Ein Floh entdeckt die Welt VI - Wiesn Gaudi goes to Vietnam
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Chào Hanoi

Veröffentlicht: 01.11.2022

Am späten Abend waren wir nun endlich vollzählig und freuten uns ausgiebig über unser Wiedersehen, tauschten Neuigkeiten aus und wurden mit Souvenirs aus Australien versorgt. Am nächsten Morgen, nach dem lang ersehnten Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück bei großartigen Blick über Hanoi starteten wir frisch gestärkt in den Tag.

Als erstes ging es kurz zur Reiseagentur für unseren kommenden Urlaubsabschnitt, um die letzten Details abzustimmen. Der positive Eindruck, den wir bereits vorab durch die Websites und Kontakte hatten, wurde definitiv bestätigt und die Vorfreude umso größer. 

Bei einem weiteren vorzüglichen Kaffee haben wir den Plan für den Tag geschmiedet, um dann auch direkt das nächste Ziel anzusteuern. Verbunden mit einem Spaziergang durch die Altstadt, ging es ins Französische Quartier zum Women's Museum. Während wir uns dort in der vietnamesischen Kultur verloren haben, verging die Zeit wie im Flug. Das hatte zur Folge, dass wir uns zum Schluss etwas beeilen mussten, um pünktlich zu unserer gebuchten Free Walking Tour zu gelangen. 

Die Tour startete am Jadetempel, den wir ja schon gestern besichtigt hatten. Unsere Tourguide Ha sorgte jedoch dafür, dass sich auch der zweite Besuch gelohnt hat, konnte sie doch viele interessante historische Fakten und Legenden erzählen. Der Weg führte uns quer durch die Altstadt - mit ihren 36 Gassen, die jeweils den Namen der Güter tragen, die in den einzelnen Straßen ursprünglich feilgeboten wurden. Heute ist die Aufteilung nicht mehr so strikt, jedoch lässt sich mitunter noch ein "Schwerpunkt" erkennen. Über die sogenannte "Bier"-Straße, die sich am Abend in eine Kneipenmeile verwandeln wird, wurden wir zum größten Markt Vietnams geführt. Von dort aus ging es zur ältesten Brücke von Hanoi - der Long-Bien-Brücke, über die heute noch Züge und zahllose Mopeds den Roten Fluss überqueren. Nach inzwischen zwei Stunden geführter Tour durch Hanoi, näherten wir uns so langsam dem Ende. Doch davor machten wir noch einen kurzen Stop am einzigen noch stehenden Tor der ehemaligen Stadtmauer. Das Ende der Tour bildete ein Besuch in dem Kaffee, in welchem wir bereits am Vortag waren. Daher verabschiedeten wir uns hier, um nach einer kurzen Pause im Hotel bereits zur nächsten Tour zu starten. 

Ein Glück, denn im Hotel stellte sich dann heraus, dass unsere nächste Tourguide Minh uns bereits 45 Minuten früher als ursprünglich geplant abholte. Also ging es umgehend wieder los - zur Streetfood-Tour... und die hatte es in sich - so haben wir uns in 4 Stunden so gut wie einmal durch alle typischen Speisen aus Hanoi durchgegessen inklusive Schnecken und Muscheln. Immer in kleinen Garküchen, die wir wohl sonst oft nicht betreten hätten. Mehr als nur gut gesättigt haben wir schlussendlich kapituliert - auch wenn wir gern das Angebot von Minh angenommen und noch mehr ausprobiert hätten, es hat einfach nicht mehr in unsere Mägen hinein gepasst. 

Einen Absacker zum Tagesabschluss in der verwandelten "Bier"-Gasse, in der zum Abend statt Moped an Moped geparkt überall Tische stehen, an denen sich die Menschen drängen, haben wir uns nicht nehmen lassen. 

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