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10 Monate Work & Travel in Neuseeland
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Auf in den Süden!

Queen Charlotte SoundAuf in den Süden! Auf in den Süden! Auf in den Süden! Erster Blick auf Picton

Meine letzten Stunden in Wellington habe ich vor allem damit zugebracht, die kommenden Tage zu planen.
Was ich so alles schönes vorhabe, erfahrt ihr in einigen Minuten, denn zunächst:

Ich bin auf der Südinsel :D

Heute morgen hat mich die Bluebrdige Ferry von Wellington nach Picton gebracht und damit habe ich nun zum ersten Mal Fuß auf die Schwesterinsel gesetzt. So weit im Süden war ich noch nie!

Die Fahrt mit der Fähre hat etwa 3,5 Stunden gedauert und ist für sich genommen schon ein richtiges Erlebnis. Vom Wasser aus hat man zunächst sehr gute Blicke zurück auf Wellington und die Südspitze der Nordinsel. Noch nahe der Hauptstadt begegnete uns auch noch eine Gruppe Delphine - besser hätte es nicht laufen können.
Und sobald wir die "sicheren Gewässer" verlassen hatten und aufs offene Mee zusteuerten, konnte man am Horizont schon die Berge der Südinsel erahnen.
Es war sehr windig auf dem Schiff, vor allem auf dem obersten Deck, aber die Sonne schien und ich hoffe nur, dass ich mir keinen Sonnenbrand geholt habe.

Um nach Picton zu gelangen, muss man auf dem Wasserweg durch den Queen Charlotte Sound fahren - Berge, Buchten, Wälder. Wunderschön.
Ein besseres Willkommen hätte es nicht geben können.
Picton selber ist ein schnuckeliger kleiner Ort und eigentlich nur bekannt, weil die Fähre dort anlegt. Das Hostel wird von einer Familie geführt, das gibt dem Ambiente immer so einen schönen heimeligen Touch.
Einen großen Stadtrundgang etc habe ich mir aufgehoben, ich habe das Hostel tatsächlich nur für zwei Dinge verlassen: Visitor Centre und Supermarkt.
Den Rest des Tages habe ich damit verbracht, mich seelisch, moralisch und Gepäcks-Technisch auf meine erste große Mehrtages-Wanderung vorzubereiten.

Tadaa!

Der Queen Charlotte Track führt Überraschenderweise durch den Queen Charlotte Sound und soll spektakuläre Blicke auf die Landschaft bieten. Das glaube ich jetzt schon sehr gerne.
Über insgesamt 71km schlängelt sich der Weg ziemlich genau an der Küste entlang, dabei geht es ordentlich hoch und runter.
Weil ich ja ein armer Backpacker ohne viel Zeit bin, will ich den Track in drei Tagen schaffen. Das ist ordentlich, aber andererseits habe ich ja schließlich den ganzen Tag Zeit.
Auf dem Weg liegen einigen Zeltplätze, d.h. insgesamt zwei Mal muss ich in freier Natur schlafen.

Jetzt ist es ja nicht so, dass ich mit voller Camping-Ausrüstung nach Neuseeland gekommen bin. Eigentlich habe ich nur den Schlafsack, der theoretisch ja noch nicht einmal mir gehört.

Zuviel Geld für eine ordentliche Ausrüstung will ich aber auch nicht ausgeben, denn ich werde nach momentanen Stand vielleicht drei Mal Campen gehen in Neuseeland. Deswegen habe ich ein wenig improvisiert und mir ein 20$-Zelr gekauft. Bitte lass es kein schlechtes Wetter geben. Als Unterlage muss eine Yoga-Matte herhalten (wobei die auch für Pilates geeignet ist!). Das ist nicht ideal, muss jetzt aber behalten. Immerhin ist alles in Blau gehalten.
Wenn ich schon so schlecht vorbereitet bin, habe ich mir wenigstens einen Gepäck-Transport geleistet, der mir ein Gepäckstücke von einem Zeltplatz zum nächsten schippern. Ein großer Teil des Platzes geht allerdings schon für Zelt und Schlafsack drauf. Da passt dann nur noch etwas Verpflegung und eine Garnitur Wechselkleidung mit rein.
Eine Kosmetiktasche ist zu sperrig, deswegen nehme ich nur Zahnbürste, Zahnpasta, eine Bürste und die gute Nivea Creme mit. Bikini, Microfaser-Handtücher und Wasserflaschen landen im Reisegepäck, mit dem Rest der Verpflegung und meinem eReader. Wenn der ausgeht, habe ich ein großes Problem.
Ach ja, eine Power Bank habe ich auch nicht, deswegen muss eine volle Akkuladung für die ganze Wanderung reichen. Also nur noch Fotos machen, wenn es wirklich sein muss, ansonsten ist das Handy aus.

Wie ihr vielleicht mitbekommt, schiebe ich eine ganz kleine Panik, denn ich fühle mich einfach überhaupt nicht vorbereitet. Nun bin ich schon oft auf mehrtägigen Fahrradtourer Campen gegangen, aber da hatte ich definitiv mehr Sachen mit mir.
Im Prinzip darf mir auf dem Weg nichts passieren und es darf nicht regnen - dann sollte alles klappen.

Ich bin jung und naiv, da darf man solche Dinge machen! Und ich kann das mehrtägige Wandern in Neuseeland abhaken und bekomme noch eine spektakuläre Landschaft zu sehen. Und dann ist es mir wert, wenn ich dreckig und stinken, wie eine Wilde, am Montag aus den Wäldern gestolpert komme.

Das heißt aber auch, dass ich die nächsten drei Tage definitiv keinen Eintrag hochladen werden. Je nachdem wie es mir geht am 14. melde ich mich abends, oder dann definitiv am 15. Den Tag brauche ich, um mich wieder gesellschaftsfähig zu machen, und den ganzen Krempel, den ich nicht brauche und jetzt in Schließfächer deponiert habe, wieder ordentlich einzuräumen. Junge, ich schleppe aber auch viel Zeug mit mir rum!

Das Boot fährt morgen um 8 Uhr los und 1,5 Stunden später soll es dann los gehen. Drückt die Daumen für gutes Wetter, der Rest wird schon irgendwie... 

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