Vanlife Stories
Der wichtigste Moment ist immer jetzt.

Hola Valencia

Als ich morgens mit meinem Kaffee auf dem Balkon der Wohnung stehe, erinnert mich das ein bisschen an die Tage in Barcelona, die ich auch so begonnen habe. Nur dass mir hier nicht die Sonne ins Gesicht scheint. Es ist bewölkt und auch Regen ist angesagt.

Ich freue mich über den schon gedeckten Frühstückstisch, den mir Gerardo hinterlassen hat. Das sind doch die kleinen Dinge im Leben, mit denen man sich einander Freude schenken kann.

Meine Valencia Entdeckungstour beginnt mit dem ersten Schritt aus der Haustür. Denn schon bin ich mitten im Geschehen! Gerade ein paar Schritte weiter liegt der Mercado central, die riesige Markthalle Valencias, mit Gemüse, Früchten, regionalen Produkten und spanischen sowie internationalen Spezialitäten soweit das Auge reicht...ein Paradies für mich! :-D

Ich kaufe ein paar Leckereien vom orientalischen Stand fürs Mittagessen mit Gerardo. Wir unterhalten uns viel über unsere Reisen, auch er ist schon viel herumgekommen und seine Wohnung ist ein Sammelsurium von Gegenständen aus verschiedensten Ländern der Welt. Außerdem zeigt er mir ein paar kuriose Musikinstrumente, und obwohl er eigentlich Klausuren korrigieren müsste, spielt er ein paar Lieder auf seiner Gitarre.

Abends hat er ein Abendessen mit Kollegen, und ich gehe zu einem  Couchsurfing Treffen, dem Auftakt eines größeren Events, das über das gesamte Wochenende in Valencia stattfindet. Da scheine ich ja zur richtigen Zeit hier zu sein.

Es ist schon lange her, dass ich so viele neue Menschen auf einmal treffe. Das ist man seit der Corona-Zeit ja nicht mehr gewöhnt. Nach dem Kennenlernen laufen wir nach Ruzafa, dem Stadtteil mit vielen coolen Bars. Auf dem Weg durch den Regen verlieren Sylvia, eine 70jährige Weltenbummlerin, die viele Sprachen fließend spricht, und ich die Gruppe. Dank Digitalisierung können wir die Gruppe aber schon bald am nächsten Treffpunkt wiederfinden. Später kapsele ich mich mit einer kleineren Gruppe ab und wir gehen (endlich) etwas essen. ;) Die Essenszeit zwischen 9 und 10 ist sogar für mich ein bisschen spät. Eine Tortilla de habas (Rührei mit Erbsen) im Brot ist das einzig nährreiche, was die Speisekarte an Vegetarischem für mich hergibt. Mit etwas Aioli aufgepeppt, schmeckt das nicht mehr so trocken. Ich unterhalte mich lange mit Albi, einem Italiener, der schon seit langem als Nomade um die Welt reist.

Auf dem Heimweg bin ich mal wieder so dankbar für die vielen wundervollen Momente, die mir das Leben heute geschenkt hat.


Kommentare

Sarah
So Schwesterherz, hier bist du also :) bin mal wieder auf dem Laufenden 😘 Fühl dich umarmt und pass auf dich auf ❤️

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