Unser letzter Tag in Prachuap Khiri Khan
Frühstück mit Meerblick Am nächsten Tag haben wir dazugelernt und leihen uns Fahrräder aus. Ganz am Ende der Ao Noi soll es nämlich noch einen schönen hölzernen...


Veröffentlicht: 09.11.2018










Heute ist Montag, der 05.11. und wir reisen weiter nach Chumphon. Wir stehen früh auf, um den Morning Market zu besuchen. Bisher haben wir es ja immer nur zum Nachtmarkt geschafft. Morgens gibt es dann die ganzen Dinge, die man bei uns im Supermarkt kaufen würde. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte. Teils einfach auf der Straße, teils in einer Markthalle, bei der man auch nicht zu genau hinsehen sollte. Dort esse ich übrigens meine bisher leckerste Nudelsuppe!
Unser Host ruft uns ein Tuktuk und um 12 Uhr werden wir abgeholt. Eigentlich soll der ältere Mann uns zur Minibus-Station bringen. So hat es zumindest die thailändische Gastgeberin abgesprochen. Dummerweise bringt er uns zur normalen Bus-Station und verlangt auch noch den 4-fachen Preis! Es gibt also doch nicht nur nette Menschen in Thailand. Da wir den Bus nicht verpassen wollen bekommt der Sack sein Geld (umgerechnet nur ein paar Euro) und laufen voll bepackt und mal wieder in der Mittagshitze zu der richtigen Busstation. Der Minibus will gerade abfahren. Wir kommen also noch rechtzeitig an und zwei Plätze sind auch noch frei. Allerdings ist der Bus wirklich mini und ich bekomme die Beine kaum zwischen die Sitze. Zum Glück dauert die Fahrt nur 2-3 Stunden.
In Chumphon bricht dann etwas die Realität über uns herein. Bisher hatten wir immer superschöne und saubere Ungerkünfte in schönen Städten. Chumphon ist, sorry für die Ausdrucksweise, ein ziemlich schäbiges Fleckchen Erde und unser Hotel passt perfekt hinein. Das erste Zimmer, das man uns gibt, hat so viele Flecken in allen möglichen Gelb- und Brauntönen auf den Laken, dass ich direkt wieder rückwärts hinausgehe. Dabei erhasche ich noch einen Blick auf die Klobrille und damit ist klar: "Hier schlafe ich nicht." Das neue Zimmer, dass wir ohne Diskussionen bekommen, sieht schon besser aus. Sauber ist zwar auch hier das falsche Wort, aber schon deutlich besser als das erste Zimmer. Jetzt bräuchte ich nur noch eine Nasenklammer gegen den Geruch... Der Stadt sieht man an, dass sich Touristen hier ausschließlich aufhalten, um schnell weiter nach Koh Tao zu reisen. Ich würde sie als funktionale Arbeiterstadt bezeichnen.
Ganz in der Nähe von unserem Hotel finden wir einen Night Market, wo man gut essen kann. Allerdings muss man wirklich gut auf die ganzen Roller aufpassen, da die Stände zur Straße hin ausgerichtet sind und die Roller direkt vor den Stand fahren. Ein Drive in sozusagen. Das Essen ist aber wie immer sehr lecker und günstig :)
Da die Portionen an den Straßenständen immer relativ klein sind, gehen wir abends noch in ein All you can eat-Restaurant der thailändischen Art. Es gibt ausschließlich rohe Zutaten (Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und ein bisschen Gemüse) und man bekommt zwei Grills auf den Tisch. Ein normaler Grill mit Rost und das zweite ist eine halbrunde Metallkuppel mit Rinne, in die Wasser gegossen wird, was hinterher eine Brühe ergibt. Wir gucken uns ein bisschen bei den Thais an den Nachbartischen ab, wie das hier funktioniert. Bei dem Großteil der rohen Speisen kann ich nicht sagen, was es ist. Wir probieren uns durch, aber bei einigen Sachen lege ich dann doch mein Veto ein. Wer weiß zum Beispiel, wie lange eine ungekühlte Muschel auf den Grill muss, bis man sie bedenkenlos essen kann? Wir jedenfalls nicht. Es bleibt trotzdem noch mehr als genug übrig :) Scharfe Chickenwings, Riesengarnelen, Krebsfleisch, Wachteleier, ganzer Fisch und viel Undefinierbares.
Aus dem Tintenfisch kam beim braten Tinte raus :-O
Der ganze Fisch war sooooo gut
