Ja liebe Freunde, Ihr hattet Recht in Rotorua stinkt's gewaltig!!!
Nachdem wir schon von einigen Bekanntschaften gehört hatten, dass es in Rotorua nach faulen Eiern stinken sollte, konnten wir uns nun endlich selbst davon überzeugen und JA,...

Veröffentlicht: 02.12.2017
Nach unserem Aufenthalt in Rotorua ging es für uns weiter nach Taupo und zum Central Plateau. Taupo liegt am nordöstlichen Seeufer vom Lake Taupo, der Neuseelands größter See ist und im Krater eines Vulkans liegt der vor über 300 000 Jahren das erste Mal ausbrach.
Wir verbrachten dort einige Tage und besichtigten unter anderem die Huka Falls, vor diesen beeindruckenden Wasserfällen drängt der längste Fluss von Neuseeland - der Waikato River.
Außerdem badeten wir in den Spa Park Hot Springs, wo an einer hübschen Stelle unter einer Brücke das heiße Thermalwasser des Otumuheke River und das kühle Wasser des Waikato aufeinander treffen und somit einen tollen kostenlosen Whirlpool bilden.
Wir nutzten unsere Zeit auch noch dafür, um einige Highlights unserer Reise zu planen. Das Tongariro Northern Circuit sowie die Whanganui Journey.
Beide Wanderungen gehören zu den offiziellen Great Walks in Neuseeland und zählen zu den beliebtesten Routen im Land.
- Tongariro Northern Circuit
Wir starteten unser Abenteuer von Taupo aus und hatten unser Ziel den legendären Tongariro Nationalpark immer im Blick.
Der Nationalpark liegt im Herzen der Nordinsel, seine Wahrzeichen sind die drei aktiven Feuerberge Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro. Außerdem besitzt der Nationalpark den doppelten Unesco-Welterbestatus, sie würdigen damit die spektakuläre Vulkanlandschaft als auch das wichtige kulturelle Erbe der Maori.
Leider waren wir bei unserer Buchung etwas spät dran und konnten für unsere Wanderung nur noch einen Platz in der Oturere Hut reservieren. So hieß es also den 43 km langen Rundweg um den Ngauruhoe herum in nur zwei Tagen zu bewältigen.
Am ersten Tag starteten wir unsere Wanderung vom Whakapapa Village aus. Von dort aus ging es relativ flach zur Waihohonu Hut.
Wir hatten bestes Wetter und genoßen unsere fast schon bayrische Brotzeit (Käse, Salami, Philadelphia und nicht annähernd so gutes Brot wie dahoam) auf der Terrasse der Hütte. Nach unserer Pause ging es dann weiter durch ein Waldstück und nicht nur die Vegetation veränderte sich, sondern auch die Wege waren nichtmehr flach. So ging es auf und ab auf und ab....bis wir schließlich unser Nachtlager erreichten. Völlig glücklich und erschöpft verbrachten wir dort den Abend und waren fasziniert von der Aussicht.
Am nächsten Tag verließen wir die Hütte sehr früh, unser Ziel war es vor den anderen Touristen an den leuchtenden Seen sowie dem Red Crater zu sein ( bei diesem Abschnitt treffen die Tageswanderer des Tongariro Crossing - berühmteste Wanderung in NZ- auf die Wanderer des TNC).
Leider erreichten wir unser Ziel zu spät und uns stürmten die anderen Touristen entgegen. Trotzdem war die Aussicht wirklich einzigartig und wunderschön.
Bergab ging es dann sehr schnell und wir erreichten unser Mittagsziel früh. Der letzte Abschnitt war wohl nicht der anspruchsvollste, für uns allerdings der härteste da unsere Füße langsam schmerzten. Gegen nachmittags erreichten wir dann wieder Whakapapa Village wo Rogi uns schon sehnsüchtig erwartete!!
Vom Nationalpark aus führte uns, unser Weg direkt nach Taumarunui, wo uns in der i-site das Familienunternehmen Taumarunui canoe hire für unseren Trip empfohlen wurde.
Nachdem wir einen Tag auf dem wunderbaren Grundstück der Familie verbrachten, packten wir abends unsere Sachen in die Fässer und genoßen den sternenreichen Nachthimmel von Neuseeland.
Unser Wecker klingelte um halb 7, wir frühstückten, packten unsere Sachen zusammen und gingen in den Konferenzraum wo wir eine kleine Einweisung bekamen und uns die schwierigen Stellen des Flusses aufgezeigt wurden. Außerdem bekamen wir noch eine kleine Stärkung und Kaffee (ausnahmsweise richtigen Kaffee- sonst gibt's nur Instant Kaffee).
Mit großer Vorfreude stiegen wir mit unserer Gruppe in den Bus und der älteste Sohn der Familie fuhr uns zur Einstiegsstelle.
Wir hatten großes Glück an unserem ersten Tag, der Himmel war wolkenlos. Wir verbrachten 8 Stunden auf dem Wasser und schlängelten uns durch wilde Wälder und atemberaubende Natur. Domi und ich hatten diese Art zu reisen deutlich unterschätzt und dachten, wir könnten uns die meiste Zeit einfach treiben lassen.
Falsch gedacht.
Nach den ersten 5 Minuten unserer Fahrt lagen die ersten unserer Gruppe schon im Wasser, da sie eine Stromschnelle unterschätzt hatten und uns war klar, dass dies keine Kaffefahrt werden würde.
Am Ende des ersten Tages waren wir heil froh endlich unsere Hütte erreicht zu haben und bauten schnell unser Zelt auf. In der Küche der Hütte bereiteten wir unsere Pasta vor und machten uns dann überglücklich über sie her.
Nachdem wir eine angenehme Nacht hinter uns hatten (ich bin nur einmal hysterisch aufgewacht und dachte eine Ratte sitzt auf meinem Bauch. Domi hatte seinen Arm auf mir abgelegt. Zuvor hatten uns alle gewarnt, dass die Ratten teilweise Zelte durchbeißen um an Nahrung zu kommen) ging die Reise für uns weiter.
Bei mittelmäßigen Wetter legten wir nochmal einige Kilometer hinter uns und besuchten zum Mittagessen die Bridge to Nowhere.
Nachdem der Wind am Nachmittag es nicht gut mit uns meinte, quälten wir uns die letzten Meter vor unserem Campingplatz ordentlich ab und der Wind schubste uns von rechts nach links, sodass wir gefühlt kein Stückchen voran kamen. Dafür bekamen wir dann am Campingplatz ein kleines Upgrade und durfte in einer kleinen Kabine schlafen (mittlerweile kann man uns mit so vielen kleinen Sachen glücklich machen).
Am Abend tranken wir ein kühles Bierchen und genoßen die Aussicht von der Lodge.
Der letzte Tag war meiner Meinung nach der beste Tag. Wir hatten einige schwierige Stellen zu meisten, so war die Freude von uns immer rießig, wenn wir eine Stelle gemeistert hatten und unser Lachen noch größer als wir bei der letzten schwierigen Stelle gnadenlos vollgelaufen sind (Bild unten) und uns nur noch unsere Fässer über Wasser hielten.
Am Ende unserer Reise wurden wir dann wieder von Jona abgeholt und das Beste: er hatte Saft und Muffins für uns dabei. Nachdem alle ihre Muffins genascht hatten, war es ganz still im Bus, alle schliefen und waren total erledigt von der aufregenden Reise auf dem Whanganui River.