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Sado - Entenreisfeld und Dokumentation von Verschmutzung

Veröffentlicht: 18.05.2023

Da wir zusammen mit der Schulklasse sehr viele sind, teilen wir uns in zwei Gruppen auf und machen vormittags und nachmittags die jeweils andere Aktivität. Unsere Gruppe beginnt mit der Dokumentation von Verschmutzung an verschiedenen Orten am Meer. Wir fahren mit dem Bus zu den Plätzen und schauen uns etwa 15 Minuten um, tragen unsere Einschätzung in das vorbereitete Formular ein und gehen dann zur nächsten Stelle. Als Fazit kann man sagen, dass obwohl Sado eine wenig bewohnte Insel ist, es doch viele "stärker befahrene" Straßen am Meer gibt, die für Licht- und Lärmverschmutzung sorgen können. Am schlimmsten ist aber, wie wahrscheinlich überall, der Plastikmüll. An allen stellen findet sich mindestens ein bisschen etwas, nirgends ist es ganz sauber. An einem Aussichstpunkt findet man sogar Müll, der offensichtlich dort platziert wurde und nicht vom Meer angespült. Es ist wirklich traurig, dass wir an diesem Tag auf einer so schönen Insel keinen einzigen sauberen Strand zu Gesicht bekommen. Aber in den nächsten Tagen soll sich das ja hoffentlich ändern (kleiner Spoiler).
Nach der Mittagspause tauschen wir mit der anderen Gruppe und schauen uns ein Reisfeld an, das einem Bauern gehört, der viel Wert darauf legt möglichst wenig künstliche Unkrautvernichter und Dünger zu verwenden. Dazu holt er sich Hühner und Enten zu Hilfe, die bevor er das Feld bepflanzt Unkraut und Schädlinge fressen und mit ihren Ausscheidungen auch noch das Feld düngen. Zusätzlich hat er eine Methode entwickelt, wie er die Setzlinge länger in den Aufzuchtkästen wachsen lassen kann und sie später erst ins Feld setzt. Dadurch haben die Reispflänzchen einen Vorsprung gegenüber den Unkrautpflanzen, die von den Enten immer wieder weggefressen werden. Das Gras am Rand lässt er ebenfalls höher stehen als die meisten, da dort wichtige Insekten leben, die für eine gute Bodenqualität sorgen. Er würde sich sehr wünschen, dass mehr Menschen beim Anbau von Reis und Gemüse weniger umweltschädliche Substanzen verwenden, aber viele der Reisfelder gehören älteren Menschen, die schon ihr Leben lang Reis anbauen und schwer zu überzeugen sind ihre Gewohnheiten zu ändern. Man muss beim Reisanbau immer darauf achten sich mit seinen Nachbarn gut zu verstehen, da die Reisfelder nah aneinander liegen und miteinander verbunden sind, was das Wasser und die darumliegenden Grünstreifen betrifft.Nach seinem Vortrag haben wir die Aufgabe ein Bild der Umgebung zu malen und darzustellen wie die verschiedenen Gebiete der Landschaft miteinander verbunden sind. Im Winter sammeln die Berge Wasser in Form von Schnee, der im Frühling schmilzt. Das Wasser wird verwendet, um die Reisfelder zu befüllen und wird nach dem Reisanbau ins Meer geleitet. Wenn man nun viele Chemikalien im Anbau verwendet, landen diese wie so ziemlich jeder Müll, im Meer. Der Dünger hat zur Folge, dass sich Algen stark vermehren und die Wasseroberfläche bedecken, sodass kaum noch Licht unter die Oberfläche kommt. Andere Tier- und Pflanzenarten haben es dann schwer. Daher ist es wichtig Methoden zu finden wie wir Landwirtschaft betreiben können, ohne die Umwelt auf diese Art zu schädigen.
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Antworten (2)

Kai
Du hast bestimmt auch dein Bild fotografiert, richtig? 😉

Bäric
Die Enten und deine premium Landkarte werten den Blog schon immens auf. Mega noice👍

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