Gas geben, haben und suchen
Von Peschiera del Garda bis nach Lucca sind es knappe 300 Kilometer – für Kilometer-Junkies wie uns eigentlich ein Pappenstiel. Wäre da nicht dieses kleine Problem gewese

Veröffentlicht: 01.10.2025
Seit Samstagabend sind wir unterwegs. Über Hermsdorf und Kiefersfelden hat uns die Route schließlich nach Peschiera del Garda geführt. Das Städtchen mit seinen rund 10.000 Einwohnern liegt am Südufer des Gardasees und unweit der Autobahn Richtung Süden – zumindest theoretisch. In unserem Fall bedeutete „nicht weit“ einen ordentlichen Umweg, weil wir die richtige Abfahrt wieder einmal verpasst haben.
Am Ende hat es sich gelohnt. Am Dienstag erlebten wir Peschiera bei strahlendem Sonnenschein – so schön, dass wir spontan beschlossen haben, einen Tag länger zu bleiben. Also gut, Icke hat das beschlossen … aber mir war’s mehr als recht.
Die Anreise war mit gut 1100 Kilometern nicht ohne. Unser neues Wohnmobil, ein vier Jahre alter Bürstner 727 G, fährt sich zwar großartig, ist mit seinen siebeneinhalb Metern aber doch ein ganzes Stück länger als unser alter Hymer. Daran musste ich mich erst gewöhnen – und auch an manches andere. Trotzdem überwiegen die Vorteile: zwei Einzelbetten (kein nächtliches Klettern mehr ins Hubbett), eine gemütliche Face-to-face-Sitzgruppe, keine Umbauten mehr und eine starke Klimaanlage für heiße Tage.
Ganz ohne Nervosität war der Start dennoch nicht. Umso wohltuender war der Ruhetag in Peschiera: ein Bummel durch die Altstadt, ein Kaffee auf der Terrasse eines kleinen Hotels, Barmusik im Hintergrund und die Sonne im Gesicht. Genau die richtige Einstimmung auf die kommenden Tage in der Toskana – denn morgen geht es weiter nach Lucca.
