Railway Girls
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Auch der heutige Tag begann mit Frühstück in der Unterkunft, bevor wir erneut unsere Sachen zusammenpackten. 

Der Weg zum Hauptbahnhof wurde diesmal rückenschonend mit dem Bus zurückgelegt (ja, wir haben jetzt eine Malmö-Bus-App...), bevor wir uns in den Snabbtåg nach Stockholm setzten. Interessant war hierbei die Erkenntnis, dass Schnellzüge sich in Schweden etwa so in die Kurve legen wie ein Motorradfahrer.


In Linköping wechselten wir in den "Kustpilen" (wundervolle Übersetzung: Küstenpfeil), der uns leicht ruckelnd und immer wieder trötend durch die malerische Landschaft Smålands fuhr. Unsere Vermutung: Der Zugführer erschreckt einfach gerne Kühe. 😂

Die Landschaft, die wir aus den Zugfenstern beobachten konnten, zeigte nun deutliche Unterschiede zu Schonen. Wir fuhren durch dichte Wälder mit moosbewachsenem, steinigem Boden, vorbei an großen und kleinen Seen und weiten, hügeligen Wiesen und Feldern. Immer wieder tauchten zwischen den Bäumen die typischen, rotgestrichenen Holzhäuser auf - allein für diesen Anblick hat sich die Strecke gelohnt.


Nach etwa fünfstündiger Zugfahrt erreichten wir schließlich Västervik. Die schwedische Kleinstadt liegt mitten in den Schären an der Ostküste und kann sich wirklich sehen lassen.

Nach dem Einchecken in unsere Unterkunft, das Hotell Guldkant (ganz fancy ohne Rezeption, nur mit Zimmer-PIN), brachen wir direkt auf, um die Stadt zu erkunden. Besonders die sehr große und eindrucksvolle St. Petri Kyrka mit ihren vielen kleinen Türmen und die Båtsmangatan mit ihren kleinen, alten Fischerhäuschen gefielen uns sehr. Auch der Blick auf die Schären (übrigens in drei Richtungen) und auf den Rest der Altstadt war lohnenswert.


Neben einem Yachthafen, Fähranlegern und einem Neubaugebiet besitzt Västervik auch eine Burgruine. Die 1370 erbaute Burg Stegeholm brannte 1677 zusammen mit der Stadt nieder, wurde allerdings im Gegensatz zu Västervik nicht wieder aufgebaut. Hier finden im Sommer bspw. Konzerte statt.

Stegeholm liegt wie das Kastell in Malmö und Christansborg in Kopenhagen auf einer kleinen Insel inmitten der Stadt. Langsam drängt sich die Frage auf: Hat eigentlich jedes Schloss in Skandinavien eine eigene Insel? 🤔


Da wir nicht bereit waren, 20 € für einen Burger oder 15 für einen Salat auszugeben, fiel unsere Wahl für das Abendessen heute auf McDonalds, wo wir einen kurzen Regenschauer mit Blick auf den Hafen vorüber ziehen ließen. Nun sind wir wieder im Hotel und gucken schwedisches Fernsehen, bevor es ins Bett geht - kostenloser Sprachunterricht!

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