türmen und auch hier fallen die kleinen verarbeiteten Steine wieder auf. Viele sehen diesen Tempel als den kleinen Angkor Wat, da die Bauweise an diesen erinnert. Der Sonnenuntergang an sich war leider nicht so spektakulär, wie wir es uns vorgestellt hatten, sodass wir die Anlage verlassen haben als wir die Sonne nicht mehr gesehen haben. 

Auf dem Weg zurück zum Hostel hat sich der Himmel dann allerdings in ein sensationelles Farbenspiel verändert, sodass wir unseren Fahrer gebeten haben anzuhalten. Zu unserem Glück war dies genau an einem See, sodass sich der Himmel im Wasser auch noch gespiegelt hat. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so einen einzigartigen Sonnenuntergang gesehen.

Nachdem wir genügend Fotos gemacht haben, sind wir zurück in Richtung Hostel gefahren. Nach dem Abendessen sind wir früh schlafen gegangen, die bevorstehende Nacht war nämlich kurz.

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