Hanoi
Per Bus ging es vom Flughafen in die Hauptstadt Vietnams. Gegen 20 Uhr erreichte ich die wuselige Altstadt und bahnte mir meinen Weg durch die mit Motorrollern, Straßenküchen...

Veröffentlicht: 09.03.2026
Weiter ging's nach Trang An, wo ein All You Can Eat Buffet zum Lunch auf uns wartete und die pittoreske Gegend eigenständig mit dem Fahrrad erkundet werden konnte.
Nach kurzer Weiterfahrt mit dem Bus stand das Highlight des Tages an, eine Fahrt mit dem Boot durch die imposante Landschaft von Tam cốc. Mit einem japanischen Mitreisenden (Jack?) stieg ich aufs Boot und die nächste Stunde bugsierte uns unsere Kapitänin mit dem Ruderboot durch Reisfelder und Höhlen, vorbei an Vogelschwärmen, Ziegen, den allgegenwärtigen Karstfelsen und etlichen weiteren touribeladenen Bötchen. Die Einheimischen ruderten in der Regel mit den Füßen und legten dabei Zigarette rauchend und/oder telefonierend eine beeindruckende Lässigkeit an den Tag.
Der letzte Stop des Tages sollte uns schließlich zu den Bergen von Hang Múa führen. Petrus meinte es leider nicht gut mit uns und es erging ein heftiger Regenguss als wir ankamen. Als waschechter Alman hatte ich die North Face Jacke aber natürlich griffbereit und schreckte nicht zurück bei strömenden Regen und Wind die 500 Stufen zum Gipfel des Berges zu erklimmen. Muss man Bock drauf haben... und den hatte ich tatsächlich, kam doch endlich so etwas wie Abenteuer Feeling auf! Trotz des Wetters war auch dieser Ort von Touris gnadenlos überlaufen. Nichtsdestotrotz war die Atmosphäre irgendwie mystisch. Auf dem Gipfel angekommen wurde obligatorisch das Revier markiert, damit nun auch dem letzen dämmert, in wessen Hand der Drachenberg von Hang Múa ist...
Als echter Backpacker hatte ich natürlich mein ganzes Hab und Gut dabei, sodass ich mir am Bus trockene Kleidung überstreifen und so eine angenehme Rückfahrt genießen konnte.
Resümierend wurde die Fahrt von Programmpunkt zu Programmpunkt tatsächlich immer besser. Die Kaffeefahrt war durchaus eine interessante Erfahrung, muss aber ehrlich gesagt nicht nochmal sein. Eigenständig wäre es allerdings nur schwer möglich gewesen, das ganze Erlebte in dem knappen Zeitraum zu realisieren. Prädikat: Kann man mal (!) machen.In Hanoi angekommen sprang ich ins erstbeste Taxi um zum Ga Hà Nội, dem Hauptbahnhof von Hanoi zu gelangen. Der Taxifahrer war sehr interessiert und wir unterhielten uns per Google Translator über Gott und die Welt (Italien vs. Deutschland 2006 war/ist sein Lieblingsfußballspiel). Am Ende wollte er fast 15 Euro für die kurze Fahrt, für vietnamesische Verhältnisse unverschämt viel. Drauf geschissen! Meine Zeitsorgen waren letztlich auch unberechtigt und ich erreichte den Bahnhof knapp eine Stunde vor Abfahrt meines Nachtzugs Richtung Süden. Für die Fahrt mussten selbstredend noch unbedingt Snacks ran: Ein Banh Mi und drei Bier bitte - I'm a simple man...
Der Zug ist ein wahrer Hingucker, ewig lang, hat schon einige Jahre auf dem Buckel und besticht durch nette Schlafabteile und sehr höfliches Personal! Es gibt nicht nur Snacks und kühle Drinks zu günstigen Preisen sondern scheinbar auch frische Küche, sodass mich schon auf meine Frühstücks-Phở freue! Im Abteil war ich zunächst alleine, später gesellten sich noch zwei Vietnames:innen hinzu. Nach Reisebericht verfassen und drei Bierchen nannte ich es einen Tag.
