Sonnenlandpark
Wir hatten einen Ausflug verschenkt. Anfang des Jahres hatte eines von Sebbs Patenkindern Geburtstag gehabt und wir hatten uns entschieden dieses Mal nicht einen Gegenstand,...


Veröffentlicht: 25.06.2026
Wie jedes Jahr im Frühsommer, sollte es auch dieses Jahr wieder eine Honigernte geben. Dass diese im laufenden Jahr etwas kleiner ausfallen würde, als üblich, war schon im April zu erahnen gewesen.
Eines unserer Völker hatte den Winter nicht überlebt, sodass wir mit nur zwei statt der üblichen drei Bienenvölker in das Jahr gestartet waren. Von denen wiederum entwickelte sich leider nur eines wie es sein sollte. Das zweite Volk blieb in der Entwicklung deutlich zurück. Zwar hatten wir aller paar Wochen immer wieder Brut- und auch Trachtwaben vom einen in das andere Volk gehangen, aber so richtig kamen die zweiten einfach nicht heran.
Als Anfang Juni die Kastanien bei uns am Garten abgeblüht waren, war der richtige Zeitpunkt gekommen, denn die Honigwaben waren zum Großteil verdeckelt. Sebb war einen Tag vor der Ernte zur Schwarmkontrolle und zum Einsetzen der Bienenfluchten in den Garten gefahren und hatte in der Imkerstube alles vorbereitet. So konnten wir am Samstag gleich starten und waren nach nur einer Stunde tatsächlich mit der Ernte fertig. Gut, es musste noch einmal einige Zeit zum Reinigen und Aufräumen eingeplant werden, aber so schnell waren wir lange nicht mehr gewesen.
Die Ausbeute war dann auch unterdurchschnittlich. Nicht einmal ganz 30 Kilogramm. Bei einem vollen Honigraum konnten pro Volk gut 20 Kilogramm erwartet werden, in sehr guten Jahren hatten wir auch schon deutlich mehr geerntet. „So ist das Leben.“, dachten wir uns und freuten uns dennoch über unsere drei Eimer frisch geernteten Honig, der nun zuhause noch zwei bis drei Wochen reifen musste, bevor er in Gläser abgefüllt werden würde.
Die zweite Ernte, die wir in normalen Jahren zwischen Mitte und Ende Juli einbrachten, würde dieses Jahr ausfallen. Der Plan war simpel. Wenn man den Bienen den Honig nicht wegnahm, dann brauchte man sie im Spätsommer auch nicht zu füttern. So sollten die lieben Tierchen gut durch den Winter kommen.
