Railway Girls
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"An einem grauen Septembermorgen wanderten zwei einsame Gestalten durch die Gassen von Ystad. Ein leichter Nieselregen fiel auf die beiden herab, als sie plötzlich..."


vor Kurt Wallanders Haus standen. 😂


Nach Toast mit Marmelade bzw. Salami und Bananenjoghurt in der Unterkunft machten wir uns schon früh am Morgen auf nach Ystad, der Heimat des aus den Kriminalromanen von Henning Mankell bekannten Kommissars Kurt Wallander. Der graue Himmel lieferte eine äußerst passende Kulisse, während wir mithilfe eines Reiseführers auf Wallanders Spuren durch die Stadt schlenderten und sein Haus, seine Lieblingsbücherei und andere Schauplätze aus den Büchern und Filmen besuchten. Insgesamt ist Ystad eine sehr hübsche, verschlafene Stadt mit schönem Strand und vielen kleinen Häusern in der Altstadt - definitiv auch ohne Wallander einen Besuch wert.

Nach einem Zwischenstop auf dem Pier gönnten wir uns in Wallanders Lieblingscafé "Fridolfs Konditori" noch einen Kaffee und ein Stück Torte, bevor es mit dem Zug wieder nach Malmö ging.


Nach etwa 50minütiger Fahrt wieder in Malmö angekommen holten wir uns am Hauptbahnhof noch eine Zugreservierung für morgen. Von hier aus liefen wir zum Malmöhus-Schloss, dass ein Museum mit mehreren Ausstellungen beherbergt und mitten in der Stadt auf einer Insel liegt. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit entschlossen wir uns, die Anlage nur von außen zu umrunden, wobei wir auf die sehr hübsche Schlossmühle und den etwas ungepflegten Schlossgarten trafen. Im Übrigen scheinen Malmöer Enten Äpfel als Abendbrot zu verspeisen.

Nach einer kompletten Umrundung entschlossen wir uns zu einem Gang in die Altstadt. Nachdem wir auf dem Stortorget den Zieleinlauf eines sehr merkwürdigen Wettrennens beobachtet hatten, ruhten wir uns noch kurz auf dem hübschen kleinen Platz "Lilla Torg" aus, bevor wir uns auf den Heimweg machten.


Und hier begann die Odyssee. Malmö ist ein absolutes Nahverkehrs-Desaster: Bustickets gibt es wie gestern bereits erwähnt nur über eine App oder Kundenkarten, die am Bahnhof gekauft und aufgeladen werden müssen. Nein, Busfahrer akzeptieren keinerlei Geld und es wird einem auch nirgendwo mitgeteilt, wie das Ganze funktioniert. Die Wege zu Fuß sind weit und die Straßenbeschilderung dürftig, außerdem läuft man ständig Gefahr, von Radfahrern überrollt zu werden. Eine Frage, die sich automatisch aufdrängt: Wie hoch ist die Lebenserwartung eines durchschnittlichen Malmöer Fußgängers?


Irgendwann kamen wir dann doch endlich in der Unterkunft an, nachdem eine Stärkung mit Burger und Calzone uns auf dem halben Weg wieder etwas Kraft verliehen hatte.

Fazit: Malmö hat auf jeden Fall schöne Ecken, aber wir sind uns einig - touristenfreundlich geht anders. Eine Übernachtung in Ystad mit Ausflug nach Malmö wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen, aber zumindest war die Unterkunft schön und wir hatten trotz allem viel Spaß. 😄


Morgen geht es dann weiter nach Västervik an der Ostküste. Die Fahrt wird lang, also an dieser Stelle gute Nacht von uns aus Malmö!

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